Türme und tore IN RAVENSBURG

Erfahren Sie mehr über unsere Türme und Tore

Schon von weitem locken die vielen Türme der alten Handelsstadt. Mehr als ein Dutzend haben Ravensburg als Stadt der Türme und Tore bekannt gemacht. Die meisten wurden im 14. und 15. Jahrhundert errichtet. Vielfältig sind sie in Gestalt und Form: kantig, halbrund oder rund - je  nachdem, was der Stadtverteidigung am dienlichsten war.

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1. Mehlsack

Mehlsack

Hoch über der Stadt erhebt sich in strahlendem Weiß das Wahrzeichen Ravensburgs, der um 1425 erbaute Mehlsack. Seinen Namen verdankt er seiner runden Form und dem hellen Verputz. Der Name "Mehlsack" ist seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar, seine ursprüngliche Bezeichnung war "Weißer Turm bei St. Michael". Die Plattform des Turmes diente den Bürgern zur Kontrolle des Veitsburg-Geländes, das sich bis ins 17. Jahrhundert in der Hand der Landvögte, der politischen Gegner der freien Reichsstadt, befand. Die Sanierung des Turmes wurde 1995 durch Spenden von Ravensburger Bürgerinnen und Bürgern finanziert.

 
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2. Obertor

Obertor

Das vermutlich älteste Stadttor wurde 1431/32 erneuert. Auf der Ostseite befand sich bis ins 19. Jahrhundert eine Brücke und jenseits des Stadtgrabens ein Vortor. Das Mauerwerk auf der Stadtseite ist sehr dünnwandig. Die Westseite war ursprünglich bemalt. Das "Armsünderglöcklein" im Giebel des 42 Meter hohen Tores läutete früher bei Hinrichtungen.

 
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3. Schellenberger Turm

Schellenberger Turm

Der ursprüngliche Name "Schel(m)enberger Turm" verweist auf ein gegenüberliegendes Grundstück (Schelmenacker/Kogenland) außerhalb der Stadtmauer, auf dem der Scharfrichter verendetes Vieh verscharrte. Die ursprünglich mit Holz verschalte Innenseite sollte dem Feind keine Gelegenheit geben, sich dort zu verschanzen. Fachwerkaufbau und Dach des wohl noch aus dem 13. Jh. stammenden Turms stürzten 1773 ein und wurden nicht wieder aufgebaut. Im Volksmund heißt der Schellenberger Turm auch "Katzenlieselesturm" - nach einer Frau, die mit ihren Katzen Mitte des 19. Jahrhunderts bei der Ruine hauste.

 
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4. Museumsviertel

Museumsviertel

Vier Museen machen die Ravensburger Oberstadt zum Anziehungspunkt für kulturell Interessierte. Das Museum Humpis-Quartier, das Kunstmuseum, das Museum Ravensburger und das Wirtschaftsmuseum bieten in einem breiten Themenspektrum spannende und inspirierende Ausstellungen.

 
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5. Liebfrauenkirche

Liebfrauenkirche

Die 1274 bzw. 1278 erstmals erwähnte "neue Marienkapelle" unterstand als Pfarrkiche dem Kloster Weingarten. 1470 wurde die dreischiffige Basilika um ein zusätzliches  Seitenschiff erweitert. Am Westportal befindet sich ein Sandsteintympanon mit der Darstellung des Marienlebens. Die wertvollen Chorfenster stammen aus dem Jahr 1415. Die Ravensburger Schutzmantelmadonna stammt aus der Liebfrauenkirche.

 
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6. Blaserturm und Waaghaus

Blaserturm

Hier stand vom 13. Jh. bis 1496/97 das Heilig-Geist-Spital. Nach dessen Verlegung in die Bachstraße wurde an dieser Stelle ein neues städtisches Kaufhaus errichtet. Im Erdgeschoss  befanden sich die Stadtwaage (daher der heutige Name), die städtische Münze sowie einzelne Läden. Der gesamte erste Stock wurde von einer Kaufhalle für den Tuchhandel eingenommen. Im Dachgeschoss waren Lagerräume. Außerdem diente die Kaufhalle bis 1802 als "Schwörsaal", in dem jährlich die neugewählten Amtsträger ihren Diensteid ablegten und umgekehrt die Bürgschaft der städtischen Obrigkeit Gehorsam schwor. Im Zuge einer umfassenden Sanierung des Gebäudes ist in den Jahren 1985 - 1989 dieser Saal wiederhergestellt worden. Er steht jetzt der gesamten Bürgerschaft für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung. Unmittelbar an das Waaghaus angebaut ist der Blaserturm, dessen merkwürdige Stellung durch die ursprünglich hier verlaufende Stadtmauer bedingt sein dürfte. Bis zur Stadterweiterung des 14. Jahrhunderts, bei der die alte, vom Kornhaus zum Frauentor verlaufende Stadtmauer abgebrochen wurde, war der Turm ein Teil der Stadtbefestigung. Aufgrund der Stadterweiterung rückte er in die Mitte der Stadt und war bis 1911 der zentrale städtische Wachtturm. 1552 stürzte er ein, 1553 - 1556 wurde er im Renaissance-Stil wieder aufgebaut. Wie die meisten Türme war er früher bemalt. Über dem alten Eingangsportal auf der Westseite befindet   sich ein schönes reichsstädtisches Doppelwappen sowie eine Tafel mit einem Gedicht über den Einsturz des Turmes. Der Blaserturm ist 51 Meter hoch.

 
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7. Rathaus

Rathaus

Nach der Stadterweiterung und dem Abbruch der staufischen Stadtmauer wurde das Rathaus von der Oberstadt hierher verlegt und anstelle älterer Bürgerhäuser 1386 erbaut. Auf der Ostseite befindet sich eine  sehr frühe Darstellung des Stadt- und Reichswappens aus Sandstein (14. Jh.). Im Erdgeschoss befand sich bis 1875 eine gewölbte Halle mit Ladenlokalen und seit dem 17. Jh. einem Bierschanklokal der Spitalbrauerei. An der Nordseite wurden vom Gerichtskerker aus Todesurteile verkündet. Im ersten Stock bestechen zwei schöne spätgotische Ratssäle mit gewölbten Balkensegmentdecken und historisch interessanter Ausstattung (Glasscheiben, Zunfttafeln, Fresken, Stadtplan von1625). Im kleinen Saal fallen zwei sandsteinerne Fensterpfeiler mit plastischem Schmuck aus dem 14. Jh. auf . Das Amtszimmer des Oberbürgermeisters im ersten Obergeschoss ist spätgotisch. Im angebauten Salzhaus finden sich Rechtssprüche von 1581.

 
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8. Kornhaus

Kornhaus

Im städtischen Kornhaus, der „Schranne“, wurde bis ins 20. Jh. Getreide aus ganz Oberschwaben gehandelt. In dem 1451/1452 erbauten Gebäude befindet sich heute die Stadtbücherei.

 
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9. Evangelische Stadtkirche

Evangelische Stadtkirche

Als Klosterkirche der Karmeliter 1349 geweiht und im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts mehrfach erweitert. Das Langhaus diente seit der Reformation (1549 bis  1806) als evangelische Kirche. Mit ihrer flachen Holzbalkendecke und den einfachen, monumentalen Formen weist die Kirche eine typische Bettelordenarchitektur auf. Zu beiden Seiten des Chorbogens haben sich Fresken aus dem 14. und 15. Jahrhundert erhalten. Auf der Nordseite des Chors erreicht man über eine kleine Treppe die Kapelle der "Großen Ravensburger Handelsgesellschaft" von 1452. An den Wänden befinden sich zahlreiche Grabsteine Ravensburger Patrizier und Kaufleute.

 
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10. Grüner Turm

Grüner Turm

Der Grüne Turm wurde im frühen 15. Jh. erbaut. Seine ursprüngliche Gestalt hat sich unverändert erhalten. Sein Name geht auf die grün glasierten Dachziegel zurück, die zum größten Teil noch aus der Erbauungszeit stammen. Drei als Judenköpfe ausgeformte Gratziegel, die nicht mehr in auf dem Dach erhalten sind, dienten als Abwehrzeichen gegen das am Turm beginnende mittelalterliche Judenviertel (Grüner-Turm-Straße / ehemals Judengasse). Der Turm wurde von 15. Jh. bis 1943 als Gefängnis genutzt.

 
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11. Frauentor

Frauentor

Das in Richtung Ulm führende Stadttor wurde 1318 erstmals "Niederes Tor" genannt und später in Anlehnung an die benachbarte Liebfrauenkirche als "Frauentor" bezeichnet. 1747-1751 wurde es zum Kriminalgefängnis ausgebaut. Von 1837 bis 1892 wurde es als Oberamtsgefängnis weitergeführt. Der Innenausbau wurde durch einen Brand im Jahr 1982 vollständig zerstört. Das Frauentor ist 35,5 Meter hoch.

 
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12. Lederhaus und Seelhaus

Lederhaus und Seelhaus

Das stattliche Marktgebäude wurde um 1400 als zentrales Verkaufslokal der Schuhmacher, Sattler und Gerber errichtet. Die Renaissancebemalung stammt aus dem Jahr 1574.

 
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13. Spital

Spital

Das von den Stiftungen Ravensburger Bürger getragene Haus erfüllte die Aufgaben eines Waisen- und Armenhauses sowie eines Altersheims. Seit dem Ende des 19. Jhs. übernahm das Spital die Funktion eines städtischen Krankenhauses. Sehenswert sind die große Halle mit gotischen Stützen sowie die 1498 geweihte Kapelle mit einem Wandbild des Jüngsten Gerichts um 1500.

 
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14. Spitalturm

Spitalturm

Dieser Turm schützte die Südwestecke der Unterstadt, die sich erst im 14. Jh. bis hierher ausdehnte. Der im Volksmund gebräuchliche Name "Sauturm" bezieht sich auf die Schweineställe des Spitals, die sich in der Nähe befanden. Der Spitalturm ist 44 Meter hoch.

 
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15. Untertor

Untertor

Als Teil der Stadtbefestigung wurde das 36 Meter hohe Untertor 1363 erbaut und bis ins 19. Jahrhundert durch Stadtgraben, Brücke und Vortor zusätzlich gesichert. Wie das Frauentor hat es eine Pechnase, die der Feindabwehr diente. Auf der Südseite ist noch das Törlein zu sehen, das auf den hölzernen Wehrgang führte, der auf der Innenseite der Stadtmauer rings um die Stadt ging. Wie bei den anderen Stadttoren befand sich auch hier in reichsstädtischer Zeit eine Zollstation, wo für die ein- und ausgeführten Waren ein Durchgangszoll entrichtet werden musste.

 
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16. St. Jodok

St. Jodok

1385 wurde die Kirche von der Stadt Ravensburg und dem Kloster Weißenau als Pfarrkirche gestiftet. Ihren ursprünglichen Charakter hat sich die unverputzte, dreischiffige Basilika bis heute bewahrt.

 
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17. Gemalter Turm

Gemalter Turm

Benannt ist der aus dem 15. Jh. stammende Turm nach der früheren Bemalung (Rautenmuster und Wappenschilde). 1985 wurde diese Bemalung restauriert.

 
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