Aktuelles aus dem STadtarchiv RAvensburg

Aus der Arbeit des Stadtarchivs Ravensburg

Bild: historischer Zeitungsausschnitt. Foto: Stadt Ravensburg

22. April 2021

Das Stadtarchiv konnte im April mehrere Luftbilder von einem Luftbild-Verlag erwerben. Die Fotos der Jahre 2003 zeigen vor allem Aufnahmen des Industrie-Areals westlich der Bahnlinie und lassen die Dimensionen im Vergleich zur Altstadt erkennen. Luftbilder sind für die Archive besonders wichtig, da bauliche Entwicklungen aus der Vogelperspektive ganz besonders gut nachvollzogen werden können. Auf Foto von 2003 klafft beispielsweise noch die Baulücke des ehemaligen Schlachthofareals, die 2007 mit der Errichtung des Einkaufszentrums in der Ulmer Straße gefüllt wurde. Die Oberschwabenhalle ist gerade im Bau, und oberhalb des St.-Elisabethen-Klinikums erstreckt sich noch eine unverbaute grüne Wiese.

Stadtansicht von Westen, Foto: Stadtarchiv Ravensburg, S 01 Fotosammlung, (noch ohne Signatur)
Stadtansicht von Westen, Foto: Stadtarchiv Ravensburg, S 01 Fotosammlung, (noch ohne Signatur)

11. Januar 2021

In einem der Löwen in der Giebelbekrönung des Ravensburger Konzerthauses wurde bei den aktuellen Restaurierungsarbeiten eine Zeitkapsel gefunden. Sie enthielt einen 123 Jahre alten Wecken (!) und zwei Schriftstücke. Letztere geben Auskunft über die 1897 an der Vollendung des Baus beteiligten Handwerker, die Anbringung der den Giebel bekrönenden Löwen aus Zink am 10. August 1897 und die Mäzene des Konzerthauses, die Stadt Ravensburg und Kommerzienrat Julius Spohn. Als Wirte und Gastgeber, welche 1897 mit "guten Speisen zu billigsten Preisen" die Stuckateurarbeiter aus München beherbergten, verewigten sich auch die Pächter auf dem benachbarten Storchenbräu Fidel und Katharina Baumeister mit ihren Töchtern auf den Papieren. Die Originalschriftstücke werden zusammen mit einer Dokumentation der jetzigen Arbeiten in einer neuen Kapsel wieder am Konzerthaus angebracht. Das Stadtarchiv verwahrt eine Kopie der Schriftstücke und sichert somit die enthaltende Information. Kapsel und Wecken gehen in den Bestand des MHQ über.

Zeitkapsel im Konzerthaus, Foto: Stadt Ravensburg
Zeitkapsel im Konzerthaus, Foto: Stadt Ravensburg

1. Dezember 2020

Immer wieder überlassen Privatleute dem Stadtarchiv wertvolle Dokumente aus Familienbesitz, Nachlässe oder Fotos. Diese Schenkungen ergänzen und bereichern die amtlichen Bestände des Stadtarchivs um vielerlei Aspekte. So konnte in den letzten Monaten ein Kontorbuch des Ravensburger Kaufmanns Anton Mehr aus der Mitte des 19. Jahrhunderts übernommen werden. Die Fotosammlung erhielt Zuwachs durch ein Album mit Fotos der Gebäude und der Belegschaft der ehemaligen Pinselfabrik Sterkel aus den Jahren 1930 bis 1950 sowie durch eine Negativsammlung des Ravensburger Malermeisters und Hobbyfotografen Alfred Bauer, entstanden um das Jahr 1956. 


Prof. Dr. Joachim Wild übergab dem Stadtarchiv im November den Nachlass des Ravensburger Oberstudienrats Dr. Manfred Erb (1932-2016). Dessen bedeutende Kunstsammlung, die 2018 für mehr als eine Million Euro für einen wohltätigen Zweck überwiegend an Privatleute versteigert wurde, bleibt anhand der an das Stadtarchiv übergebenen Unterlagen rekonstruierbar.

Nachlass für das Stadtarchiv: Fotos von der ehemaligen Pinselfabrik Sterkel aus den Jahren 1930 bis 1950. Foto: Stadt Ravensburg
Nachlass für das Stadtarchiv: Fotos von der ehemaligen Pinselfabrik Sterkel aus den Jahren 1930 bis 1950. Foto: Stadt Ravensburg

15. Oktober 2020

Das Stadtarchiv wird in Kooperation mit der Landesfilmsammlung Baden-Württemberg am Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart seine analogen Filmbestände digitalisieren und dort als Depositum einlagern lassen. Es handelt sich dabei u. a. um mehrere 16mm-Filme der 1930-er Jahre aus dem Nachlass des Ravensburger Amateurfilmers Wolfgang Liebendörfer, einen Farbfilm des Jahres 1944 sowie um zwei Super8-Filme zum OB-Wahlkampf des Jahres 1987 von Wolfgang Braig und Peter Eitel. Die Maßnahme ist notwendig, da dem Stadtarchiv kein Vorführgerät mehr zur Verfügung steht und das empfindliche Filmmaterial im Stadtarchiv konservatorisch nicht optimal aufbewahrt werden kann. Die Landesfilmstelle beteiligt sich zu 50 Prozent an den Digitalisierungskosten. Das Stadtarchiv wird die Filmdigitalisate im digitalen Stadtarchiv DIMAG archivieren und damit für die Stadt Ravensburg verfügbar halten. 


Hauptaufgabe der Landesfilmsammlung ist die dauerhafte, sachgemäße und professionelle Archivierung und Zugänglichmachung des filmischen Kulturerbes in Baden-Württemberg. So werden von dem Ravensburger Filmmaterial in der Landesfilmsammlung auch die öffentlichen Landesrundfunkanstalten, das landeskundliche Informationsportal LEO-BW oder kommerzielle Filmproduktionen profitieren können. 

Historisches Filmmaterial wird digitalisiert. Foto: Stadt Ravensburg
Historisches Filmmaterial wird digitalisiert. Foto: Stadt Ravensburg

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Abteilung: Stadtarchiv Ravensburg
Telefon: 0751 82-201
Telefax: 0751 82-60201

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