In ihrem neuen Roman erzählt Katrin Seglitz von einer jungen Frau, die auf der Suche ist nach ihrem Platz in der Gesellschaft. "Ich habe zwei Mütter: meine Mutter und die Liberté." Ein Autounfall wird für Judith Laub zum Auslöser für die Frage, ob sie ihr Leben fest genug hält. In Rückblenden sucht sie nach Antworten. Dabei bezieht sie sich immer wieder auf die Liberté, die sie mit achtzehn Jahren in Paris gekauft hat, ein billiger Druck, der sie seitdem begleitet. Wann hat sie sich frei gefühlt und wann beengt? Die Liberté wird zum Gradmesser ihrer Erlebnisse, zum Thermometer, mit dem sie die Temperatur von Begegnungen misst, von Leidenschaft und Lebendigkeit.
Katrin Seglitz lebt in Ravensburg. Sie hat Literatur, Philosophie und Kunstgeschichte studiert. Neben vier Romanen, wurde Sie bereits in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Sie hat ein Buch über die Gruppe 47 herausgegeben und Gespräche mit Geflüchteten geführt. 2021 wurde ihre Erzählung "Nuit Blanche" im Rahmen eines Wettbewerbs ausgezeichnet zu dem Hölderlinzitat Wächst das Rettende auch? Sie ist Mitglied im PEN Deutschland.