Interreligiöser dialog in ravensburg

Ziel: Verständigung und friedliches Miteinander unterschiedlicher Religionen

Interreligiöser Dialog - Friedensbaum

Der interreligiöse Dialog in Ravensburg knüpft an der Tradition der religiösen Toleranz an, welche Ravensburg seit dem 16. Jahrhundert auszeichnet. Während der Reformation entschied sich die Stadt für konfessionelle Parität und gehörte damit zu den vier Städten im Reich, in denen Katholiken und Protestanten gleichberechtigt waren. Dieses Miteinander verschiedener Konfessionen hat Ravensburg nachhaltig geprägt und wirkt bis heute im Miteinander verschiedener Religionen fort.

In Ravensburg leben Mitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften und Konfessionen: Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und weitere mehr. Eine größere Anzahl von Menschen fühlt sich keiner Religion verpflichtet. Viele Angehörige nichtchristlicher Religionen sind Menschen mit Migrationsgeschichte.

Das Zusammenleben in dieser religiösen Vielfalt ist nicht immer leicht. Viele Menschen können diese Vielfalt als Bedrohung empfinden. Das Vertraute will geschützt und das Fremde anerkannt werden. Beides ist berechtigt. In allen Religionsgemeinschaften gibt es Ängste und Vorurteile, deren Wurzeln oft in eine belastete Geschichte zurückreichen.

Der interreligiöse Dialog in Ravensburg möchte Brückenbauer für das friedliche Miteinander in gegenseitiger Achtung und Wertschätzung sein und so seinen Beitrag zur Verständigung und zum friedlichen Miteinandern von Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit in Ravensburg leisten.


Partner:
Seit mehr als 15 Jahren findet hierzu jährlich eine gemeinsame, interreligiöse Gebetsveranstaltung statt, die von folgenden Partnern gemeinsam vorbereitet und durchgeführt wird:

Alevitische Kulturgemeinde Ravensburg
DITIB -Türkisch-Islamische Gemeinde Ravensburg
Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg
keb - Katholische Erwachsenenbildung Ravensburg
Katholische Kirchengemeinden Ravensburg.

Neu hinzugekommen sind im Jahr 2015 die Bahá'í-Gruppe Ravensburg und die Islamische Gemeinschaft Bodensee-Ravensburg sowie im Jahr 2016 die russisch-orthodoxe Gemeinde Ravensburg.


Veranstaltungen:
Überblick der bisheren interreligiösen Gebetsveranstaltungen (im Rahmen der Wochen der Internationalen Nachbarschaft) seit 2000:

2000: Gott versteht jedes Gebet
2001: Gott versteht jede Sprache – internationale Gebete
2002: Gott versteht jede Sprache – interreligiöse Gebete
2003: Viele Religionen, ein Ziel: Frieden
2004: Verbunden in Viefalt
2005: Miteinander beten, füreinander da sein
2006: Muslime und Christen begegnen sich – interreligiöser Rundgang
2007: Fremdes achten – Frieden suchen
2008: -
2009: Einander die Tür öffnen – miteinander beten
2010: Gemeinsame Wurzel – gemeinsamer Auftrag
2011: Begegnung in Gebeten
2012: Aufbrechen – aufeinander zugehen
2013: Glaube – Liebe – Handeln – interreligiöser Stadtspaziergang
2014: Ravensburger Religionsgemeinschafen stellen ihre Glaubensschätze vor
2015: Frieden
2016: Vielfalt

2017: Ravensburger Erklärung


Gemeinsame Zielsetzung der Partner im interreligiösen Dialog in Ravensburg ist es, sich strukturierter zusammenzuschließen und zusammen zu arbeiten.

Orientierung dieses "Ravensburger Modell" des interreligiösen Dialogs liefern unter anderem der 2012 in Ulm gegründete Rat der Religionen in Ulm  sowie die 2005 in St. Gallen entstandene St. Galler Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog oder das 2016 am Tag der Deutschen Einheit veröffentlichte "Dresdner Wort.

Ravensburger Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog in Ravensburg

Die Ravensburger Erklärung wurde am 22. September 2017 im Rahmen der 34. Wochen der Internationalen Nachbarschaft (WIN-Wochen) feierlich unterzeichnet. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Religionsgemeinschaften sowie der Stadt Ravensburg setzen gemeinsam ein Zeichen für ein tolerantes, friedliches Miteinander von Menschen mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit in Ravensburg.

Ravensburger Erklärung Interreligiöser Dialog

Die Ravensburger Erklärung steht für gegenseitige Achtung, gesellschaftliche Wertschätzung und den Weg des Dialog und des gegenseitigen Kennenlernens. Ihre Inhalte drücken eine gemeinsame Grundhaltung aus und bilden den Rahmen für den interreligiösen Dialog in Ravensburg.

Die "Ravensburger Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog in Ravensburg" finden sie hier (PDF einfügen)

Weitere Religionsgemeinschaften in Ravensburg sind herzlich eingeladen, diese Erklärung ebenfalls zu unterzeichnen und dem interreligiösen Dialog in Ravensburg beizutreten.





Ravensburger Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog in Ravensburg

Die Ravensburger Erklärung wurde am 22. September 2017 im Rahmen der 34. Wochen der Internationalen Nachbarschaft (WIN-Wochen) feierlich unterzeichnet. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Religionsgemeinschaften sowie der Stadt Ravensburg setzen gemeinsam ein Zeichen für ein tolerantes, friedliches Miteinander von Menschen mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit in Ravensburg.

Die Unterzeichner der Ravensburger Erklärung über den interreligiösen Dialog (von links nach rechts): Pfarrer Hans-Dieter Schäfer, Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg; Pfarrer Hermann Riedle, Katholische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg; Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp; Frau Sevim Cimen, DITIB -Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ravensburg; Herr Adil Dogan, Alevitische Kulturgemeinde Ravensburg;  
Herr Enver ef Pasalic, Imam der Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, Region Bodensee-Ravensburg; Thomas Burrack, Bahá'í-Gruppe Ravensburg; Stefan Bär, keb - Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Ravensburg; Irene Usselmann, Russisch-orthodoxe Gemeinde Ravensburg.
Die Unterzeichner der Ravensburger Erklärung über den interreligiösen Dialog (von links nach rechts): Pfarrer Hans-Dieter Schäfer, Evangelische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg; Pfarrer Hermann Riedle, Katholische Gesamtkirchengemeinde Ravensburg; Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp; Frau Sevim Cimen, DITIB -Türkisch-Islamische Gemeinde zu Ravensburg; Herr Adil Dogan, Alevitische Kulturgemeinde Ravensburg;
Herr Enver ef Pasalic, Imam der Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland, Region Bodensee-Ravensburg; Thomas Burrack, Bahá'í-Gruppe Ravensburg; Stefan Bär, keb - Katholische Erwachsenenbildung im Kreis Ravensburg; Irene Usselmann, Russisch-orthodoxe Gemeinde Ravensburg.

Die Ravensburger Erklärung steht für gegenseitige Achtung, gesellschaftliche Wertschätzung und den Weg des Dialog und des gegenseitigen Kennenlernens. Ihre Inhalte drücken eine gemeinsame Grundhaltung aus und bilden den Rahmen für den interreligiösen Dialog in Ravensburg.

Die "Ravensburger Erklärung für das Zusammenleben der Religionen und den interreligiösen Dialog in Ravensburg" finden sie hier.

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Weitere Religionsgemeinschaften in Ravensburg sind herzlich eingeladen, diese Erklärung ebenfalls zu unterzeichnen und dem interreligiösen Dialog in Ravensburg beizutreten.

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Amt für Soziales und Familie
Abteilung: Sozialer Dienst
Senioren- und Integrationsbeauftragter
Martin Diez

Telefon: 0751 82-439
Telefax: 0751 82-60439

Neues Rathaus

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88214 Ravensburg

 

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