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Die Stadtbücherei Ravensburg bloggt!

Bild: Headergrafik BiBlog © pixabay / Mediamodifier, Stadtbücherei Ravensburg
Bild: Headergrafik BiBlog © pixabay / Mediamodifier, Stadtbücherei Ravensburg

Hier berichtet das Team der Bücherei Ravensburg regelmäßig über Bücher, Digitales, Medien, Veranstaltungen und vieles mehr. Immer dienstags und freitags gibt es hier neue Posts. 

Aktueller Beitrag

Bild: Review am Freitag, immer Freitags ein persönlicher Medientipp 
© Hintergrund, Stift: pixabay
Bild: Review am Freitag, immer Freitags ein persönlicher Medientipp
© Hintergrund, Stift: pixabay

Am Dienstag haben wir uns ja schon mit den Themen Unglück und Aberglaube beschäftigt. Zum heutigen "Unglückstag" fehlt also noch ein passender Lesetipp (wir wollen ja schließlich gewappnet sein für das Wochenende 😉 )

Heute nimmt uns Jonathan Lee in seinem Roman Der große Fehler mit nach New York. 

Auch als eBook in der Onleihe verfügbar.

Bild: "Der große Fehler" von Jonathan Lee © Diogenes
Bild: "Der große Fehler" von Jonathan Lee © Diogenes

Worum geht's?
Die Welt besteht aus Fehlern und Flickversuchen. Und manchmal aus seltsamen Missverständnissen. Andrew Green ist tot. Erschossen am helllichten Tag, an einem Freitag, den 13. 

Spekulationen schießen ins Kraut. Verdankt New York dem einstigen Außenseiter doch unter anderem den Central Park und die New York Public Library. 

Inspector McClusky nimmt die Ermittlungen auf. Was wussten die übereifrige Haushälterin, der Präsidentschaftskandidat Tilden und die brillante Bessie Davis, der halb New York zu Füßen liegt?

 

Fazit:
An dieser Stelle ein wenig Hintergrundwissen: Andrew Haswell Green ist keine fiktive Person. Die Stadt New York verdankt ihm u.a. die Public Library und den Central Park. Mit diesem Wissen liest sich der Roman anders. Es geht um eine Verwechslung, denn Green's gab es Anfang des 20 Jahrhunderts viele in den Straßen von New York. Der daraus resultierte Mord, der in diesem Buch aus verschiedenen Perspektiven beschrieben und verarbeitet wird, rückt den "Father of Greater New York" in ein spektakuläres Licht. 


Der Autor schafft es mit seinem feinen, aber manchmal etwas zähen Schreibstil die Gefühle und Gedanken der verschiedenen Charaktere mit einer guten Portion "New York chic" zu versehen. Die mysteriösen Umstände des Todes von Green sind das Sprungbrett in die Geschichte. Man taucht tief in die Geschichte eines Mannes ein, der trotz seiner zurückhaltenden Art die Grundsteine einer Weltmetropole geschaffen hat.

Das Buch ist mehr ein gut recherchierter historischer Roman mit einer kleinen Prise Krimi. Zwar ist es an manchen Stellen ein wenig holprig, aber das dämpft den Lesespaß nicht.

13.3.2026 I Mareike I Medientipp

Letzter Beitrag

Bild: Symbole zu Freitag dem 13. © Stadtbücherei Ravensburg, Freepik
Bild: Symbole zu Freitag dem 13. © Stadtbücherei Ravensburg, Freepik

Diese Woche erleben wir zum zweiten Mal in diesem Jahr den Freitag, den 13. 

Für viele Menschen ein ganz normaler Tag, für viele andere Menschen ein Tag der Gänsehaut. Unzählige Dinge können an diesem "Unglückstag" passieren. Dieser Glaube wird im Volksmund oft auch als "Aberglaube" bezeichnet.

Laut Brockhaus bezieht sich Aberglaube in den meistens Fällen auf religiöse und magische Praktiken, die in der jeweiligen Zeitepoche als falsch oder irrational deklariert wurden. Auch wenn diese Zeiten (der Aberglaube hatte rund um das Mittelalter seine Hochphase) vorbei sind, blieb das Phänomen Aberglaube bis heute in den Köpfen der Menschen. Hexen, schwarze Katzen, zerbrochene Spiegel – all das bekommt durch die Angst vor einem Unglück eine neue Bedeutung. Das kann sowohl positiv als auch negativ wirken.

Ganz eindeutig negativ: immer wieder liest und hört man, dass schwarze Katzen weniger ein neues Zuhause finden als Artgenossen mit einer anderen Fellfarbe. Aus eigener Erfahrung kann ich das gar nicht verstehen: Meine schwarze Katze ist nicht nur süß, sondern auch die perfekte Gesellschaft für abendliche Schmökermomente auf dem Sofa 😊 Auch literarisch finden die kleinen schwarzen "Hauspanther" ein großer Publikum: Die Katze mit dem Namen Frau Merkel aus der Saukatz-Reihe von Kaspar Panizza trägt nicht nur zur Lösung von Verbrechen bei, sondern bringt auch eine Portion Witz in die Geschichte.

Ein weiterer positiver Aspekt: ohne Aberglaube und Hollywood gäbe es einige gute Filme nicht. Mit "Hocus Pocus" (schwarze Katze und Hexen) oder "Freitag der 13." (mysteriöse Morde, altes Unglück, was will man mehr? ) hat die Angst vor Unglück uns einige aufregende Stunden vor den Bildschirmen beschert.

In unseren heutigen Gesellschaft finde ich es zunehmend schwer, einen "klaren" Kopf zwischen Fake News, Aberglaube und Social Media zu behalten. Umso besser, dass es die Stadtbücherei gibt. Als Zufluchtsort kann man sich nicht nur eine kleine Pause von den Trubel gönnen, sondern sich auch ganz einfach selbst ein Bild machen. Von den vielen Romanen und Filmen abgesehen, gibt es in unseren Regalen viel Wissenswertes rund um Aberglauben. In Absolut abergläubisch: 77 Aberglaubenaus alle Welt von Willow Winsham geht man auf internationale Schnitzeljagd und bekommt anhand von skurrilen Geschichten einen neuen Blickwinkel. 

Doch man muss nicht zwingend in die weite Welt hinaus, denn es reicht ein Blick in den heimischen Garten: Aberglaube macht vor Pflanzen keinen Halt und so erfährt man in Heilsam bis tödlich von Jan Grossarth von Pflanzen, deren Gift – je nach Dosis – über Leben und Tod entscheiden.

Sollte es Ihnen diese Woche zu "abergläubisch" werden, kommen Sie bei uns vorbei, aber bitte nur mit geschlossenem Regenschirm 😉

 
10.3.2026 I Mareike I Aberglauben  

Lust auf mehr?

In den folgenden Kacheln finden Sie weitere Beiträge zum Lesen und Ausprobieren. 

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