Krebsberatungsstelle Oberschwaben erfolgreich

18.04.2017 | Fast 400 Ratsuchende im ersten Jahr der Krebsberatungsstelle

 

Dr. Gerhard Fischer (OSK), Dr. Susanne Bachthaler (SINOVA-Klinik), Claudia Keller (OSK) und Dr. Christoph Nonnenbroich (Onkologie Ravensburg) organisieren gemeinsam die Arbeit der Krebsberatungsstelle.
Dr. Gerhard Fischer (OSK), Dr. Susanne Bachthaler (SINOVA-Klinik), Claudia Keller (OSK) und Dr. Christoph Nonnenbroich (Onkologie Ravensburg) organisieren gemeinsam die Arbeit der Krebsberatungsstelle.

Insgesamt 380 Ratsuchende haben die Krebsberatungsstelle Oberschwaben in Ravensburg im ersten Jahr ihres Bestehens aufgesucht. 530 einzelne Beratungen haben stattgefunden. „Damit hat sich sehr schnell bestätigt, dass in der Region Bedarf an einer solchen Beratungsstelle und sie eine wichtige Anlaufstelle für Krebspatienten und auch deren Angehörige ist“, sagt Dr. Gerhard Fischer, Leiter des Onkologischen Zentrums am Krankenhaus St. Elisabeth und Vorsitzender des Fördervereins für die Krebsberatungsstelle.
 
191 Besucher haben im vergangenen Jahr die Sozialberatung in Anspruch genommen und 189 Menschen haben sich in psychoonkologischen Fragen beraten lassen. „Als wichtig und richtig hat sich die breite Basis herausgestellt, auf der die Krebsberatungsstelle Oberschwaben steht“, betont Dr. Fischer. Die Stelle ist eine gemeinsame Initiative der Oberschwabenklinik, der niedergelassenen Gemeinschaftspraxis Onkologie Ravensburg sowie der Sinovaklinik des Zentrums für Psychiatrie (ZfP).
 
In ganz Baden-Württemberg gibt es derzeit 13 Krebsberatungsstellen. Die Gründung einer solchen Einrichtung auch in Ravensburg war vor einem Jahr dringend notwendig, um im Süden des Bundeslandes eine Lücke abzudecken. Die nächsten Beratungsstellen befinden sich in Ulm und in Sigmaringen. Das Land hat die Krebsberatungsstelle Ravensburg im vergangenen Jahr mit 140 000 Euro unterstützt. Auch für 2017 sind Mittel im Landeshaushalt eingestellt. Hinzu kommen in Ravensburg Mittel des Fördervereins, um einzelne Angebote aus dem Programm zu finanzieren.
 
Ab 2018 sollen die Krankenkassen für die Finanzierung zuständig. Eine Entscheidung, die in Ravensburg mit großer Erleichterung aufgenommen wurde: „Damit sind die Krebsberatungsstellen auch langfristig gesichert“, freut sich Dr. Fischer.

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