Sanierungsgebiet Östliche Vorstadt

Stadtsanierung-Oestliche-Vorstadt

Große Herausforderungen bringt das seit 2006 laufende Sanierungsgebiet „Östliche Vorstadt“, das in das SE Bund-/Länderprogramm aufgenommen wurde. Die östliche Vorstadt ist in ihrer Lage als untrennbare Einheit mit der ummauerten Altstadt zu betrachten.


Als langgestreckter, lockerer Gebäudeverband entlang des Mühlkanals ist die östliche Vorstadt hinsichtlich der städtebaulichen Struktur als historische Siedlungseinheit der Altstadt gegenüber gleichrangig einzustufen. Das Gebiet ist heute durch Neubauten ergänzt und durch Veränderungen, insbesondere in der Wangener Straße, in Teilen stark beeinträchtigt. Die Veitsburg, der Flappachtobel und die großen beidseitigen Grünräume als bewaldete Hangkanten prägen diesen Stadtraum. Durch die starke Bautätigkeit zur Jahrhundertwende und in der Nachkriegszeit ist insgesamt ein hochinteressantes städtebauliches Konglomerat unterschiedlicher Zeitschichten entstanden.


Um das Gebiet aufzuwerten und in seiner prägenden Form zu erhalten, wurden im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen unter anderem folgende Oberziele formuliert:


  • Erhaltung der historischen Vorstadt als Gesamtensemble, insbesondere auch der Einzelgebäude, die das Stadtbild prägen und der Mühlenbauten.
  • Belebung der Ravensburger Vorstadt und Erhöhung ihrer Attraktivität durch Stärkung und Aufwertung der vorhandenen Mischnutzung sowie Verbesserung der Wohn- und Aufenthaltsqualität
  • Lösung bestehender Verkehrsprobleme, beispielsweise Verbesserung der fußläufigen Verbindung zwischen Vorstadt und Altstadt
  • Fortentwicklung der Stadtstruktur.

Der Baublock 7 aus dem Gebiet „Oberstadt“ – Burgstraße – Marktstraße – Eichelstraße  wurde im Jahr 2009 in dieses Sanierungsgebiet umgeschichtet. Die Bewohnergarage, die Wohnbebauung, die Tanzschule sowie das Kunstmuseum in der Burgstraße 7 - 9 sind Ende 2012 fertiggestellt worden, der Innenhof im Jahr 2013.


Mit der Sanierung des Veitsburg-Areals samt dortiger Jugendherberge stand ein weiteres Großprojekt von herausragender historischer und finanzieller Bedeutung an. Diese Bereiche konnten in ein gesondertes Programm – Denkmalschutzprogramm West "Die Veitsburg" - im Jahr 2010  umgeschichtet werden. Die Sanierung und Erweiterung der Jugendherberge ist abgeschlossen.


Zahlreiche Einzelsanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise der Umbau der Kulturdenkmale und Mühlengebäude Hammermühle Holbeinstraße 38 sowie des unteren Hammers – Holbeinstraße 13 samt Umgebung oder der Umbau der Holbeinstraße mit teilweiser Öffnung des Triebwerkskanals im unteren Bereich der Holbeinstraße sind abgeschlossen. Der öffentliche Platzbereich vor den stadtbildprägenden Gebäuden Holbeinstraße 16 – 20 soll im Jahr 2014 umgestaltet werden.


Weiter konnte das Wasserkraftwerk Obermühle im Oktober 2013 am Triebwerkskanal wieder in Betrieb genommen werden. Das Wasserkraftwerk mit den Zuleitungen, dem Rechenwerk und dem Turbinengebäude wurde von der Firma Andritz Hydro im Rahmen des "Sozialen Projektes Wasserkraft in Ravensburg" instandgesetzt. 


Um weitere noch anstehende  große und kostenintensive Aufgaben bewältigen zu können, wird das Gebiet nach der derzeitigen Fördersituation in Abstimmung mit dem Land möglicherweise auf ein anderes Sanierungsprogramm ab dem Jahr 2014 umgeschichtet oder in Teilbereichen dem  Sanierungsgebiet "Altstadt  und Erweiterung" zugeordnet werden müssen.


Laufzeit: 2006 bis 2014
Zwischenabrechnung im Jahr 2014
Antrag auf Umschichtung Restprogramm im Jahr 2014 mit neuer Laufzeit  2015ff.
Beantragter Förderrahmen zuletzt: 13 Mio. €
Bewilligter Förderrahmen bisher: 6,83 Mio. €

 

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