Sanierungsgebiet Östliche Vorstadt

Östliche Vorstadt Ravensburg

Stadtsanierung-Oestliche-Vorstadt

Sanierungsprogramm - "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren (ASP)"

Das Sanierungsgebiet wurde im Jahr 2005 in das klassisches Stadtentwicklungs-Programm (SE-Programm) aufgenommen. Der Satzungsbeschluss erfolgte im Gemeinderat am 24. Juli 2006.
 
Für dieses Sanierungsgebiet wurde das so genannte vereinfachte Verfahren festgelegt. Dies bedeutet, dass in diesem Sanierungsverfahren keine sanierungsbedingten Bodenwertsteigerungen nach § 154 ff Baugesetzbuch erhoben werden.
 
Das klassische SE-Programm wurde vom Bund ab dem Jahr 2015 nicht mehr weitergeführt. Für die Maßnahme wurde dem Land für den Zeitraum 2006 bis 2014 eine Abrechnung vorgelegt. Der dort abgerechnete Förderrahmen im SE-Programm für die Jahre 2006 bis 2014 belief sich auf 6,833 Mio. €.
 
Die Vorlage der Abrechnung war Grundvoraussetzung, dass die Maßnahme Ende 2014 ins Bund/Länderprogramm "Aktive Stadt – und Ortsteilzentren (ASP)" überführt wurde.
 
Die Östliche Vorstadt von Ravensburg ist im Stadtraum als eigenständige und historische Siedungseinheit sowohl für den Fremden wie auch für den Ravensburger selber nicht auf den ersten Blick zu erkennen, denn es fehlt eine Ummauerung - wie beispielsweise bei der historischen Altstadt. Als langgestreckter, lockerer Gebäudeverband entlang des Mühlkanals ist die östliche Vorstadt in diesem Bereich der städtebaulichen Siedlungseinheit der Altstadt gegenüber gleichrangig einzustufen. Das Gesamtgebiet ist heute durch Neubauten ergänzt und durch Veränderungen insbesondere in der Wangener Straße und durch den Verkehrslärm der Bundesstraße in Teilen stark beeinträchtigt.
 
Die Östliche Vorstadt wird geprägt von der Veitsburg, dem Flappbachtobel und den großen beidseitigen Grünräumen als bewaldete Hangkanten. Durch die starke Bautätigkeit zur Jahrhundertwende und in der Nachkriegszeit ist insgesamt ein hochinteressantes städtebauliches Konglomerat unterschiedlicher Zeitschichten entstanden.
 
Im Jahr 2009 wurde für den Bereich der Veitsburg und den Aufgängen zur Veitsburg ein gesonderter Förderantrag im Programm "Denkmalschutz West (DSP)" beim Land gestellt. Hier wurde im Jahr 2010 ein gesondertes Förderrahmenvolumen bewilligt (siehe Beschreibung Sanierungsmaßnahme "Die Veitsburg").

Förderrahmenvolumen, Bewilligungszeitraum, Verfahrensart

Bei dem jeweils beantragten und bewilligten Finanzvolumen bringt die Stadt 40 % an Eigenmitteln ein. Das Land und der Bund bringen 60 % des bewilligten Finanzvolumens ein. Es müssen jährliche Fortsetzungsanträge beim Land gestellt werden.
 
im ASP-Programm beantragter neuer Förderrahmen: 5,00 Mio. €

bisher bewilligter Förderrahmen: 2,00 Mio. €

davon Landes/Bundesmittel: 60 % bewilligt: 1,20 Mio. €
 
Derzeit ist ein Bewilligungszeitraum zur Abwicklung der Sanierungsmaßnahme bis zum 30. April 2019 festgelegt. Es wird eine Verlängerung dieses Bewilligungszeitraumes beantragt.

Oberziele

Um das Gebiet aufzuwerten und in seiner prägenden Form zu erhalten, wurden u. a. folgende Oberziele festgelegt:


  • Erhaltung der historischen Vorstadt als Gesamtensemble und Erhalt von Einzelgebäude, die das Stadtbild prägen
  • Erhaltung und Sanierung der noch vorhandenen Mühlengebäude
  • Belebung der Ravensburger Vorstadt und Erhöhung ihrer Attraktivität durch Stärkung und Aufwertung der vorhandenen Mischnutzung sowie Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität
  • Umnutzung vorhandener Brachflächen und Nachverdichtung von Brachflächen insbesondere zum Bau von stadtnahen Wohnungen
  • Teilverbesserung bestehender Verkehrsprobleme, soweit dies in der Stadtsanierung möglich ist, u. a. die Verbesserung der fußläufigen Erreichbarkeit der Altstadt

Laufende Projekte 2016 und geplante Projekte 2017 – Schwerpunkte

Umbau des ehemaligen AOK-Gebäudes
Welfenstraße 2/ Mühlstraße und Ergänzung durch Neubauten. Hierdurch entstehen 31 stadtnahe Wohnungen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2017 vorgesehen
 
Umsetzung Großprojekt Holbeinstraße 30-32 – Umnutzung Gewerbebrache ehemaliges Gelände der Maschinenfabrik Bezner

Die Firma Reisch Projektentwicklung GmbH und die BruderhausDiakonie haben nach der Durchführung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs und einer Investorenausschreibung die Liegenschaften erworben und werden einen Großteil der Baumaßnahmen durchführen. Die Sanierung des Beznerturms (Holbeinstraße 30) erfolgt über eine Baugemeinschaft.
Der Bebauungsplan ist inzwischen rechtskräftig.


Auf dem Grundstück erhalten bleibt der Ziegelbau, den die Bruderhaus Diakonie sanieren wird, der "Bezner-Turm", der das ehemalige Verwaltungsgebäude der Maschinenfabrik Bezner war sowie die Markthalle als erste Industriehalle auf diesem Grundstück. Die Markthalle wurde im Jahr 1901 erbaut. Die übrigen Hallen wurden im Frühjahr 2016 abgebrochen. Spatenstich war am 16. November 2016.


Im Beznerareal entstehen ca. 65 Wohneinheiten. Gleichzeitig entstehen Arbeitsplätze im Bereich der Werkstätten für behinderte Menschen (Diakonie) sowie ein kleiner "Bürgertreff" und ein kleiner Nachversorgungsladen, der die Umgebung mit den notwendigsten Grundnahrungsmitteln versorgen wird. In der Bewohnergarage entstehen 114 Tiefgaragenstellplätze sowie Fahrradabstellplätze. Das Projekt wird in den Jahren 2016 bis 2018 umgesetzt.


Im Anschluss an die Baumaßnahme wird die Holbeinstraße (3. BA Holbeinstraße) zwischen Holbeinstraße 22 und Holbeinstraße 34 neu gestaltet (Planung für das Jahr 2018).


Umgestaltung Saarlandstraße

Nach der Sanierung des Abwasserkanals wird in zwei Bauabschnitten von 2016 bis 2017 die Saarlandstraße umgestaltet. Im Jahr 2018 soll in diesem Stadtbereich noch die Umgestaltung der Flappbachstraße folgen.


Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 29. Februar 2016 der Umgestaltung der Saarlandstraße in zwei Bauabschnitten zugestimmt bei geschätzten Kosten in Höhe von ca. 1,35 Mio. €. Mit den Bauarbeiten zur Umsetzung des ersten Bauabschnitts der Saarlandstraße wurde Ende Juni 2016 begonnen.


Umbau und Sanierung weiterer Mühlengebäude

Dazu gehört u. a. die Holbeinstraße 16 und die Sanierung von stadtbildprägenden Gebäuden sowie die Sanierung von Kulturdenkmalen im Sanierungsgebiet.

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