Veitsburg

Idealer Aussichtspunkt mit Blick über die Stadt und das Umland

Veitsburg Foto: Z&M 3D-Welt

Philosophenweg, Jugendherberge und Gaststätte mit Biergarten

Die Veitsburg ist ein idealer Aussichtspunkt hoch über der Stadt Ravensburg. Von der Altstadt führen zwei idyllische Spazierwege auf die Anhöhe. Von der Marktstraße führen Treppen bis zum Mehlsack. Nach ein paar weiteren Treppen gelangen Besucher über Serpentinen durch eine Grünanlage direkt nach oben. Die etwas längere Strecke führt über den "Philosophenweg" durch den Burghaldentorkel und bietet an unterschiedlichen Stationen kleine Infotafeln zu wichtigen deutschen Philosophen an.


Oben auf dem Veitsburghang thront das Bagnato-Schlösschen, das heute zu dem Ensemble der Gastwirtschaft mit Biergarten gehört. Im Kaminzimmer des Bagnato-Schlösschens bietet das Standesamt Ravensburg regelmäßig Trauungen an.


Hinter dem Schlösschen schließt sich die moderne Jugendherberge in historischen Gemäuern an. Sie ist in den ehemaligen Stallungen der einstigen Burg untergebracht. Von der Aussichtsplattform auf der Veitsburg bietet sich ein herrlicher Blick über die Stadt und das gesamte Umland bis hin zu den Alpen.

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Panoramatour Veitsburg - 360° Rundumblick

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Bildergalerie

 
 
 
 
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Veitsburg - geschichtlicher Überblick

Archäologische Ausgrabungen belegen: Der Veitsberg (525 m Höhe) ist bereits in der Jungsteinzeit, in der mittleren Bronzezeit und der späteren Keltenzeit ein bedeutender Siedlungsplatz


10. Jh. Die Welfen, eine der mächtigsten Hochadelsfamilien in Schwaben, errichten eine Fluchtburg auf dem Veitsberg. Im 11. Jh. verlegen sie ihren Herrschaftssitz von Altdorf/Weingarten hierher und errichten eine mächtige Burganlage.


1088 Erstnennung der Burg Ravensburg (castrum Ravenspurch)


12. Jh. Die welfische Burg erstreckt sich wohl über das gesamte Plateau und gehört damit zu den größten hochmittelalterlichen Burganlagen Süddeutschlands mit Bergfried, Palas, Burgkapelle St. Veit (1155), Umfassungsmauer und Wirtschaftsgebäuden.


1122 Die Welfen nennen sich auch Herzöge von Ravensburg. Für Herzog Heinrich den Schwarzen und seinen Sohn Heinrich den Stolzen dient die Burg wohl als Hauptresidenz. Heinrich der Stolze war seit 1127 mit Gertrud, der Tochter Kaiser Lothars III. verheiratet. Dass deren Sohn, der berühmte Welfe Heinrich der Löwe, auf der Burg geboren worden ist, gilt als unwahrscheinlich.


1191 Mit dem Tod Welfs IV. ging die Burg an die Staufer über. Durch Kaiser Friedrich II. erlangte sie als Sitz der staufischen „Prokuration“, als Zentrum der Haus- und Reichsgutverwaltung in Schwaben, überregionale Bedeutung.


1274 Die Ravensburg wird Sitz der oberen Reichslandvogtei Schwaben (Oberschwaben), die Rudolf von Habsburg in Anknüpfung an die „Prokuration“ der Staufer errichtete. Die Könige und Kaiser bestimmen Stellvertreter, die als Landvögte die Verwaltung der Reichsgüter in Oberschwaben wahrnehmen.


1315 Die Hochzeitsfeierlichkeiten des Habsburgers König Friedrich der Schöne und seiner Gemahlin Isabella von Aragon finden auf der Veitsburg statt.


1336 Die Truchsessen von Waldburg sind fortan immer als Landvögte eingesetzt und beanspruchen die Oberaufsicht über die Reichsstadt Ravensburg, was wiederholt zu Feindseligkeiten zwischen Burg und Stadt führt.


16. Jh. Die Burg wird in Anlehnung an den Patron der Burgkapelle als Veitsburg bezeichnet. Die Veitskapelle war ein regional bedeutsamer Wallfahrtsort.


1553 Unter dem Landvogt Georg Ilsung wird der Palas im Renaissancestil neu erbaut.


1647 Wohl auf Veranlassung der Schweden wird die Burg niedergebrannt. Der Sitz der Landvogtei wird nach Altdorf/Weingarten verlegt.


1748 Die Stadt Ravensburg erhält die Burg als österreichisches Lehen.


1751/52 Auf der Ruine des Bergfrieds errichtet der Deutschordensbaumeister Johann Caspar Bagnato das so genannte „Schlössle“, in dem eine Gastwirtschaft betrieben wird.


1789 Als Gesellschafts- und Aussichtspunkt erlangt die Veitsburg immer mehr an Bedeutung, so dass ein großer Pavillon errichtet wird, der 1902 durch einen Neubau ersetzt wird (1968 abgebrochen).


1833 Die Veitskapelle wird abgebrochen.


1875 Die Stadt erwirbt den Burgberg mitsamt dem Schlössle, das 1884 renoviert wird und einen Aussichtsturm erhält. Die mittelalterlichen Ruinen werden abgebrochen; lediglich Teile der Wirtschaftsgebäude bleiben erhalten.


1932 Die Wirtschaftsgebäude werden zur Jugendherberge ausgebaut. 1980/82 wird die Jugendherberge durch einen Anbau vergrößert.


Seit 2008 Erneute Erweiterung und Neugestaltung des Kulturraums Veitsburg.

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Kurze Geschichte der Veitsburg

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