Neues Förderprogramm für „Kleine Wasserkraft“

25.08.2017 | Auch Anlagen im Landkreis Ravensburg können profitieren.

 

Ab sofort können Betreiber kleiner Wasserkraftanlagen beim Land Fördermittel für die Modernisierung bestehender Anlagen beantragen. Daneben werden auch Zuschüsse gewährt, um bestehende, aber nicht im Betrieb befindliche Anlagen wieder instand zu setzen. Das regelt ein neues Förderprogramm, welches das Land Baden-Württemberg Anfang August 2017 für den Ausbau und die Modernisierung der Wasserkraft aufgesetzt hat.


Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses zur Deckungslücke bis maximal 200.000 Euro, schreibt das Landratsamt Ravensburg. Die Förderquote richtet sich dabei nach der Größe des Unternehmens. Über die Details berichtet das Bau- und Umweltamt des Landkreises im Herbst 2017 im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu Wasserkraftanlagen. Den genauen Termin teilt das Landratsamt im September mit. Nähere Informationen das Förderprogramm gibt es auf der Homepage des Landkreises, www.landkreis-ravensburg.de, Suchbegriff „Wasserkraft“.


Mit dem neuen Programm sollen klimafreundliche Kleinwasserkraftanlagen unterstützt werden, sofern sie die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen. Förderberechtigt sind Wasserkraftanlagen mit einer Leistung zwischen 100 und 1.000 Kilowatt – und damit rund ein Viertel der nahezu 100 Anlagen im Landkreis Ravensburg. Diese zählen – entsprechend der Gewässergrößen im Kreis – fast alle zu den so genannten kleinen Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von einem bis zu 1.000 Kilowatt (Anlagen ab 1.000 Kilowatt zählen zur „großen Wasserkraft“). Insgesamt speisen die kleinen Wasserkraftanlagen im Kreis jährlich etwa 70 Millionen Kilowattstunden Strom in das Netz ein und können etwa 17.500 Haushalte mit Strom versorgen.


Wird Wasserkraft genutzt, so bedeutet das aber immer auch einen Eingriff in das jeweilige Gewässer. In welchem Umfang die Wasserkraft genutzt werden kann, orientiert sich nach den geltenden Gesetzen an dem, was ökologisch vertretbar ist – im Gegensatz zu früher, als mit den seinerzeit erbauten Anlagen oft das Maximale des technisch Machbaren umgesetzt wurde. Heute gilt es vor allem, Naturschutz, Fischerei und Wasserkraftnutzung so in Einklang zu bringen, dass mit ökologischen Wasserkraftanlagen der gute Zustand der Gewässer erhalten und zugleich der Schutz der Fische gesichert wird.

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