Aktuelles aus dem STadtarchiv RAvensburg

Aus der Arbeit des Stadtarchivs Ravensburg

Bild: historischer Zeitungsausschnitt. Foto: Stadt Ravensburg

Wiederholung des Filmabends "Wolfgang's Menagerie" am 14. Januar 2023

06.12.2022 Aufgrund des großen Interesses wiederholt das Stadtarchiv seinen Filmabend "Wolfgang's Menagerie" am 14. Januar 2023 um 17 Uhr im Kino Die Burg, Marienplatz 4/1, 88212 Ravensburg. Stadtarchivarin Dr. Silke Schöttle führt durch den Abend und erläutert den Kontext der Filme. Musikalisch untermalt wird die Filmvorführung von Jürgen Jakob am Piano. Der Eintritt ist frei. Anmeldung bis 10. Januar 2023 unter stadtarchiv@ravensburg.de. 

Ravensburger Familienfilme der 1930er Jahre. Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Ravensburger Familienfilme der 1930er Jahre. Foto: Stadtarchiv Ravensburg

Filmabend des Stadtarchivs am 11. November 2022 - ausgebucht!

24.10.2022 Das Stadtarchiv lädt erstmals zu einem spannenden Filmabend mit einzigartigen und noch nie gesehenen Kurzfilmen der frühen 1930er Jahre in die Werkhalle, Holbeinstraße 30/1 (Mühlenviertel) ein. Die Filme der Familie Liebendörfer gewähren interessante Einblicke in das Stadtbild, den Alltag und die Freizeitgestaltung der Zeit. Straßen, Geschäfte und Passanten sind ebenso zu sehen wie ein Ausflug an den Bodensee, eine Eisenbahnfahrt nach Ulm und ein Skitag auf dem Bödele. In bewegten Bildern festgehalten wurden unter anderem der Ravensburger Jahrmarkt, die Landung des Luftschiffs "Graf Zeppelin" in Friedrichshafen und vergnügliche Eislaufaktivitäten auf dem Veitsburgplateau. Stadtarchivarin Dr. Silke Schöttle führt durch den Abend und erläutert den Kontext der Filme. Musikalisch untermalt wird die Filmvorführung von Jürgen Jakob am Piano. Die Filme wurden mit Unterstützung der Landesfilmstelle Baden-Württemberg digitalisiert und sind nun reif für eine Premiere. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Es gibt eine Warteliste und bei großem Interesse eine Wiederholung. Anmeldungen dazu unter stadtarchiv@ravensburg.de. 11. November 2022, Einlass: 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr. Werkhalle: Holbeinstraße 30/1, 88212 Ravensburg.

Ravensburger Familienfilme der 1930er Jahre. Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Ravensburger Familienfilme der 1930er Jahre. Foto: Stadtarchiv Ravensburg

Die ältesten Dokumente der Stadt erhalten ein neues Gewand

14.06.2022 Über fünftausend Urkunden werden im Stadtarchiv derzeit in säurefreie Umschläge und Boxen verpackt. Pergament und Wachssiegel können somit vor chemischen Prozessen, Staub, Druck und Licht geschützt werden, so dass eine bestmögliche Aufbewahrung dieses wertvollen Bestandes gewährleistet ist. Die älteste Urkunde im Stadtarchiv stammt aus dem Jahr 1270 und regelt die Weiderechte zwischen der Stadt Ravensburg und dem Kloster Weißenau. 

Der Urkundenbestand des Stadtarchivs wird neu verpackt. Foto: Stadt Ravensburg / Felix Kästle
Der Urkundenbestand des Stadtarchivs wird neu verpackt. Foto: Stadt Ravensburg / Felix Kästle

Dokumentenfund in der Bauhütte

13.06.2022 Bei den Sanierungsarbeiten der Bauhütte wurden Teile der Mitgliederkartei der NSDAP Ortsgruppe Ravensburg-Mitte gefunden. Die Karteikarten steckten samt zugehörigem Stempel in einer Dachgaube. Laut Adressbuch der Stadt Ravensburg waren 1937 in der Bauhütte die Ortsgruppen Ravensburg-Kuppelnau und Ravensburg-Mitte sowie der HJ-Bann 124 Oberschwaben untergebracht. Die Karteireste wurden zur dauerhaften Aufbewahrung dem Stadtarchiv übergeben. 

Dokumentenfund in der Bauhütte. Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Dokumentenfund in der Bauhütte. Foto: Stadtarchiv Ravensburg

Das Stadtarchiv beteiligt sich am bundesweiten Tag der Archive 2022

15.02.2022 Wer ist eigentlich der berühmte Ravensburger Klaus Schmid? Wie sieht eine verlassene Bücherwurmhöhle aus? Was drohte bei Nichteinhaltung der Ravensburger Pestverordnung im Jahr 1541? Und was bitte verbirgt sich hinter dem "verbrochenen Bild" an der Straße nach Albertshofen? Diese und andere spannende Fragen aus der Geschichte der Stadt Ravensburg beantwortet Stadtarchivarin Dr. Silke Schöttle am bundesweiten Tag der Archive 2022. Das diesjährige Motto lautet: "Fakten, Geschichten, Kurioses". Dazu lädt das Stadtarchiv am Sonntag, 6. März um 13 und 15 Uhr zu einer Präsentation historischer Quellen aus acht Jahrhunderten Stadtgeschichte und zu einem Blick hinter die Kulissen ein. Eine Teilnahme ist nur mit verbindlicher Voranmeldung bis 4. März 2022 unter stadtarchiv@ravensburg.de möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Es gilt 2G und FFP2-Maskenpflicht.

Tag der Archive 2022 im Stadtarchiv Ravensburg. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle
Tag der Archive 2022 im Stadtarchiv Ravensburg. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle

Stadtarchiv erhält erneut eine Förderung

27.01.2021 Das Stadtarchiv erhält im Jahr 2022 erneut eine Förderung des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR / WissensWandel in Höhe von rund 62.000 Euro für die Retrokonversion seiner Findmittel. Ins Digitale übertragen werden 2022 die Erschließungsdaten für das Archiv der bayerischen Zeit (1802-1810), der württembergischen Zeit (1810-1871) und der Hauptregistratur (bis 1970). Zum Förderumfang gehört auch die Beschaffung eines Mikrofilmscanners, mit dem die im Stadtarchiv vorhandenen Mikrofilme künftig komfortabel am Bildschirm betrachtet, gescannt und digital weiterverarbeitet werden können.

Das Stadtarchiv erhält auch 2022 eine Förderung für die Retrokonversion seiner Findmittel. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle
Das Stadtarchiv erhält auch 2022 eine Förderung für die Retrokonversion seiner Findmittel. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle

700 Jahre Badekultur in Ravensburg

24.11.2021 Beate Falk hat sich der Geschichte der Badekultur in Ravensburg und Umgegend gewidmet. Dazu hat sie zahlreiche schriftliche Quellen ab dem 14. Jahrhundert ausgewertet und die Badstuben der Reichsstadt Ravensburg erstmals systematisch untersucht. Bis zur Einrichtung des städtischen Hallenbads in Ravensburg, waren private Wannenbadeanstalten und Fabrikbäder wichtige Einrichtungen. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts findet in den Schussenbädern und im Naturfreibad Flappachweiher der Freizeitaspekt des Bades seine Ausprägung. Über die zahlreichen Landbadstuben in der Umgegend reicht die Untersuchung auch bis zu den aktuellen Kur- und Heilbädern im Kreis Ravensburg. Das Buch hat 256 Seiten, ist reich bebildert und im Buchhandel erhältlich. 

Die Badstube: 700 Jahre Badekultur in Ravensburg und im Umland
Die Badstube: 700 Jahre Badekultur in Ravensburg und im Umland

Digitalisierungsprojekt

02.11.2021 Das Stadtarchiv hat seine Findbücher für die Bestände der reichsstädtischen Zeit (1270-1802) retrokonvertieren lassen. Für diese Maßnahme wurde eine Förderung des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Programm NEUSTART KULTUR / WissensWandel von rund 177.000 Euro gewährt. Die Findbücher wurden von Alfons Dreher in den Jahren 1927 bis 1935 in deutscher Kurrentschrift verfasst. Mit der Fördermaßnahme sind nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, Bürgerschaft, Forschung und Wissenschaft diese wichtigen Erschließungsdaten zeitgemäß zugänglich zu machen. Die Daten wurden in das Zielformat EAD-XML überführt, womit zeitnah nicht nur deren Online-Stellung, sondern auch die Beteiligung an überregionalen Archivportalen wie der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) möglich sein werden. 

Projekt WissensWandel

Neustart Kultur

Die Findbücher des Stadtarchivs wurden retrokonvertiert. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle
Die Findbücher des Stadtarchivs wurden retrokonvertiert. Foto: Stadt Ravensburg/Felix Kästle

Tagebücher des Kaufmanns Ulrich Christoph Gradmann jetzt im Stadtarchiv

12.10.2021 Die Originale der Tagebücher des Ravensburger Kaufmanns Ulrich Christoph Gradmann (1781-1859) befinden sich seit Neuestem im Stadtarchiv. Die beiden Halblederbände wurden im September 2021 Stadtarchivarin Dr. Silke Schöttle von den Erben übergeben. Dr. Peter Eitel hatte die Tagebücher bereits 1982 von der Familie Gradmann ausgeliehen und unter dem Titel "Ulrich Christoph Gradmann von Ravensburg, aus dem Leben eines oberschwäbischen Kaufmanns" ediert. Gradmann betrieb seit 1807 ein Geschäftshaus am Marienplatz und erwarb 1827 zusammen mit Christoph Ulrich Springer die Papiermühle "Unterer Hammer" am Flappach-Kanal. Seine Tagebücher aus der Zeit von 1796 bis 1845 geben Zeugnis vom Leben und der Arbeit eines Ravensburger Bürgers in der Zeit der Napoleonischen Kriege und des Vormärz.

Die Tagebücher des Ulrich Christoph Gradmann, Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Die Tagebücher des Ulrich Christoph Gradmann, Foto: Stadtarchiv Ravensburg

Skizzenbücher der Konditorei Herb

15.07.2021 Das Stadtarchiv ist seit Kurzem im Besitz einer besonderen Rarität. Die zwei großformatigen und farbig kolorierten Skizzenbücher mit Mustern zur Verzierung von Torten der ehemaligen Konditorei Herb sind ein echter Hingucker und ein Spiegelbild der Kaiserzeit. Hier finden sich nicht nur reich verzierte Tortenmuster für persönliche Anlässe wie Geburtstage, Hochzeiten und Beerdigungen. Vertreten sind auch ganz besondere Torten für die bürgerlichen Vereine der Stadt wie den Liederkranz, eine Torte zur Gründung des Bodenseegeschichtsvereins (1868), zum 90. Geburtstag des Kaisers (1887) oder eine Riesentorte zum oberschwäbischen Sängerfest (1890). Urheber der Tortenmusterbücher ist Louis Herb (1834-1916), der in der Zeit von 1868 bis 1904 seine Konditorei in der Eichelstraße 12 führte.

Tortenmuster für den Liederkranz, Foto: Stadtarchiv Ravensburg, J 05 Konditorei Herb
Tortenmuster für den Liederkranz, Foto: Stadtarchiv Ravensburg, J 05 Konditorei Herb

Ravensburg aus der Vogelperspektive

22.04.2021 Das Stadtarchiv konnte im April mehrere Luftbilder von einem Luftbild-Verlag erwerben. Die Fotos des Jahres 2003 zeigen vor allem Aufnahmen des Industrie-Areals westlich der Bahnlinie und lassen die Dimensionen im Vergleich zur Altstadt erkennen. Luftbilder sind für die Archive besonders wichtig, da bauliche Entwicklungen aus der Vogelperspektive ganz besonders gut nachvollzogen werden können. Hier klafft noch die Baulücke des ehemaligen Schlachthofareals, die 2007 mit der Errichtung des Einkaufszentrums in der Ulmer Straße gefüllt wurde. Die Eissporthalle befindet sich gerade im Bau. 

Stadtansicht von Westen, Foto: Stadtarchiv Ravensburg, S 01 Fotosammlung
Stadtansicht von Westen, Foto: Stadtarchiv Ravensburg, S 01 Fotosammlung

Zeitkapselfund im Konzerthaus

11.01.2021 In einem der Löwen in der Giebelbekrönung des Ravensburger Konzerthauses wurde bei den aktuellen Restaurierungsarbeiten eine Zeitkapsel gefunden. Sie enthielt einen 123 Jahre alten Wecken (!) und zwei Schriftstücke. Letztere geben Auskunft über die 1897 an der Vollendung des Baus beteiligten Handwerker, die Anbringung der den Giebel bekrönenden Löwen aus Zink am 10. August 1897 und die Mäzene des Konzerthauses, die Stadt Ravensburg und Kommerzienrat Julius Spohn. Als Wirte und Gastgeber, welche 1897 mit "guten Speisen zu billigsten Preisen" die Stuckateurarbeiter aus München beherbergten, verewigten sich auch die Pächter auf dem benachbarten Storchenbräu Fidel und Katharina Baumeister mit ihren Töchtern auf den Papieren. Die Originalschriftstücke werden zusammen mit einer Dokumentation der jetzigen Arbeiten in einer neuen Kapsel wieder am Konzerthaus angebracht. Das Stadtarchiv verwahrt eine Kopie der Schriftstücke und sichert somit die enthaltende Information. Kapsel und Wecken gehen in den Bestand des MHQ über.

Zeitkapsel im Konzerthaus, Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Zeitkapsel im Konzerthaus, Foto: Stadtarchiv Ravensburg

Dokumente aus Privatbesitz

15.11.2020 Immer wieder überlassen Privatleute dem Stadtarchiv wertvolle Dokumente aus Familienbesitz, Nachlässe oder Fotos. Diese Schenkungen ergänzen und bereichern die amtlichen Bestände des Stadtarchivs um vielerlei Aspekte. So konnte in den letzten Monaten ein Kontorbuch des Ravensburger Kaufmanns Anton Mehr aus der Mitte des 19. Jahrhunderts übernommen werden. Die Fotosammlung erhielt Zuwachs durch ein Album mit Fotos der Gebäude und der Belegschaft der ehemaligen Pinselfabrik Sterkel aus den Jahren 1930 bis 1950 sowie durch eine Negativsammlung des Ravensburger Malermeisters und Hobbyfotografen Alfred Bauer, entstanden um das Jahr 1956. Prof. Dr. Joachim Wild übergab dem Stadtarchiv im November den Nachlass des Ravensburger Oberstudienrats Dr. Manfred Erb (1932-2016). Dessen bedeutende Kunstsammlung, die 2018 für mehr als eine Million Euro für einen wohltätigen Zweck überwiegend an Privatleute versteigert wurde, bleibt anhand der an das Stadtarchiv übergebenen Unterlagen rekonstruierbar.

Nachlass für das Stadtarchiv: Fotos von der ehemaligen Pinselfabrik Sterkel aus den Jahren 1930 bis 1950. Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Nachlass für das Stadtarchiv: Fotos von der ehemaligen Pinselfabrik Sterkel aus den Jahren 1930 bis 1950. Foto: Stadtarchiv Ravensburg

Filme der Familie Liebendörfer wurden digitalisiert

15.10.2020 Das Stadtarchiv hat in Kooperation mit der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg am Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart seine analogen Filmbestände digitalisieren und dort als Depositum einlagern lassen. Es handelt sich dabei u. a. um mehrere 16mm-Filme der 1930er Jahre aus dem Nachlass der Familie Walter, Emma und Wolfgang Liebendörfer, einen Farbfilm des Jahres 1944 sowie um zwei Super8-Filme zum OB-Wahlkampf des Jahres 1987 von Wolfgang Braig und Peter Eitel. Die Landesfilmstelle beteiligt sich zu 50 Prozent an den Digitalisierungskosten. Das Stadtarchiv wird die Filmdigitalisate im digitalen Stadtarchiv DIMAG archivieren und damit für die Stadt Ravensburg verfügbar halten. Hauptaufgabe der Landesfilmsammlung ist die dauerhafte, sachgemäße und professionelle Archivierung und Zugänglichmachung des filmischen Kulturerbes in Baden-Württemberg. So werden von dem Ravensburger Filmmaterial in der Landesfilmsammlung auch die öffentlichen Landesrundfunkanstalten, das landeskundliche Informationsportal LEO-BW oder kommerzielle Filmproduktionen profitieren können. 

Historisches Filmmaterial wird digitalisiert. Foto: Stadtarchiv Ravensburg
Historisches Filmmaterial wird digitalisiert. Foto: Stadtarchiv Ravensburg

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