Mural "St. Leo"

Mural St. Leo

Die ehemalige St. Leonhardskapelle im Ölschwang stammt aus dem 14. Jahrhundert, wurde vor 200 Jahren entweiht und diente zuletzt als Lagerraum. Ein reicher Ravensburger Patrizier hatte sie vor über 600 Jahren gestiftet. Pop-Up-Entwickler Bernhard Gögler, der sich in Ravensburg für Kunst und Kultur im öffentlichen Raum engagiert, hat die Kapelle in Eigenregie entrümpelt und hergerichtet. Das Ziel: dem ehemaligen Gotteshaus neues Leben einhauchen. Zum Konzept gehört auch ein imposantes Fassaden-Gemälde, das von dem Biberacher Streetart-Künstler Daniel „Daschu“ Schuster gesprayt und gemalt wurde. Er arbeitete gut eine Woche daran bis zur Enthüllung mit großem Eröffnungs-Event, wo Kreativschaffende unter dem Motto „Free Spirit“ eine Pop-Up-Kirmes (anderes Wort für „Kirchweih“) inszenierten.
Mit dabei: ein fahrbares Karussell, das als Kleinkunstbühne diente. Das Fassadenmotiv verweist auf den heiligen Leonhard, der – in Gestalt eines Kindes – auf einem Kinderkarussell in die Freiheit reitet. St. Leonhard wird von Katholiken als Schutzpatron der Gefangenen und der Bauern und Tiere angesehen. Bei Leonardi-Ritten beten Gläubige – besonders in Bayern – u.a. für die Belange der Bauern.

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