Schnelles
Internet wird immer wichtiger: Homeoffice, Videokonferenzen, Streaming und
Gaming: Sie alle erhöhen die Datenmengen im Netz und benötigen mehr Bandbreite
und stabile Verbindungen. Für Unternehmen ist eine leistungsfähige
Internetverbindung ein wichtiger Standortfaktor. Glasfaser schafft mit einer
Highspeed-Geschwindigkeit von bis zu 1 Gbit/Sekunde die notwendigen
Voraussetzungen. Zusätzlich verringert dieses Breitbandkabel durch seinen
minimalen Energieverbrauch den CO2-Ausstoß.
Bereiche mit schlechten Übertragungsraten, überwiegend im ländlicher Raum, will die Stadt Ravensburg in den nächsten Jahren im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms mit Glasfaser ausstatten. Dafür hat sie sich mit anderen Kommunen zum Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg zusammengeschlossen.
Der Zweckverband hat das Ziel, Wohngebiete, in denen
Telekommunikationsunternehmen keine Glasfaseranschlüsse legen, mit
leistungsfähigen Breitbandanschlüssen zu versorgen. Dafür erhält er
Fördergelder bis zu 90 Prozent von Bund und Land über das Weiße-Flecken-Programm
des Bundes. Bei den betroffenen Gebieten handelt es sich vornehmlich um Gebäude
oder Gehöfte in Weilern mit sehr langsamem Internet - konkret: mit einer
Übertragungsrate von maximal 30 MBit pro Sekunde.
Die
maßgeblichen Übertragungsraten werden auf der Basis aktueller Marktanalysen
ermittelt. Entscheidend ist also nicht die tatsächliche Übertragungsrate,
sondern die Daten aus den Markterkundungen.
Die
Eigentümerinnen und Eigentümer, die die Förderbedingungen erfüllen und damit
einen kostenlosen Breitbandanschluss beantragen können, werden direkt von der
Stadtverwaltung benachrichtigt.
Das Weiße- Flecken-Programm
in Ravensburg betrifft die vier folgenden Bereiche, sogenannte Cluster:
Mit dem Bau des Clusters Hinzistobel wurde am 8. Oktober
2025 begonnen. Die Grundlagen hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 24.
Februar 2025 beschlossen. Die Gesamtkosten dafür betragen fast zwei Millionen
Euro – rund 15 Prozent davon trägt die Stadt selbst. Die Maßnahme soll
spätestens Mitte des Jahres 2026 fertiggestellt werden.
Auch die Vorbereitungen für das Cluster Schmalegg inklusive
eines Randbereichs der Kernstadt sind in vollem Gange. Die Bauarbeiten wurden
bereits an eine Baufirma vergeben. Ziel ist es, mit den Bauarbeiten im Januar
2026 zu beginnen. Rund eineinhalb Jahre kann es dauern, bis alle Leitungen
verlegt sind. Die Kosten belaufen sich auf ca. 10 Mio. Euro.
Die Bürgerinnen und Bürger, die einen kostenlosen Anschluss
erhalten, wurden inzwischen alle angeschrieben. Die Rückläufe wurden
ausgewertet und die Planung der Maßnahmen konkretisiert. Die Bauleistungen
wurden bereits öffentlich ausgeschrieben. Die Kosten belaufen sich auf ca. 11,7
Mio. Euro. Der Baubeginn ist für Mitte 2026 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt ca.
18 Monate.
Sämtlichen betroffenen Bürgerinnen und Bürger werden noch in
diesem Jahr angeschrieben. Ziel ist es, im Jahr 2026 mit den Bauarbeiten zu
beginnen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 11,1 Mio. Euro. Auch hier beträgt
die Bauzeit ca. 1,5 Jahre.
Die Bürgerinnen und Bürger, die einen kostenlosen Anschluss
auf der Basis der Förderbedingungen des Weiße-Flecken-Programms erhalten,
werden direkt vom Tiefbauamt der Stadtverwaltung angeschrieben.
Um die Planung zügig weiter bearbeiten zu können, bittet die
Stadtverwaltung, die Bürgerinnen und Bürger um eine zeitnahe Rücksendung der
Unterlagen, die mit den Anschreiben versendet werden. Wichtig zu wissen: Der
bereits unterschriebene Hausanschlussvertrag kann jederzeit vor Ausführung der
Bauarbeiten gekündigt werden.
Wer sein Einverständnis an die Stadt geschickt hat, bei dem
meldet sich ein externer Dienstleister zur Hausbegehung, um sich die
Örtlichkeit genau anzusehen. Das dient als Grundlage für die Planung der
Hauptleitungen sowie für die genaue Planung der Leitungen auf den
Privatgrundstücken.
Die großen Hauptleitungen über Land werden aus
wirtschaftlichen Gründen überwiegend auf Privatflächen, in der Regel nahe der
öffentlichen Straßen, verlegt. Sämtliche Leitungen müssen grundbuchrechtlich
über Gestattungsverträge gesichert werden. Die Eigentümerinnen und Eigentümer
dieser Grundstücke werden direkt von der Stadtverwaltung kontaktiert.
Auch in Ravensburg kommt der Breitbandausbau voran. In den verdichteten Bereichen kümmern sich privatwirtschaftliche Telekommunikationsunternehmen um den Ausbau.
Die Breitbandversorgung mit Glasfaser in Teilbereichen des Kernstadtgebiets wird derzeit durch unterschiedliche private Telekommunikationsunternehmen erschlossen. Die Firma OXG ist bereits seit mehreren Monaten dabei, die Haushalte in der Weststadt mit Glasfaserleitungen auszustatten. Die Arbeiten sollen noch das gesamte Jahr 2025 in Anspruch nehmen.
Baulich abgeschlossen hat die Firma OXG inzwischen auch die Ortschaft Weissenau sowie größere Bereiche in der Südstadt. Ziel ist es, die Maßnahmen bis Ende des Jahres 2025 abzuschließen.
Ebenso laufen die Bauarbeiten in der Nordstadt schon seit längerer Zeit. Hier erfolgt die Fertigstellung im Jahr 2026.
Weitere Informationen über den Ausbaustand und die Vorteile von Glasfaser gibt es unter OXG.
Interessenten
können dort auch einen Verfügbarkeitscheck durchführen.
Weitere Firmen, die Teile des Stadtgebiets mit Breitband versorgen wollen, sind die Teledata und die Telekom.
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