Projekt Verwaltungsneuordnung

Stadtverwaltung wird auf weniger Standorte konzentriert

Giebel Rathaus Ravensburg

Seit Sommer 2014 haben etliche Veränderungen bei den Standorten der Stadtverwaltung begonnen. Auslöser dafür war, dass der Mietvertrag über das Gebäude "Weingartner Hof" in der Kirchstraße Ende 2016 ausläuft und aus Kostengründen nicht verlängert wird. 


Beim Projekt Verwaltungsneuordnung geht es nicht nur um Kostenersparnis, sondern auch um mehr Bürgerservice und darum, städtebauliche Chancen zu nutzen.


Betroffen sind von den notwendigen Umzügen fast alle Häuser der Stadtverwaltung. Seit 2014 ist das Baudezernat im Technischen Rathaus im Deisenfang (Salamanderweg 22) untergebracht.

Aktueller Stand der Planungen

Lederhaus
Nach Abschluss der derzeit laufenden Sanierung des dringend renovierungsbedürftigen Lederhauses soll zum April 2017 die Tourist Info dort ins Erdgeschoss einziehen.
Das Amt für Schule, Jugend, Sport sowie das Stadtmarketing mit Wirtschaftsförderung werden ab Ende 2018 / Anfang 2019 in den oberen Stockwerken untergebracht. Die derzeit im Lederhaus sitzende Sozialverwaltung zieht im Juni 2017 in die Seestraße 7/9 um.


Weingartner Hof (Kirchstraße)

Dieses Gebäude ist angemietet, hier sind bisher Bürgeramt, Standesamt, Ordnungsamt, Kulturamt und die Tourist Info untergebracht. Der Mietvertrag endet am 30. Juni 2017, bis spätestens Ende Juni 2017 ziehen alle Ämter dort aus.


Rathaus (Marienplatz)

Im Rathaus als zentraler Anlaufstelle für die Bürger soll ab Mai 2017 das Bürgeramt mit dem Meldewesen und Standesamt, sowie die Freiwilligenagentur untergebracht werden. Dazu wird derzeit das Erdgeschoss des Rathauses ensprechend umgebaut.


Das Rathaus Ravensburg wird umgebaut


Neues Rathaus, Seestraße 7 - 9
Das Gebäude, in dem das Amt für Schule, Jugend, Sport (ASJ) untergebracht war, gehört der Stadt. Um auf diesem Grundstück das Ordnungsamt, das Sozialamt und die Kulturverwaltung unterzubringen, wird hier ein weiteres Gebäude als Neubau errichtet  (Seestraße 9). Der große Baum konnte an dieser Stelle geschützt und erhalten werden. Der Umzug der Ämter ist für Juni 2017 vorgesehen.


Seestraße 3 und 5
Diese Wohngebäude wurden verkauft.

Seestraße 32 - 36
Dieses Areal mit der schönen denkmalgeschützen Villa Seestraße 32 wird verkauft und für Wohnzwecke entwickelt.


Georgstraße 25

Dieses Gebäude ist angemietet. Hier ist vorübergehend das Amt für Schule, Jugend, Sport untergebracht.


Technisches Rathaus
Standort der Bauverwaltung mit Tiefbauamt, Hochbau, Bauordnung und Stadtplanung ist im Salamanderweg 22 (Nordstadt / Deisenfang). Rund 90 Mitarbeiter arbeiten dort.


Technisches Rathaus Ravensburg


Nicht betroffen von den Umzugsplänen bei der Stadtverwaltung Ravensburg im Rahmen der Neuordnung der Verwaltung sind das Weststadtbüro, die Ortsverwaltungen, sowie die städtischen Betriebe wie etwa der Bauhof oder die Stadtwerke. Die Stadtkämmerei, die zurzeit in der Bauhütte am nördlichen Marienplatz untergebracht ist, wird unter Umständen in das jetzige Notariatsgebäude Rudolfstraße 22 umziehen. Wann dies erfolgen kann, ist noch unklar. 


Aktuelle Kostenentwicklung (Informationsstand August 2016)


Der Teilumbau des Rathauses im Erdgeschoss kostet voraussichtlich 1.825.000 Euro. Dies entspricht der ersten Kostenschätzung aus April 2015.
Für die Komplettsanierung des Lederhauses werden heute 2.500.000 Euro angesetzt. Die Mehrkosten zur ersten Schätzung (2.050.000 €,  April 2015) in Höhe von voraussichtlich 450.000 Euro entstehen durch die baustatische Notwendigkeit eines neuen Bodenaufbaus und wegen Mehraufwendungen für eine besucherfreundliche Innenausstattung der Tourist Information.
Im Neubau Seestraße 7-9 müssen mehr Büros geschaffen werden als zunächst erwartet und geplant wurden. Dies hängt mit erhöhtem Personalbedarf wegen der Flüchtlingssituation zusammen, der sich erst während der Planungen ergab. Die Mehrkosten betragen rund 550.000 Euro.

Mehreinnahmen: Erfreulicherweise kann die Stadt höhere Einnahmen aus dem Verkauf der Gebäude Seestraße 3, 5 und 32-36 erwarten. 4.200.000 Euro soll der Verkaufserlös betragen, 200.000 Euro mehr als im April 2015 geschätzt. Steigen werden auch die Zuschüsse aus Sanierungsmittel. Zunächst ging man vorsichtig von rund 850.000 Euro an Zuschussmittel aus, Stand heute kann die Stadt wohl mit 1.500.000 Euro rechnen.

Wenn man Ausgaben und Einnahmen saldiert, rechnet die Stadt mit rund 150.000 Euro an Mehrkosten im Vergleich zur ersten Planung im April 2015.

Das entspricht rund zwei Prozent der Baukosten und bewegt sich damit im unteren Bereich des üblichen Rahmens für Projekte dieser Größenordnung.

Rathaus Seestraße 9: So soll das künftige Neue Rathaus an der Seestraße aussehen.
Rathaus Seestraße 9: So soll das künftige Neue Rathaus an der Seestraße aussehen.

Suche

Mehr Informationen