200 Jahre Eschach

Unser Fest

Highlights am Samstag: 

  • feierliche Eröffnung um 15 Uhr mit Sternmarsch unserer Musikvereine 
  • Auftritte Lumpenkapelle Blechbieger und Fanfarenzug Weißenau 
  • Livebands ab 17.30 Uhr: Black Sausage und Bärenbande (mit Harald Scheufler) 


Highlights am Sonntag: 

  • Freiluftgottesdienst mit musikalischer Untermalung um 10 Uhr 
  • Kinderumzug mit der Jugendkapelle Tonstark und den Weißenauer Schülertrommlern um 11.30 Uhr 
  • Bühnenprogramm mit den Dancing Girls der Tanzschule Caro Frick, Jenny´s Tanzgarde, Kinderchor Karamell und weiteren Akteuren 
  • Mitmachprogramm: Bogenschießen, Baseball, Kletterbaum, Hüpfburg, Spielstraße, Instrumentenvorstellung und Laserpistolenstand
  • und mehr

Festprogramm 200 Jahre Eschach (PDF)

Plakat 200 Jahre Eschach
 

Geschichten aus unserer Geschichte

200 Jahre Eschach: gestern – heute - morgen

Wappen Ortschaft Eschch

Bereits 200 Jahre ist es her, dass die Gemeinde Eschach durch die Zusammenlegung des ehemaligen weißenauischen Klosteramts Oberhofen (mit Weißenau), des ehemaligen Landvogteiamtes Eschach und einiger Parzellen entstanden ist. Unter dem Motto gestern – heute – morgen soll diesem Anlass Rechnung getragen werden. Um Einblick in 200 Jahre bewegte, gemeinsame Geschichte zu erhalten, werden in den nächsten Wochen und Monaten "Geschichten aus unserer Geschichte" veröffentlicht: ausgewählte historische Gegebenheiten rund um unsere Ortschaft. Aber auch heute hat "Unser Eschach" allerhand zu bieten, folglich dürfen auch Einblicke in das vielfältige Vereinsleben Vorort nicht fehlen.

Am 4. und 5. Juli des Jubiläumsjahres 2026 wollen wir mit der Feier 200 Jahre Eschach rund um das Rathaus Oberhofen nicht nur die Historie würdigen, sondern auch einen weiteren Schritt in unsere gemeinsame Zukunft gehen. Vereine aus allen Teilen der Ortschaft haben hierfür bereits ihr Mitwirken angekündigt. Wir dürfen uns folglich heute schon freuen, auf ein Wochenende mit abwechslungsreichem Rahmenprogramm, Gottesdienst, Livemusik und toller Verköstigung. Für die Jüngsten sind besonders am Sonntag (5. Juli) viele Highlights geplant. Vom Auftritt auf der Bühne bis hin zu zahlreichen Mitmachstationen für Groß und Klein steht ein spannender Nachmittag für die ganze Familie bevor. Zwei gemeinsame Jahrhunderte sind in jedem Fall ein freudiger Anlass um Eschach zu feiern!

Aquarell Abbildung Kloster Weißenau

Der Ortsname, erstmals 1090 eindeutig nachweisbar, leitet sich von der Äsche, einem heimischen Fisch, ab. Die meisten der Eschacher Ortsteile hängen historisch eng mit der Geschichte des ehemaligen Prämonstratenserklosters Weißenau zusammen. Dieses Kloster wurde 1145 von dem welfischen Ministerialen Gebizo von Ravensburg gestiftet und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem der reichsten Klöster Oberschwabens. Die benachbarte Reichsstadt Ravensburg beispielsweise entstand zum größten Teil auf weißenauischem Grund und Boden. Neben dem Männerkloster in Weißenau bestand bis Mitte des 13. Jahrhunderts noch ein Frauenkonvent in Mariatal.

1843 gibt Pfarrer Patriz Seibold sein letztes Hemd

Bereits seit der zwangsweisen Klosterauflösung im Jahr 1803 ging es der Pfarrei Weißenau wirtschaftlich schlecht. Während die Pfarreien in der Nachbarschaft durch frühere Stiftungen ein geregeltes Auskommen hatten, fehlte diese in Weißenau, da fast alle Einnahmen an die neuen Herren übergegangen waren. Eine Kirchensteuer, wie wir sie heute kennen, gab es noch nicht.


Schon im Jahr 1824 war die Orgel der Kirche in Mariatal unter Pfarrer Wilhelm Heim nach Bavendorf verkauft worden und auch ein Beichtstuhl wurde zu Geld gemacht. Nach und nach wechselten der Grundbesitzt der Pfarrei Stück für Stück die Eigentümer. 1839 kam es zum Verkauf eines Großteils des Klostergebäudes sowie der um das Kloster liegenden Gärten an Edard Erpf aus St. Gallen. Dieser errichtete auf dem erworbenen Land eine Appretur-, Bleiche- und Webfabrik.


Nur ein Grundstück konnte über die große Notzeit hinaus gerettet werden: Eine Wiese bei Oberzell blieb Eigentum der Pfarrei. Diese wurde erst im Jahr 2000 zur Ermöglichung des Baues der neuen B30 an die Stadt Ravensburg verkauft.

Trotz der Grundstücksverkäufe sah sich Pfarrer Patriz Seibold 1843 erneut mit einem finanziellen Engpass konfrontiert. Somit kam es zur wohl spektakulärsten Aktion zur wirtschaftlichen Sanierung der Kirchengemeinde: dem Verkauf von Messgewändern.

So belegt eine historische Urkunde:

Weissenau 30 April 1843

Der Stiftungsdesrat beschließt auf Grund früherer Einschätzung ein aus einem Levitenrock gemachtes rotsamtenes mit Goldstickerei verziertes Meßgewand an die Pfarrgemeinde Gornhofen um achzig Gulden abzugeben, welcher Erlös zum Stiftungsfond gelegt werden soll.

Zur Beglaubigung:

Stiftungsrat – Pfarrer Seibold – Bentele – Arnegger – Mayer - Brändle – Probst


Quelle: Weißenauer Blätter, 1. Ausgabe 2008 (Herbert Mayer)

Urkunde zum Verkauf der Messgewänder (Quelle Herbert Mayer in Weißenauer Blätter, 1. Ausgabe 2008)
Urkunde zum Verkauf der Messgewänder (Quelle Herbert Mayer in Weißenauer Blätter, 1. Ausgabe 2008)
Stoff-Bleiche auf dem Rasen südlich des ehemaligen Klostergebäudes mit Trockengestell für Stoffbahnen (Quelle Herbert Mayer in Weißenauer Blätter, 1. Ausgabe 2008)
Stoff-Bleiche auf dem Rasen südlich des ehemaligen Klostergebäudes mit Trockengestell für Stoffbahnen (Quelle Herbert Mayer in Weißenauer Blätter, 1. Ausgabe 2008)

1876 bezahlt Schultheiß Severin Brugger das Rathaus aus eigener Tasche

Die Ortschaft Eschach feiert 2026 ihr 200-jähriges Jubiläum. Im Amtsblatt erscheint bis zu den Feierlichkeiten im Juli eine Serie mit spannenden Kapiteln zur Ortsgeschichte. Ein Blick zurück führt dabei auch zu einem Gebäude, das bis heute das kommunale Leben prägt: dem Rathaus in Oberhofen.


Im Jahr 1876 tritt Severin Brugger als sechster Schultheiß sein Amt in Eschach an. Vor ihm hatten Franz Ehrle (bis 1837), Josef Hügle (bis 1839), Konrad Lupberger (bis 1857), Josef Geiger (bis 1864) und Johann Forstenhäusler (bis 1876) die Geschicke der jungen Gemeinde gelenkt.

Severin Brugger war zugutegekommen, dass es dem "Sternen Wirt" in Oberhofen überhaupt nicht zusagte, dass die Gemeinderatssitzungen seit ein paar Jahren im "Bräuhaus" in Obereschach abgehalten wurden. Der unzufriedene "Sternen Wirt" überließ dem neuen Schultheiß ein Grundstück neben seiner Wirtschaft. Noch im Jahr 1876 beginnt Brugger auf besagtem Grundstück mit dem Bau eines zweistöckigen Privathauses, dem heutigen Rathaus in Oberhofen.


Nach der Fertigstellung des Gebäudes im Jahr 1877 schließt der Schultheiß einen Mietvertrag mit der Gemeinde Eschach und überlässt, gegen eine jährliche Miete von 180 Mark, Räume im heutigen Rathaus. Ein Raum wird als Ratszimmer genutzt, ein weiterer als Registratur. Der Begriff Registratur war bis zur Büroreform der 1920er und 1930er Jahre eine übliche Bezeichnung. In der Registratur wurden Dokumente und Schriftstücke der Gemeindeverwaltung aufbewahrt und der Schriftverkehr organisiert.


Im Alter von 73 Jahren übergab Severin Brugger im Jahre 1895 sein Amt als Schultheiß an seinen Nachfolger. Die Gemeinde erwarb in diesem Zusammenhang das Rathausgebäude. Neues Oberhaupt der Gemeinde wurde der junge Fidel Berger (1866 - 1950) – bis heute erinnert die Fidel-Berger-Straße in Weißenau an den damaligen Bürgermeister. Schultheiß Berger ließ das Rathaus im Jahr 1904 in seiner ganzen Länge um 5 Meter erweitern und richtete im Obergeschoß seine Wohnung ein.


Bis 1936 wurde das Obergeschoss als Dienstwohnung genutzt, welche im Anschluss zu Kanzleiräumen umgebaut wurde. Ausführlicher berichtet Beate Falk in ihrem Buch "Eschach in alten Ansichten" über die spannende Geschichte des Gebäudes. Von damals bis heute wurde das Gebäude stetig den neuen Anforderungen angepasst.

Quelle: 170 Jahre Gemeinde / Ortschaft Eschach, Herbert Mayer (1996)

Rathaus Oberhofen / Quelle: Stadtarchiv Ravensburg, Sammlung Josef Zitrell, Mappe 15, BL 19
Rathaus Oberhofen / Quelle: Stadtarchiv Ravensburg, Sammlung Josef Zitrell, Mappe 15, BL 19

Der Niedergang des Weinbaus in Oberhofen zum Ende des 19. Jahrhunderts

Nach der ersten amtlichen Flurkarte von 1825 ist in Oberhofen nördlich der Ortslage ein nach Süden ausgerichtetes Weinbaugebiet in Hanglage mit etwa 7 ha Fläche und rund 90 Rebparzellen verzeichnet. Dieses erstreckte sich beidseits der Kemmerlanger Straße, auf der westlichen Seite mit der „Unteren Halde“ und auf der östlichen Seite mit der „Oberen Halde“.

Geobasisdaten © LGL / Flurkarte 1825 mit Weinbaugebiet in Oberhofen
Geobasisdaten © LGL / Flurkarte 1825 mit Weinbaugebiet in Oberhofen

Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, Geobasisdaten © LGL (www.lgl-bw.de) Auszug aus der Flurkarte von Baden-Württemberg von 1825 (1)

Noch im Jahre 1829 wurde Eschach als zweitgrößter Weinort im damaligen Oberamt aufgeführt (2).

In der Beschreibung der katholischen Pfarrstelle von Obereschach schreibt Pfarrer Wilhelm Hummel (1818 - 1884), der von 1859 bis 1884 Pfarrer in Obereschach war, im Jahre 1880 zum Weinbau:

„Der Feldertrag ist durchweg ein guter zu nennen. Wein wird in Oberhofen und Liebenau gepflanzt, der aber nur in guten Jahren genießbar ist und von den Wirthen meistens zum Auffrischen alter Weine gekauft, theilweise aber von den Besitzern im Hause ausgeschenkt wird“.

So schlecht kann der Wein aber nicht gewesen sein, denn der Wirt Appenzauser von der Wirtschaft „Zum Hecht“ (3) in Ravensburg (Wirtschaft von 1891 - 1911) hat von den Oberhofener Winzern nach der Lese gegen Ende des 19. Jahrhunderts jeweils zwischen 6.000 und 8.000 l weißen Traubenmost zum eigenen Ausbau abgenommen, wie der folgenden Chronik von Josef Arnegger aus Untereschach (1869 – 1959) zu entnehmen ist.

Er beschreibt die Traubenernte in Oberhofen, die er in seiner Kindheit noch miterlebt und noch gut im Gedächtnis habe und nicht nur vom Hörensagen geschrieben habe, wie folgt (4):

„In Oberhofen an der Straße nach Kemmerlang lag ein großes Rebgelände. In der Größe von 10 – 15 Ar hatten die Rebbesitzer ihre Rebstücke. Nicht nur von Oberhofen, sondern auch von Untereschach, Obereschach und Senglingen kamen die Rebbesitzer. Nicht minder mühselig wie in anderen Weingebieten war auch hier die Arbeit in den Rebstücken. Es mußte der Dung, Mist, hinaufgetragen werden. Das Hacken, Graben usw. war eine schwere Arbeit. Aber umso größer war die Freude bei der Ernte, da ging es hoch her. So wurde immer im Oktober, um die Zeit der Kirchweih gewimmelt. Das dauerte ein, höchstens zwei Tage. Das war ein Festtag für jung und alt. Die Frauen und Mädchen hatten zu dieser Arbeit eine neue Schürz an, während die Mannsleut neue Hosen trugen. Es hatte jeder eine Pistole bei sich und da wurde geschossen was die Rohre hielten. Es waren Stände aufgebaut, wo man Würste, Schweizerkäse, Zigarren kaufen konnte. Während die Frauen und Mädchen die Trauben abschneiden mussten, so mussten die Männer die Trauben in einer Butte in den Torkel tragen. Um beim Auf- und Abnehmen Stand zu haben, waren die Buttenträger mit einem Haselnuss-Stock versehen, der gleichzeitig noch die Aufgabe eines Hauptbuches zu erfüllen hatte, denn für jede Butte, die der Buttenträger in seine Stande (Bottich) leerte, wurde eine Kerbe in den Stock geschnitten, denn so wurde der Rohertrag eines Rebstücks gemessen und verzeichnet. Der Torkel, in dem die Trauben untergebracht wurden, war ein großer, niederer massiver Bau.

Im Torkel selbst waren zwei große hölzerne Torkelpressen und eine Torkelstube untergebracht. Nach dem Wimmeln wurden die in den Standen befindlichen Trauben festgestampft, um sie noch gären zu lassen Dann aber kam das Torkeln, Keltern. Torkelmeister war Josef Abt, Welzenbauer. Die Pressen kamen Tag und Nacht zu ihrem Recht. Bevor jedoch mit dieser Arbeit begonnen wurde, fanden sich sämtliche Rebbesitzer auf Einladung des Torkelmeisters in der Wirtschaft „Zur Linde“ in Oberhofen zusammen, um die Reihenfolge zu bestimmen und Streitigkeiten zu vermeiden. Zu diesem Zweck wurden die Würfel zu Hilfe genommen. Jeder mußte würfeln und die Zahl, die der Würfel des Einzelnen aufwies, bestimmte seine Zeit beim Torkeln. Die Traubenmaische mußte drei- bis viermal umgeschaufelt werden und dann noch mit Stiefeln, natürlich sauberen, getreten werden. Der letzte Abdruck hatte dann den bezeichnenden Namen „Stiefelwein“, welcher als Hausgetränkt seine Verwendung fand.

Der Torkelmeister war während der Torkelzeit immer im Torkel. Es war ihm noch ein Mann zur Verfügung gestellt mit Namen Vinzenz Rist, der zugleich Traubenhüter war. Im Torkelstübchen war es dann schon behaglich und gemütlich. Die Bauern brachten Holz und Rauchfleisch mit, Suser war ja genügend vorhanden. Bei diesem Wein handelte es sich um Weißwein. So hatte z.B. der Wirt Appenzauser, von der die Wirtschaft „Zum Hecht“ (3) in Ravensburg, jedes Jahr so ungefähr 6.000 bis 8.000 Liter Saft von Oberhofen bezogen. Es wurden dann 25 bis 30 Pfennig bezahlt. Der Hechtwirt verstand es, gut ihn zu behandeln. Er ließ ihn ein Jahr lagern und dann hat er ihn von der Hefe genommen und es ist ein milder Wein geworden.

Wie es bei allen Kulturpflanzen der Fall ist, so sind auch die Reben von tierischen und pilzlichen Schädlingen befallen worden. Geeignete chemische Bekämpfungs- und Schutzmaßnahmen waren zu jener Zeit noch nicht bekannt. Die Folge war, dass der Ertrag zurückging und die Rebstöcke keine Rendite mehr abwarfen. Deshalb wurden die Reben so um die Jahrhundertwende (1900) herausgerissen und durch Kern- und Steinobstbäume ersetzt. Am 19. März 1953 ist der alte Torkel, Kelter, in Oberhofen aus bisher noch ungeklärten Gründen einem Brand zum Opfer gefallen. Damit ist der letzte steinerne Zeuge des früheren Weinbaus in der Gemeinde Eschach dahingesunken. In diesem Torkel, der wieder aufgebaut wurde, sind jetzt Wohnungen eingebaut worden“.

Gebhard Spahr beschreibt in seinem Buch „Weissenau – Geschichte und Gegenwart“ den Weinbau in Weissenau. Danach haben auf dem Gebiet des Prämonstratenserklosters Weissenau in Oberhofen ehemals 3 Torkel gestanden (Seite 220). Die zuletzt bekannte „Obere Kelter“, befand sich zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Eigentum der Weibergbesitzer zu Oberhofen.

In seiner Gebäudebeschreibung zu Oberhofen führt Josef Arnegger zum Gebäude Nr. 83 – die „Obere Kelter“ aus, dass es sich um ein 1 Stock hohes Gebäude mit 3 Ar 44 m² handelt. Zum Brandversicherungsanschlag gibt es keine Angaben. Im Jahr 1855 waren die Weinbergbesitzer zu Oberhofen Eigentümer der „Oberen Kelter“. Im Jahr 1895 haben vier Weinbergbesitzer, allesamt Landwirte aus Oberhofen, die „Obere Kelter“ gekauft. Ab 1895 setzte ein reger Wechsel bei den Eigentümern des Torkels ein. Bis 1931 sind dabei nicht weniger als 7 Eigentümer genannt (Anmerkung: Nach der Flurkarte von 1825 stand der Torkel auf Flurstück Nr. 1267, im Gewann „Torkelgärten“).

Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden viele kleine Rebstücke aufgegeben, so dass die durchschnittliche Größe der Parzellen zum Ende des Weinbaus bei immer weniger Winzern anwuchs. Dabei kamen die Rebbesitzer nicht nur aus Oberhofen, sondern auch aus der direkten Umgebung. Hierzu führt der Chronist aus, dass vom Jahr 1688 bis 1887 zur Georgskapelle in Untereschach ein 1/8 Morgen (394 m²) großes Rebgrundstück in der „Unteren Halden“ gehörte. Da sich für dasselbe wegen schlechter Weingabe kein Pachtliebhaber mehr fand, wurde es am 31.10. 1887 an Florian Dietenberger in Untereschach um 350 Mark verkauft. Der Kaufpreis wurde zum Grundstock der Armenpflege geschlagen.

Zum Ende des Weinbaus in Ravensburg und Umgebung berichtet Herr Prof. Dr. Robert Silbereisen (†) von der Versuchsstation für Obstbau in Ravensburg-Bavendorf, Obstbauexperte der Universität Hohenheim im persönlichen Gespräch, dass der Niedergang des Weinbaus in und um Ravensburg zur Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert auf drei wesentliche Ursachen zurückzuführen sei. Einerseits habe der „Mehltau“ als bereits bekannte Rebkrankheit seinen Teil dazu beigetragen, entscheidender sei jedoch die aus Amerika eingeschleppte „Reblaus“ gewesen, gegen die es seinerzeit keinerlei Bekämpfungsmittel gegeben habe. Den Rest habe dem Weinbau der Frost gegeben, da um die Jahrhundertwende drei extrem harte Winter zu verzeichnen gewesen seien, die den Rebstöcken arg zusetzt hätten.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielt der verstärkte Obstbau in Eschach seinen Einzug. 

Pomologenlehrgang eines Pomologen-Vereins, zw. 1905 und 1910 – Glasplattenbild von Stephan Sorg (1875 – 1949) / Dorfgemeinschaft Oberhofen e.V. – Gemeinsame Erinnerungen - Bilder aus der Dorfgeschichte von 1900 - 1965, Band 2, Seite 14
Pomologenlehrgang eines Pomologen-Vereins, zw. 1905 und 1910 – Glasplattenbild von Stephan Sorg (1875 – 1949) / Dorfgemeinschaft Oberhofen e.V. – Gemeinsame Erinnerungen - Bilder aus der Dorfgeschichte von 1900 - 1965, Band 2, Seite 14

Quellennachweis:

1) Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, Geobasisdaten © LGL (www.lgl-bw.de) Erste amtliche Flurkarte von Baden-Württemberg aus dem Jahre 1825 – Blatt 8223-Ravensburg – Flurkarte von Oberhofen, Originalmaßstab 1:2.500, Genehmigung von 02.2026

2) 170 Jahre Gemeinde/Ortschaft Eschach, Veröffentlichung der Ortsverwaltung Eschach/Herbert Mayer im September 1996

3) Nach den Recherchen des Stadtarchives Ravensburg bestand die Wirtschaft „Zum Hecht“ von 1891 bis 1911 in ihrer ursprünglichen Form, am Platz 7 – heute Marienplatz 37 (Ecke Marienplatz/Bachstraße – Deutsche Bank) bevor sie 1911 den Namen „Zum goldenen Hecht“ führte, und in der Eisenbahnstraße 2 niedergelassen war.

4) Mit freundlicher Genehmigung der Enkelin des Verfassers, Monika Kettnaker geb. Arnegger, die die Texte Ihres Großvaters in Reinschrift übertragen hat.

Verfasser: Guido Köberle, Dorfgemeinschaft Oberhofen e. V.

1933 findet der Unterricht der Weißenauer Schüler im Wirtshaus statt

Schulhof beim "Torschulgebäude" auf dem Torplatz (1911) – Weißenauer Blätter 1. Ausgabe
Schulhof beim "Torschulgebäude" auf dem Torplatz (1911) – Weißenauer Blätter 1. Ausgabe

Im Jahre 1890 zog die Weißenauer Schule wegen der Errichtung eines Krankenhauses aus dem Konventgebäude aus. Im ehemaligen Waschhaus beim Torgebäude entstand ein neuer Schulsaal für 73 Kinder sowie eine Lehrerwohnung. Bereits 20 Jahre später musste wegen der steigenden Schülerzahlen erneut umgebaut werden – die Lehrerwohnung wurde ein zweiter Schulsaal für 66 Kinder und im Dachgeschoß entstanden zwei neue Lehrerwohnungen. Von nun an war die Schule zweiklassig. Elektrische Beleuchtung im Schulhaus gab es übrigens erst ab 1919.


Als die Schule 1933 dann dreiklassig wurde, war das ehemalige Waschhaus endgültig zu klein und die Gemeinde musste sich eine neue Lösung überlegen. Kurzerhand wurden Räumlichkeiten im benachbarten Gasthaus "Sternen" angemietet. Ab 1951 war die Schule bereits fünfklassig – nun wurden Räume im Forstamtgebäude genutzt.


Das heutige Schulgebäude der Grundschule Weißenau wurde im Jahr 1966 eingeweiht Es war nach heftigem Standortstreit auf dem Gelände des klösterlichen Bauernhofes errichtet worden. Seitdem wurde das Gebäude kontinuierlich modernisiert und erweitert. Mittlerweile nimmt allein der Hort vier Klassenräume im Nebengebäude ein.

Schulsäle für 66 bzw. 73 Kinder im "Torschulgebäude" (1911) – Weißenauer Blätter 1. Ausgabe
Schulsäle für 66 bzw. 73 Kinder im "Torschulgebäude" (1911) – Weißenauer Blätter 1. Ausgabe

Quellen:
Homepage der Grundschule Weißenau www.grundschule-weissenau.de
Weißenauer Blätter, 1. Ausgabe 2008 (Herber Mayer)

Das Armen- und Siechenhaus

Die Sammlung Josef Zittrell (1877 – 1949) des Stadtarchives Ravensburg (1) enthält einen Zeitungsartikel zur St. Georgskapelle in Untereschach, der auf das ursprüngliche Siechenhaus hinweist. Darin heißt es:

„Das Kirchlein, ursprünglich eine sog. Siechenkapelle, hat wohl im Laufe der Jahrhunderte manche Wandlung mitgemacht. Als vor dem 30jährigen Krieg das Dörflein Untereschach abbrannte, hat die Kapelle wohl auch dasselbe Schicksal ereilt. Es wurde in einfachem Stil wieder aufgebaut, 1616 von Weihbischof Merzel in Konstanz eingeweiht“.


Der Chronist Josef Arnegger (1869 - 1959) schreibt zum „Armenhaus“ (2), auch Siechen- und Leprosenhaus genannt, folgendes:

„Im 16. Jahrhundert wurde Erkrankten aus den Oberamtsbezirken Ravensburg und Tettnang zur Weissenauer-Landschaft gehörigen Bezirke Oberteuringen, Altdorf, Eisenbach und Senglingen von dem Besitzer des Gutes Krebsbach und dem Verband Oberhofen das Siechenhaus erbaut. Dieses stand ursprünglich bei der Georgskapelle in Untereschach, wo auch der Platz um die Kapelle als Friedhof diente. In welchem Jahr das Siechenhaus in Oberhofen erbaut wurde, ist nicht mehr feststellbar. Es wird das 16. Jahrhundert genannt. Sein Beschrieb lautet: Geb. Nr. 83, 2 a 16 qm, ein einstockiges Haus, 2 Abteilungen von Holz und geriegelt mit gedröhntem Keller und Ziegeldach mit Pumpbrunnen. Es stand zwischen Oberhofen und Untereschach über dem heutigen Anwesen von Lauber. Für die Armenpflege war in Oberhofen eine eigene Verwaltung eingeführt, die sogenannte Sondersiechenpflege. Ihre Entstehung kann nicht mehr nachgewiesen werden, doch gehen Urkunden bis zum Jahre 1590 zurück. Die Sondersiechenpflege stand unter der Verwaltung von zwei Geistlichen des Klosters Weissenau. Ihr Vermögen betrug im Jahre 1601 – 1040 fl (3). Im Jahre 1873, wo sie von der Gemeinde Eschach übernommen wurde, 6300 fl.


Da im Laufe der Zeit Aussatz und Pest aufhörten, bestand kein Interesse mehr für das Siechenhaus. So wurde es im Jahre 1828 von der Gemeinde Eschach um 625 Gulden erworben. Auf Verlangen des Oberamts wurde schon 1828 in diesem Haus der Ortsarrest eingerichtet. 1901 war die Zahl der Insassen ganz gering, das Haus aber wurde baufällig, weshalb es von der Gemeinde abgebrochen wurde. 1929 ging der Platz durch Kauf an Josef Lauber über. Der Quadratmeter kostete damals 2,85 M.


Als Ersatz für das abgebrochene Armenhaus kaufte die Gemeinde 1901 das Gebäude Nr. 64 in Oberhofen. Durch Beschluss des Gemeinderats wurde dieses Gebäude 1919 an Amtsdiener Franz Birk verkauft. Das Armenhaus war das erste unbewegliche Eigentum, das die Gemeinde für sich erworben hat. Als nächste Gebäude wurden die beiden Zehntscheuern in Obereschach und Gornhofen gekauft, die in Schulen umgebaut wurden.“ Soweit die Ausführungen des Chronisten.


In seiner Beschreibung der Anwesen und Häuser in Oberhofen hat der Josef Arnegger (1869 - 1959) folgendes ausgeführt:

„Schneidermeister Lauber hat den Platz 1929 von der Gemeinde gekauft, wo früher das Armenhaus gestanden ist. Da wohnten arme Familien, die nicht viel Miete bezahlen konnten. Vorher war dieses Haus ein Siechenhaus. Es hatte nämlich eine große Seuche (ansteckende Krankheit) in der Gemeinde gehaust und diese Kranken wurden alle in dieses Haus gebracht. Es sind sehr viele an dieser Krankheit gestorben. Sie wurden dann um die Kapelle in Untereschach begraben, wo für diese Toten ein eigener Gottesacker angelegt wurde“.


Der Chronist führt weiter aus, dass vom Jahr 1688 bis 1887 zur Georgskapelle in Untereschach ein 1/8 Morgen (394 m²) großes Rebgrundstück in der „Unteren Halden“ (in Oberhofen) gehörte. Da sich für dasselbe wegen schlechter Weingabe kein Pachtliebhaber mehr fand, wurde es am 31.10. 1887 an Florian Dietenberger in Untereschach um 350 Mark verkauft. Der Kaufpreis wurde zum Grundstock der Armenpflege geschlagen.


In den Unterlagen der Dorfgemeinschaft Oberhofen e.V. befindet sich eine Kopie des Stiftungsprotokolls „Armenhaus Oberhofen - Stiftungs-Protokoll-Buch vom 16. Septbr. 1838“.


Die oberamtsärztliche Visitation der Gemeinde Eschach (4) am 17.und 18. August 1898 ergab unter Punkt III zum örtlichen Armen- und Krankenhaus folgende Aussagen: „In dem 4 heizbare Zimmer und 14 Kammern enthaltenen Armenhaus sind derzeit blos 6 Personen untergebracht, darunter nur 2 Arme. Es ist ein completes Krankenbett vorhanden und kann jederzeit ein heizbares Zimmer benützt werden. Der Pumpbrunnen am Armenhause ist neu hergerichtet und liefert gutes Wasser. Die beiden im Armenhaus aufgenommenen Personen, von denen eine als schwachsinnig bezeichnet wird, verhalten sich ruhig. Das örtliche Gefängnis befindet sich im Armenhause. Es fehlt ein Leintuch und ist anzuschaffen“.


Nach der oberamtsärztlichen Visitation im Donau-Kreis, Oberamt Ravensburg, für die Gemeinde Eschach vom 23. September 1904 (2249 Einwohner und 266 Wohngebäude) wurden unter der laufenden Nummer III zum Armenhaus in Oberhofen keine Ausführungen mehr gemacht und mit einer „0“ vermerkt (4).


Somit durfte das Kapitel Siechen- und Armenhaus in Oberhofen zu diesem Zeitpunkt als abgeschlossen angesehen werden.

Das Siechenhaus in Karten

Die erste Darstellung des Siechenhauses findet sich in einer Karte des 17. Jahrhunderts, wobei das Siechenhaus dort als Gebäude dargestellt ist.

In der späteren „Charte von Schwaben“ (1808) ist an der Stelle, an der das Siechenhaus stand, der Schriftzug „Siechenhaus“ enthalten (5)

Charte von Schwaben 1808 / Rechts der Straße nach Tettnang und der Abzweigung nach Untereschach steht der Schriftzug „Siechenhaus“
Charte von Schwaben 1808 / Rechts der Straße nach Tettnang und der Abzweigung nach Untereschach steht der Schriftzug „Siechenhaus“

In der Urkarte von 1825 ist das Siechenhaus im Lageplan dargestellt (5). Es lag im Zwickel zwischen der Abzweigung Tettnanger Straße / Untereschacher Straße, nördlich des angrenzenden „Siechenbaches“, dessen Name wohl auf die Nutzung des Gebäudes zurückgehen dürfte (ursprünglicher Name „Krebsbach“).

Auszug Flurkarte von Oberhofen 1825, Oberamt Ravensburg / Originalmaßstab 1:2.500, Auszug ohne Maßstab / Das „Siechenhaus“ an der Straße nach Untereschach,
unten links der nach dem Siechenhaus benannte „Siechenbach“, herausgegeben vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (5)
Auszug Flurkarte von Oberhofen 1825, Oberamt Ravensburg / Originalmaßstab 1:2.500, Auszug ohne Maßstab / Das „Siechenhaus“ an der Straße nach Untereschach,
unten links der nach dem Siechenhaus benannte „Siechenbach“, herausgegeben vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (5)

In der topographischen Karte 8223-Ravensburg des Jahres 1938 ist das Armen- und Siechenhaus nicht mehr verzeichnet.

In der Karte von dem Königreiche Württemberg von 1834 ist bei Oberhofen ebenfalls der Schriftzug „Siechenhaus“ enthalten (6).

Quellen:

1) Stadtarchiv Ravensburg, S 03/01 Sammlung Josef Zittrell, Mappe 16, Meine Heimat in Bildern

2) Mit freundlicher Genehmigung der Enkelin des Verfassers, Monika Kettnaker geb. Arnegger, die die Texte Ihres Großvaters in Reinschrift übertragen hat.

3) fl – Abkürzung für Florentiner als Währungsbezeichnung, jedoch in Gulden ausgedrückt

4) Kreisarchiv Ravensburg, Az 113-044.315. 25-fk – Medizinalvisitation der Gemeinde Eschach – Aktenzeichen 500.6 für die Jahre 1898 und 1904 zum Armenhaus in Oberhofen – Dank für die Genehmigung durch Herrn Falk vom 09.07.1998

5) Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, Geobasisdaten © LGL (www.lgl-bw.de) Charte von Schwaben von 1808 sowie erste amtliche Flurkarte von Baden-Württemberg aus dem Jahre 1825 – Blatt 8223-Ravensburg – Flurkarte von Oberhofen, Originalmaßstab 1:2.500 mit Genehmigung von 02.2026

6) Karte von dem Königreiche Württemberg (1834) nach der neuen Landvermessung im Maßstabe 1:50.000, von dem K. Statistisch topographischen Bureau – Blatt 51 (Bl. XI); Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1983 – alle Urheberrechte vorbehalten.

Verfasser: Guido Köberle, Dorfgemeinschaft Oberhofen e. V.

Die Wasserversorgung der Gemeinde Eschach

Aus dem Protokoll der Martini-Rechnung zu Oberhofen (1) des Jahres 1899 geht hervor, dass die Dorfgemeinde Oberhofen, aus dem Nachlass der verstorbenen Josefa Marschall von Kemmerlang, die Parzelle No. 1640, 39 ar 47 qm Wiese, das Oberwiesle im Jahr 1898 bei der Brunnenstube für 400 Mark erworben hat. Der Ankauf dieses Grundstücks erfolgte lediglich, um der Ortsgemeinde Oberhofen das Quellwasser für die Zukunft zu sichern. Aus dem Quellgeiet wird auch das durch das Dorf führende „Siechenbächle“ gespeist. Sogleich meldete die Stadt Ravensburg ihr Interesse an. Sie wolle das Wasser, das einen Wert von 30.000 Mark hätte, ankaufen. Als weitere Interessenten an dem Wasser traten die Wasserwerksbesitzer von Ravensburg auf den Plan. Bürgermeister Fidel Berger erkannte die Gefahr und strebte den Erwerb weiterer Flurstücke an, die zum Einzugsgebiet der Quellen zählten und großteils bewaldet waren. Allein das K. Revieramt Weissenau konnte die Ansinnen der Interessenten an dem Wasser nicht befriedigen, ebenso das K. Forstamt zu Weingarten. Die Anträge auf käuflichen Erwerb oder Pacht der Flurstücke wurden abgelehnt. So befand sich die Dorfgemeinde Oberhofen nur im Besitz einer Teilfläche der Grundstücke, auf denen das „Siechenbächle“ entsprang. Weiter wurde im Protokoll der Martini-Rechnung vermerkt, dass auch das K. Forstamt mit seinem anderen Teil nichts beginnen konnte. Wie sich die Angelegenheit geklärt hat, ist dem folgenden Bericht im Oberschwäbischen Anzeiger, dem Amtsblatt für das Oberamt Ravensburg zu entnehmen, in dem dargelegt ist, dass der Bau der Wasserleitung für die Gemeinde Eschach in den Jahren 1903 bis 1907 (2) einen wesentlichen Fortschritt brachte und am 15. Juli 1904 eingeweiht wurde.


Aus dem Oberamtsbezirk (3) berichtet der Oberschwäbische Anzeiger:

Eschach, 15. Juli. Heute früh 5 Uhr kündigten Böllersalven der Einwohnerschaft ein ungewöhnliches Ereignis an. Die glückliche Vollendung der in allweg gelungenen gemeinsamen Quellwasserversorgung der K. Heilanstalt Weissenau und der hiesigen Gemeinde fand in einem kleinen Wasserfeste ihren würdigen Abschluss. Dasselbe wurde eingeleitet mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche in Obereschach. Um 8 Uhr früh fuhren 7 Chaisen (4) zum Bahnhofe Ravensburg, um die von auswärts angekommenen Festgäste abzuholen. Dieselben wurden beim Rathause in Oberhofen von der gesamten Einwohnerschaft mit herrlichen Weisen der Erb’schen Musikkapelle daselbst begrüßt“.


Eingefunden hatten sich u.a. der Vorstand des K. Medizinalkollegiums Präsident von Restle, Oberbaurat Gsell, Bergrat Herzog von Wasseralfingen, die Beamten der K. Heilanstalt Weissenau – an ihrer Spitze Med.-Rat Dr. Rant, Regierungsrat Hänle, Landgerichtsrat v. Wider, Med. Rat Dr. Essig, Baurat Weiss und Landtagsabgeordneter Schlichte. Alsbald trat der große Festzug den Weg gegen Kemmerlang an. Oberhalb dieses Ortes befindet sich nördlich, östlich und südlich umsäumt von steil ansteigendem Hinterlande von gewaltiger Ausdehnung ein Talkessel, aus welchem Wasser in außerordentlich reicher Weise hervorsprudelte – es ist das Bett des Mostbrunnens.


Durch die Benützung einer günstigen Gelegenheit kam die Gemeinde Eschach im Jahre 1898 in das Eigentum eines Teiles dieses Quellgebiets, auf das auch schon aus der Nachbarstadt Ravensburg aus das Augenmerk gerichtet war. Der andere Teil der Quellen war im Besitze der Staatsforstverwaltung. Nach mehrfachen Verhandlungen einigten sich Stadt und Gemeinde dahin, eine gemeinsame Quellwasserversorgung herzustellen, und es ist dieses Werk jetzt glücklich und für beide Teile zufriedenstellend vollbracht. An der südwestlichen Ecke des Staatswaldes Schwendi befindet sich die Quellenstube, in der sämtliches von Norden, Osten und Süden herkommendes Wasser gesammelt ist. Die Menge desselben beträgt rund 22 Liter in der Sekunde oder 1 900 800 Liter am Tage. Von der Quellenstube aus wird das Wasser in 200 mm weiten gusseisernen Röhren mit natürlichem Drucke in das auf steiler Höhe an der Südspitze des Staatswaldes Weiherholz erbaute Reservoir geführt – auf dem Wege dahin schon die Bedürfnisse der Parzelle Kemmerlang stillend. – Dieses teilt sich in 2 Kammern mit je 10000 l Gehalt, die eine derselben ist im Eigentum des Staates, die andere in demjenigen der Gemeinde. Die Staatshälfte hat Anspruch auf 5 ½ Sekundenliter Wasser und bringt dasselbe in 125 mm weiten Röhren zu Tal nach der Kgl. Heilanstalt Weissenau und der dazugehörigen Kolonie Rahlen. Unterwegs sind die Orte Hüttenberg, Torkenweiler, Weingartshof und Weissenau mit diesem köstlichen Naß versorgt und gibt denselben die Staatsleitung 1 ½ Sekundenliter ab. Der Vorratskammer der Gemeinde kommt der Rest des Wasserquantums zu. Derselbe ist in 150 mm Röhren der Parzelle Oberhofen zugeleitet und verzweigt sich von hier aus nach den Parzellen Ober Eschach, Unter Eschach, Karrer, Lachen, Aich und Weiherstobel, die Weite der Deichel bis zu 70 mm einen jed. Die Güte des Wassers ist eine ausgezeichnete. Der natürliche Druck desselben steigt bis auf 115 m an.


Die Festteilnehmer unterwarfen Hochreservoir und Quellenfassung einer eingehenden Besichtigung und ließen sich das kühle Wasser an beiden Einrichtungen wohl schmecken. Auf der „Post“ in Kemmerlang wurde ein Frühschoppen eingenommen, wobei der gute „Mohren“ Bock vortrefflich mundete. Nachher fand in Oberhofen Probe der Hydranten statt, bei der 4 Strahlröhren zu gleicher Zeit in Tätigkeit traten. Dieselben funktionierten tadellos, so dass nach wenigen Augenblicken das Wasser in Strömen daher floß“.

Feuerwehrübung der im Jahre 1863 gegründeten Feuerwehr am Gasthof zum Stern in Oberhofen, anlässlich der Einweihung der neuen Wasserleitung am 15. Juli 1904 (5).
Feuerwehrübung der im Jahre 1863 gegründeten Feuerwehr am Gasthof zum Stern in Oberhofen, anlässlich der Einweihung der neuen Wasserleitung am 15. Juli 1904 (5).

Das nun folgende Mittagessen im Bräuhäusle in Obereschach war von mehr als 100 Personen besucht und machte der Besitzerin des Gasthofes alle Ehre. Schultheiß Berger brachte den Festgästen den Willkommensgruß der bürgerlichen Kollegien und der ganzen Gemeinde dar. Pfarrer Baier toastete auf Seine Majestät König Wilhelm II. Präsident von Restle drückte dem Ortsvorsteher und den Kollegien im Namen der Staatsregierung die Glückwünsche zu der wirklich gelungenen Ausführung des großartigen Unternehmens aus und überbrachte Grüße Seiner Exzellenz, des Herrn Staatsministers des Innern Dr. v. Pischek, der den zugedachten Besuch wegen Geschäftsüberhäufung und Unwohlseins nicht zur Tat werden lassen konnte. Weiter betonte der gewandte Redner, dass noch vor kurzer Zeit Staat und Gemeinde als Gegner gegenüber gestanden, dass es ihm aber dank des gegenseitigen Entgegenkommens gelungen sei, ein beide Teile befriedigendes Übereinkommen herzustellen. Schultheiß Berger verehrte in dem Präsidenten v. Restle den Vater, in der Person des Oberbaurats Gsell, der die Oberleitung des Ganzen übertragen war, die Mutter des Werkes und gedachte sämtlicher Faktoren, welche zum Gelingen desselben beigetragen. Die bürgerlichen Kollegien haben in Anerkennung der hervorragenden Verdienste, die sich Präsident v. Restle und Oberbaurat Gsell in Stuttgart in der Sache erworben haben, diesen beiden Herren einstimmig das Ehrenbürgerrecht verliehen; der Ortsvorsteher überreichte jedem der beiden Ausgezeichneten einen von Zeichenlehrer Knaisch in Ravensburg in wirklich künstlerischer Weise ausgeführten Ehrenbürgerbrief. In das von dem Schultheissen auf die Gefeierten ausgebrachte Hoch stimmte die Versammlung begeistert ein. Dieselben dankten sichtlich gerührt für die ihnen gewordene Auszeichnung. Landgerichtsrat v. Wider und Regierungsrat Hänle tranken in warmen Worten auf Gedeihen und Blühen der Gemeinde. Mehrere humoristische Reden folgten. Das Fest wurde durch das Mitwirken der Musikgesellschaft Oberhofen und der Sängerabteilung des Kriegervereins Weissenau, welche sich beide ihrer Aufgaben mit Meisterschaft entledigten, wesentlich verschönert. Erst in später Abendstunde trennte sich die Festversammlung, die nur eine Stimme des Lobes ob dem Geschehenen, Gehörten und Genossenen beherrschte.

Die Röhrenlieferung hatte das Königliche Hüttenwerk Wasseralfingen übernommen und wirklich vorzügliches Material in Verwendung gebracht. Die Grabarbeiten waren Werkmeister A. Zimmermann übertragen und wurden zur Zufriedenheit der Beteiligten beendigt. Die Aufsicht lag Seitens der Gemeinde in den Händen des Zivilingenieurs Lohr in Ravensburg. Derselbe ist aber während der Ausführung des Unternehmens vom Tode ereilt und das Werk von dessen Witwe vollendet worden. Staatlicherseits stand das Werk unter Leitung des Baurats Weiß unter getreuer Mitwirkung des Bauamtwerkmeisters Seibold. Zu dem Unternehmen waren rund 22000 m gußeiserne Röhren erforderlich. Dasselbe verursachte der Gemeinde einen Aufwand von 70 000 M., dem Staat einen solchen von ca. 80 000 Mk. Außerdem trat letzterer der Gemeinde das Schulhaus in Weissenau samt 3 ar 41 qm Turnplatz bei demselben und 41 ar 62 qm Wald unentgeltlich ab; 158 Familien sind an den Hochdruck angeschlossen und nur 6 sind dem Unternehmen fern geblieben. Im Brandfall werden 77 Hydranten dem Feuer Einhalt gebieten. Zur Bestreitung des Aufwandes wird ein Anlehen aufgenommen, das in 50 Jahren amortisiert wird. Es ist deshalb der Wasserzins, der zur Erhebung gelangen wird, ein keineswegs hoher. Möge nun das große Unternehmen, das seine Durchführung dem friedlichen Einvernehmen zwischen Staat und Gemeinde verdankt, den beteiligten Kreisen in sanitärer und wirtschaftlicher Richtung zum Wohl und Segen gereichen und möge das Werk diejenigen, die dasselbe unter teilweise überaus großen Schwierigkeiten zur Vollendung gebracht, auch noch in späteren Dezennien (6) und unter kommenden Generationen loben“.

Deichelfund 2012

Bei Bauarbeiten ist im Jahre 2012 zwischen Oberhofen und Obereschach, auf einem Grundstück von Helmut Bröhm, in einer Tiefe von ca. 3 m ein Deichel, Teil einer Holzwasserleitung freigelegt worden (Foto), der Einblick in die Wasserversorgung vergangener Jahrhunderte gibt (7). Der Deichel hat eine Länge von 2,90 m, einen Außendurchmesser von 17 cm sowie eine Bohrung mit einem Durchmesser von 7 cm. Das Verbindungsblech zum nächsten Deichel hat einen Durchmesser von 12 cm.

Deichelfund 2012 - Foto: Guido Köberle
Deichelfund 2012 - Foto: Guido Köberle

Quellennachweise und Begriffserläuterungen

(1) Guido Köberle/Georg Vogler – 150 Jahre Martini-Rechnung Oberhofen – 1842 – 1992 - ausführliche Darstellung s. Kapitel „Wasserrechte“ Seite 127

(2) 170 Jahre Gemeinde/Ortschaft Eschach – Veröffentlichung der Ortschaft Eschach/Herbert Mayer, September 1996 - Bau der Wasserleitung für die Gemeinde Eschach in mehreren Abschnitten in den Jahren 1903 bis 1907

(3) Stadtarchiv Ravensburg, Oberschwäbischer Anzeiger, Amtsblatt für das Oberamt Ravensburg, Ravensburger Tagblatt – 101. Jahrgang, Dienstag,19. Juli 1904

(4) Chaisen = Schesen – Kutschen

(5) Dorfgemeinschaft Oberhofen e.V. - Bilder aus der Dorfgeschichte von 1900 – 1965 Band 1 Seite 23 – Foto: Paul Lauber – Korrektur der Jahreszahl von 1908 auf 1904

(6) Dezennien = Jahrzehnte

(7) Die Schwäbische Zeitung hat in ihrer Ausgabe vom 14.08.2012 ausführlich über den Fund berichtet – s. hierzu auch die Ausführungen von Frau Falk, Stadtarchiv Ravensburg.

Verfasser: Guido Köberle, Dorfgemeinschaft Oberhofen e. V.

1971 ereignet sich ein tragischer Krimi rund um den Grenzbach

Im Zentrum des historischen Krimis steht die Schwarzach – besser bekannt unter dem Namen Grenzbach. Einst bildete dieses Gewässer die Grenze des Grundbesitzes "Kloster Weißenau" – der Grundbesitz ging 1802 an die Grafen Sternberg-Manderscheid über. Im Laufe der Jahrzehnte hat sich der Grenzbach ein neues Bett gesucht, somit dürfte sein Verlauf heute nicht mehr ganz deckungsgleich mit der Kreisgrenze sein. Symbolisch trennt die Schwarzach jedoch bis heute Ravensburg vom Bodenseekreis. Besonders deutlich wird diese Trennung im Ort Furt zwischen Straß und Obereschach. Die Furter Häuser auf der nördlichen Seite des Baches gehören zur Ortschaft Eschach. Wohnt man in Furt jedoch auf der südlichen Seite der Schwarzach führt der Gang ins Rathaus nicht nach Oberhofen sondern nach Meckenbeuren. Auch sind die Fahrzeuge der Bewohner auf dieser Seite des Gewässers nicht mit dem Kennzeichen RV unterwegs sondern erhalten Ihre Zulassung vom Landratsamt Friedrichshafen.


In jenem besonderen Ort, in welchem der Grenzbach bereits 1838 die beiden Oberämter Tettnang und Ravensburg trennte, stand in den Siebzigerjahren des 20ten Jahrhunderts ein "zweifelhaftes Lokal, das in einer primitiven Bretterbude untergebracht war". So beschreibt es ein Artikel der Schwäbischen Zeitung vom 26.03.1971. In eben jenem Etablissement wurde der vermisste junge Eschacher in der Nacht von Samstag auf Sonntag letztmalig gesehen. Am Mittag des darauffolgenden Mittwochs – der Mann war mittlerweile von den besorgten Eltern als vermisst gemeldet – wurde vom Fahndungstrupp der Ravensburger Kripo der Grenzbach unter die Lupe genommen. Dort fanden die Beamten den Toten im bis zu 40 Zentimeter tiefen, reißenden Wasser. Warum der kräftige, junge Mann aus dem Wasser nicht wieder herauskam, sollte im Anschluss im Zuge der Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei durch eine Obduktion geklärt werden. Heute wäre der Mann aus Eschach ohne jene tragischen Vorkommnisse 84 Jahre alt.

Der Grenzbach - Aus den Beständen des Heimatmuseums – Aufgenommen vom Amtsboten Josef Rölle
Der Grenzbach - Aus den Beständen des Heimatmuseums – Aufgenommen vom Amtsboten Josef Rölle

Quellen:

Schwäbische Zeitung vom 26.03.1972: Vermißter aus Eschach ist tot – Kripo entdeckte Leiche im Grenzbach

Schwäbische.de am 24.04.2013: Ein Ort gehört zu zwei Landkreisen (Roland Weiß)

1972 stört eine Oben-ohne Bar das winterliche Idyll in Weingartshof

Weingartshof ist ein kleiner historischer Wohnplatz und Ortsteil von Ravensburg, der zum Stadtteil Eschach gehört. Bereits im 12. Jahrhundert wurde er unter dem Namen „Vinea“ bzw. "Wingartshof" erwähnt. Seit dem Mittelalter stand Weingartshof im Besitz des Klosters Weißenau und diente bis ins 19. Jahrhundert unter anderem als landvogteiliche Zollstation. Heute ist Weingartshof ein ruhiger, historisch gewachsener Wohnplatz im südlichen Stadtgebiet von Ravensburg, der eng mit der Geschichte der Region verbunden ist.


Auch vor der Winteridylle von Weingartshof machten die "wilden 70ger" nicht Halt! In der Ausgabe vom 05. Februar 1972 veröffentlichte die Schwäbische Zeitung einen ausführlichen Artikel mit dem Titel "Veto gegen oben ohne". Hier wurde zunächst auf eine Werbeanzeige der Royal-Tanzbar vom 26. Januar des Jahres Bezug genommen, welche für große Aufmerksamkeit sorgte – wurde hier doch damit geworben, dass erstmalig in Ravensburg eine Oben-Ohne-Bardame bedienen würde. Diese lokale Sensation sorgte für reichlich Gesprächsstoff und schaffte es sogar bis ins Fernsehprogramm.


Doch die Aufregung war von kurzer Dauer: Nur einen einzigen Tag waren die beiden Bardamen der Royal-Tanzbar tatsächlich ohne Oberbekleidung im Einsatz. Dann legte das Landratsamt Ravensburg sein Veto ein. Anschließend entstand ein Schlagabtausch mit der Pächterin – sie sprach stets davon, dass es in ihrem Lokal moralisch einwandfrei zugehe und die "Mädchen" durch die Theke von den Gästen getrennt seien. Das zuständige Amt sah jedoch einen Verstoß gegen die guten Sitten, da nicht auszuschließen sein "dass die beiden Bardamen mit Gästen in hautnahen Kontakt kommen."


Quelle:

Schwäbische Zeitung vom 05.02.1972, Rubrik "Man spricht darüber"

Winterfoto aus den Beständen des Heimatmuseums, aufgenommen vom Amtsboten Josef Rölle
Winterfoto aus den Beständen des Heimatmuseums, aufgenommen vom Amtsboten Josef Rölle

1988 geht in Weißenau ein neuer Stern am oberschwäbischen Sporthimmel auf

Foto: Rainer Krumm, Gründungsmitglied der Weißenauer Unterbrigers
Foto: Rainer Krumm, Gründungsmitglied der Weißenauer Unterbrigers

Im Sommer 1988 meinte es das Schicksaal gut mit dem Schussental – in Weißenau trafen sich einige junge Männer, um eine in Deutschland noch tief schlummernde Sportart auszuüben. Sie beschäftigten sich mit der Philosophie des Baseball-Spiels. Die Helden unserer Geschichte hatten von Amerika-Aufenthalten einige Utensilien mitgebracht, mit denen sie die zu Anfang noch spärliche Ausrüstung ergänzten. Noch war der Internethandel nicht erfunden und so wurde zu Beginn mit Tennisbällen und Skihandschuhen gespielt.


Als würdigen Ort für ihre sportliche Betätigung wählten die Pioniere den Spielplatz unter dem Schussentalviadukt, welcher Namensgeber der Baseballer wurde. Von nun an nannten sie sich UNDERBRIGERS. Schnell vernetzten die neu gegründeten Underbrigers sich in ganz Baden-Württemberg und lernten die Feinheiten des Sports kennen. Bereits im Herbst 1988 gründeten die enthusiastischen Athleten die Baseball-Abteilung im SV Weissenau und stellten sich im folgenden Frühjahr der Konkurrenz in der Verbandsliga. 1994 konnte die junge Abteilung bereits mit einer Damenmannschaft und einer Jugendmannschaft glänzen.


Ebenfalls im Jahr 1994 schafften es die Underbrigers sogar in die Lokalzeitung. Hier wurde im Juli über den spektakulären Sieg gegen die Saulgau Kangaroos berichtet. "Obwohl den Saulgauern zwei Homeruns gelangen, endete das bis zum siebten Inning spannende und ausgeglichene Spiel mit 7:6 für die Weißenauer. Damit stehen die Underbrigers nach drei gewonnenen und einem verlorenen Spiel auf dem zweiten Platz hinter den Villingendorf Cavemen."

Somit ist und bleibt Weißenau die Wiege des Baseballs im Schussental, auch wenn die Weißenauer Underbrigers heute nicht mehr aktiv sind. Doch mit der Gründung der Baseball Abteilung des TSB Ravensburg ist 2013 der Baseball-Sport zurückgekehrt.


Quelle: Broschüre "1919 – 1994 75 Jahre SV Weißenau"

Foto: Rainer Krumm, Gründungsmitglied der Weißenauer Unterbrigers
Foto: Rainer Krumm, Gründungsmitglied der Weißenauer Unterbrigers

1989 publiziert Herbert Mayer "Die verlorene Wette von Gornhofen"

Weithin bekannt dürfte die Tatsache sein, dass in Gornhofen von 1728 bis 1730 die heutige Kirche St. Walburga errichtet wurde. Hierfür war zunächst am 6. April 1728 die alte, baufällige Kirche abgerissen worden. Der Abbruch hielt eine kleine Überraschung parat: Im Inneren der Hauptmauer kamen schwarze Bögen zum Vorschein. Dieser Fund legt die Vermutung nahe, dass die Kirche nicht auf einem klassischen Fundament erbaut worden war, sondern auf abgebrannten Mauern. Beim Ausgraben des Ostfundaments kam gar ein Gewölbegrab aus Tuffsteinen zum Vorschein. Die Grabkammer war in sehr gutem Zustand und gehörte mutmaßlich einem heidnischen Ritter.

Kirche Gornhofen
Kirche Gornhofen

Im Zuge des Neubaus zeigten die Einwohner Gornhofens vorbildlichen Gemeinsinn. Abt Unhold berichtet, dass die Gemeindemitglieder jeden Mittwoch deutlich vor Beginn der Messe kamen und Hand anlegten. Keiner wollte bis zum Beginn der Messe untätig herumstehen und so wurde Sand geschaufelt, Steine wurden getragen und Mörtel wurde verarbeitet.


Für die Errichtung der neuen Kirche haben die Bauern aus der Umgebung Steine von der Ziegelhütte in Mariatal zur Baustelle gefahren. Selbst Bodnegger, Emmelhofer und Grünkrauter boten ihre Dienste zum Transport der Steine an. Hierzu berichtet Herbert Mayer in seinem Buch "Weißenau – Geschichte und Geschichten" von der folgenden Begebenheit:

"Als der Barbier von Untereschach, Antonius Haage, sah, dass einige Bauern mit nur 130 bis 140 Ziegeln nach Gornhofen fuhren, hat er gelästert und gesagt, dass er mit seinem 24-jährigen Braunen allein 100 Ziegelsteine hinauffahre. Daraus wurde eine Wette: Wenn der Braune die 100 Ziegelsteine tatsächlich ohne Nachhilfe zur Kirchenbaustelle zieht, bekommt der Untereschacher Friseur einen Eimer Wein. Die 100 Steine wurden aufgeladen und der Braune ziehet selbige glücklich fort – bis an die Steige von Bottenreute. Da war es dem Braunen zu viel. Er stand still und wollte nicht mehr weiter. Meister Antonius schrie und schlug – aber alles umsonst. Der Braune wollte lieber mit dem Wagen wieder rückwärts die Steige hinunter.


Nun griff Meister Antonius in die Speichen, um dem armen Braunen zu helfen und langsam ging es wieder vorwärts. Da Antonius aber entgegen den Wettbedingungen eingreifen musste, war die Wette verloren. Die Gewinner hatten jedoch mit dem Barbier ein Nachsehen." Letztlich zeigten sich die Gronhofner von ihrer besten Seite und zahlten dem Barbier einen halben Eimer Wein.


Quelle: "Weißenau- Geschichte und Geschichten" von Herbert Mayer (1989)

Menschen aus unserer Mitte

Institutionen aus der Ortschaft berichten über Menschen aus ihrer Mitte. Demnächst werden Sie hier die ersten Geschichten lesen können.

Musikverein Sternberg Weißenau e. V.

Musikverein Sternberg Weißenau e. V.

Der Musikverein Sternberg Weißenau e. V., blickt auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurück: Bereits seit 1844 prägen die Mitglieder das musikalische Leben in der Region. Somit zählen "die Sternberger" zu den ältesten Musikvereinen der Umgebung. Ganz und gar nicht altmodisch ist hingegen der musikalische Stil. Das Repertoire reicht von traditionellen Märschen und Polkas über abwechslungsreiche Medleys bis hin zu modernen Popsongs mit Gesang – hier ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.

Diese musikalische Vielfalt spiegelt sich auch in der aktiven Musikerschaft wider. Menschen aller Altersgruppen musizieren bei uns gemeinsam mit großer Freude, Engagement und Zusammenhalt. Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen – ganz gleich, ob Anfänger oder Profi, jung oder alt. In der Sternbergfamilie findet jeder seinen Platz.

Zentrale Anlaufstelle des Vereins ist das Probelokal in Weißenau, in dem jeden Dienstag Proben stattfinden. Neben der Begeisterung für die Blasmusik steht vor allem ein starkes Gemeinschaftsgefühl im Mittelpunkt. Diese Werte werden unter anderen beim jährlichen Wunschkonzert am ersten Adventswochenende erlebbar.

Seit Jahrzehnten sind die Weißenauer Musikerinnen und Musiker ein fester Bestandteil der Gemeinde und der Ortschaft und begleiten zahlreiche Feste sowie kirchliche und kulturelle Veranstaltungen. Denn eines ist sicher: Ohne Musik wäre vieles nur halb so schön.

Ein besonderes Anliegen ist den Musikbegeisterten zudem die Förderung der Jugendarbeit. Die engagierten Jugendleiter begleiten Kinder und Jugendliche von den ersten musikalischen Schritten über das Musicolo und die Jugendkapelle bis hin zum Einstieg in den Musikverein Sternberg.

Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage mv-sternberg.de oder persönlich jeden Dienstag im Probelokal (An der Bleicherei 1, 88214 Ravensburg). Weitere Einblicke in das lebendige Vereinsleben gibt es außerdem auf dem offiziellen Instagram-Account.

Musikverein Obereschach e. V .

Foto: Musikverein Obereschach e. V.
Foto: Musikverein Obereschach e. V.

Der Musikverein Obereschach, ist ein traditionsreicher und zugleich moderner Verein mit rund 80 aktiven Musikerinnen und Musikern. Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1921 zurück, als der Verein ursprünglich unter dem Namen Musikverein Eschach-Liebenau gegründet wurde. Seit über einem Jahrhundert prägt der Verein das kulturelle Leben unserer Heimatgemeinde Obereschach.


Der Musikverein Obereschach steht für musikalische Vielfalt, Gemeinschaft und Traditionsbewusstsein. Neben der Pflege der Blasmusik wird großen Wert auf Kameradschaft, die Förderung junger Talente und die Weitergabe unserer musikalischen Leidenschaft an die nächste Generation gelegt. Durch die Kombination aus traditioneller Tracht, moderner Interpretation und musikalischer Qualität sind die Musikerinnen und Musiker ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in der Region.


Zwei Höhepunkte prägen jedes Vereinsjahr besonders: Das beliebte Rettichfest an Pfingsten, das der Musikverein Obereschach als Gastgeber selbst organisieren und das zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern anzieht, sowie das festliche Weihnachts-Wunschkonzert am 1. Weihnachtsfeiertag, das für viele zum musikalischen Höhepunkt der Feiertage geworden ist. Diese Veranstaltungen spiegeln wider, was den Verein ausmacht – Musik, Gemeinschaft und gelebte Tradition.

Foto: Musikverein Obereschach
Foto: Musikverein Obereschach

Ob auf Konzerten, Festen oder kirchlichen Feiern – der Musikverein Obereschach steht für musikalische Qualität, Engagement und Herzlichkeit. Die Vereinsmitglieder freuen sich über jedes neue Mitglied und jede Unterstützung, die dazu beiträgt, die langjährige Tradition lebendig zu halten und weiterzuführen.


Stolz sind die musikbegeisteren Obereschacher auf die Jugend mit der Jugendkapelle „Tonstark“ und dem Vororchester der Jugendkapelle, dem „Musicolo, die Jugendliche und Musiker aus dem Musikvereinen Obereschach, Gornhofen, Sternberg Weissenau und St. Christina verbindet. Neben Auftritten wie Vereinsfesten und Konzerten der 4 Musikvereine, verbindet die Jugendliche verschiedene Ausflüge, Hüttenaufenthalte und gemeinsame Treffen.


Weitere Informationen bietet die Homepage www.musikverein-obereschach.de. Interessierte dürfen sich gerne an unsere Vorstände wenden, am besten über E-Mail: vorstand(at)musikverein-obereschach.de


Neue Mitglieder sind immer willkommen, egal ob als aktiver Musiker oder passiver Unterstützer.

Das Familienzentrum Lukas in Oberhofen – Ein Ort für Begegnung, Bildung und Beratung

Eingang vom Familienzentrum Lukas (zur Verfügung gestellt vom Familienzentrum Lukas)
Eingang vom Familienzentrum Lukas (zur Verfügung gestellt vom Familienzentrum Lukas)

Mitten in der Ortsmitte von Oberhofen ist seit vielen Jahren ein lebendiger Treffpunkt für Jung und Alt entstanden: das Familienzentrum Lukas. Gegründet wurde es bereits 2013 aus dem Kinderhaus heraus und hat sich seither zu einer wichtigen Anlaufstelle für Familien und alle Generationen entwickelt. Träger des Familienzentrums ist die Diakonie Oberschwaben Allgäu Bodensee, die mit viel Engagement und Fachkompetenz hinter dem vielfältigen Angebot steht.

Ein fester Bestandteil des Programms ist die Eltern-Kind-Gruppe „Milchzeit Miteinander“, die jeden Donnerstag von 10 bis 11.30 Uhr stattfindet. Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr finden hier Raum für Gespräche über die kleinen und großen Herausforderungen des Familienalltags, können Erfahrungen teilen und neue Kontakte knüpfen.

Für Familien mit etwas älteren Kindern gibt es dienstags von 9.15 bis 11 Uhr die Eltern-Kind-Gruppe „Dorfspatzen“ für Kinder von ein bis drei Jahren. Gemeinsames Basteln, Singspiele und Zeit zum Austausch machen diesen Vormittag zu einem beliebten Treffpunkt für Eltern und Kinder.

Musikalisch wird es beim Angebot „Singen mit den Lukas-Kids“ für Kinder im Alter von vier bis acht Jahren. Dieser besondere Kinderchor verbindet Singen mit Body Percussion und Gebärdenelementen und wird von Ukulele und Klavier begleitet. Das Angebot findet zweimal jährlich in Blockform statt – im Frühjahr sowie im Herbst – und endet stimmungsvoll mit einem gemeinsamen Adventssingen.

Ein generationenübergreifendes Highlight sind die Angebote „Bank der Begegnung und Bürgerbus“, die im zweiwöchigen Wechsel stattfinden. Während der Bürgerbus abwechslungsreiche Ausflüge für alle Altersgruppen organisiert, lädt die Bank der Begegnung im Gemeinderaum des Familienzentrums zu kreativem Gestalten, Musizieren und gemütlichem Beisammensein ein. Hier steht vor allem eines im Mittelpunkt: Gemeinschaft und Austausch.

Darüber hinaus ist das Familienzentrum Lukas eine wichtige Anlaufstelle für alle Anliegen. Bei Bedarf werden Besucherinnen und Besucher an passende Fachstellen weitervermittelt. In enger Kooperation mit der Diakonie-Beratungsstelle erhalten Familien kompetente Unterstützung und Beratung.

Auch in den Schulferien ist im Familienzentrum einiges geboten. Das Projekt „Ferienkoffer“, wird gemeinsam mit dem interkulturellen Familienzentrum MOMOs WELT und dem Familientreff Ravensburg umgesetzt. Familien können kostenlos einen Koffer voller Spiel- und Bastelideen, Bücher, Spiele, Rezepte und Informationen zu Veranstaltungen und Ausflugstipps in der Region ausleihen – ein komplettes Wochenprogramm für abwechslungsreiche Ferientage.

Ergänzend wird in den Schulferien die „Ferienzeit im FAZ“ angeboten, bei dem die Vormittage in den Ferien mit spannenden Aktionen gefüllt sind – mal im Familienzentrum, mal draußen auf Spielplätzen.

Das Familienzentrum Lukas zeigt eindrucksvoll, wie ein Ort der Offenheit, Unterstützung und Begegnung das Miteinander im Ort bereichern kann – für Familien und für alle Generationen. Nur durch Mitgestaltung, Ideen und Engagement kann das Familienzentrum lebendig bleiben. Wer Ideen hat oder sich einbringen möchte, ist herzlich eingeladen sich bei der Leitung des Familienzentrums Lukas zu melden.

Sprechzeiten Sarah Staude – Leitung des Familienzentrums Lukas:

Montag, Dienstag und Mittwoch von 9 bis 12.30 Uhr im FAZ-Büro
Donnerstag von 8.30 bis 12.30 Uhr im Kinderhaus-Büro
Freitag von 9 bis 12.30 Uhr telefonisch und per E-Mail
0751 95223142 oder 0160 3102351
faz-lukas(at)diakonie-oab.de

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage des Familienzentrums Lukas oder auf Instagram (Ev. Familienzentrum Lukas). 

Männerchor Eschach 1919 e. V.

Der Männerchor Eschach im Jubiläumsjahr 2019
Der Männerchor Eschach im Jubiläumsjahr 2019

Im Nachhall des bedeutenden Chorfestes des Schwäbischen Sängerbundes im Jahre 1904 in Ravensburg gründeten 23 Sänger 1919 den Sängerbund Eschach-Liebenau. Als Sängerbund Obereschach zeigte er sich eifrig bei örtlichen Anlässen und den Kreisliederfesten. Zur Neugründung 1950 des Liederkranz Eschach-Gornhofen trafen 40 Sänger aus den Ortsteilen zusammen. Rührige Vorstände und kreative Dirigenten sorgten mit Gemeinschaftskonzerten und vielseitiger Chormusik für Ansehen weit über die Örtlichkeit hinaus. Das führte 1973 zum Namen Männerchor Eschach, dessen 45 Sänger begeisternde Auftritte im öffentlichen Leben der Gemeinde und Kirche und erfolgreiche Wunschkonzerte aufführten. Mit den Chören der Partnerstädte Coswig und Aberdare fanden großartige Konzerte statt.


In der Gemeinde betrieb der Männerchor über viele Jahre die Papier-, Glas-, und Eisensammlung. Auch kameradschaftliche Erlebnisse, ob Ausflüge oder eigene Sängerfeste, füllten das Vereinsgeschehen aus.


Neben der Pflege der Kameradschaft liegt heute der Schwerpunkt bei der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten und Auftritten in den Bruderhäusern und anderen Einrichtungen.


Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie Freude am Mitsingen in einem Männerchor hätten, würden wir uns sehr auf Sie freuen.


Kontakt: Heinz Mrosek, Josef-Wilhelm-Straße 30, 88074 Meckenbeuren


TSV Eschach e. V.

Der TSV Eschach ist ein gemeinnütziger Breitensportverein, der 1966 von G. Heinke gegründet wurde. Seitdem verbindet der Verein Sport, Gemeinschaft und ehrenamtliches Engagement. Er ist inzwischen einer der größten Vereine im Sportverband Ravensburg und genießen einen guten Ruf.


Durch eine kontinuierliche Entwicklung im sportlichen Bereich – 1500 Mitglieder ,7 Sportarten – und dem Ausbau der Infrastruktur – Sportanlage mit diversen Sportmöglichkeiten, Turn- und Gymnastikhalle – ist die heutige Sportgemeinschaft im Süden von Ravensburg entstanden. Der Schwerpunkt in den Abteilungen Fitness + Bewegung – Fußball – Tennis – Volleyball – Tischtennis - Badminton – Leichtathletik (Laufgruppe – Kinderleichtathletik) – ist die Jugendarbeit.


Auch das im Zentrum stehende Vereinsheim mit Umkleidekabinen und Gaststätte mit Kegelbahnen wurde ständig erweitert und umgebaut.


Nur durch vorbildliche Vereinsarbeit, großes Engagement, ein gutes Miteinander und reichlich Spaß und Freude, war diese Entwicklung möglich. Die vielen Helferinnen und Helfer haben den TSV Eschach zu dem gemacht, was er heute ist. Ein lebendiger Verein und Heimat für viele Sportbegeisterte.


Sport ist ein Teil der Lebenskultur und systemrelevant. Um diese fortsetzen zu können, werden laufend neue Mitglieder und ehrenamtliche Helfer benötigt. Der TSV Eschach ist auf Ihre Unterstützung angewiesen.


Weitere Informationen erhalten Sie über unsere Homepage www.tsv-eschach.de oder Tel. 0751 6528598.


Der Vorstand

Outdoor-Sportanlage des TSV Eschach e. V.
Outdoor-Sportanlage des TSV Eschach e. V.
Eschachhalle – Trainingsstätte des TSV Eschach e. V.
Eschachhalle – Trainingsstätte des TSV Eschach e. V.

Kulturkreis Eschach e. V. – Kultur bewahren, Geschichte erzählen, Zukunft gestalten

Der Kulturkreis Eschach stellt sich vor

Festakt Münstererhebung mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann / Foto Kulturkreis Eschach e.V.
Festakt Münstererhebung mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann / Foto Kulturkreis Eschach e.V.

Seit 1989 ist der Kulturkreis Eschach e. V. eine tragende Säule des kulturellen Lebens in der Ortschaft und lädt ein, Geschichte auf besondere Weise zu erleben. Im Mittelpunkt der Vereinsarbeit steht die barocke Klosteranlage Weißenau mit der 2023 zum Münster erhobenen Kirche St. Peter und Paul, einem der bedeutenden Kulturdenkmäler Oberschwabens.

Ziel des Kulturkreises ist es, dieses außergewöhnliche kulturelle Erbe nicht nur zu bewahren, sondern lebendig, verständlich und zugänglich zu machen. Die ehemalige Prämonstratenserreichsabtei Weißenau mit ihrer Architektur, ihrer Geschichte und ihrer spirituellen wie kulturellen Ausstrahlung bildet dabei den zentralen Bezugspunkt vieler Projekte.

Fokus der historischen Arbeit

Denkmalorgel von Holzhey Münster Weißenau / Foto Kulturkreis Eschach e. V.
Denkmalorgel von Holzhey Münster Weißenau / Foto Kulturkreis Eschach e. V.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Musik- und Klangkultur des Münsters. Große Aufmerksamkeit erfährt derzeit das umfangreiche Glockenprojekt, das die historische Vollständigkeit und klangliche Qualität des Münstergeläuts wiederherstellt. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bischof em. Dr. Gebhard Fürst. Mit großem ehrenamtlichem Einsatz, fachlicher Expertise und breiter Unterstützung aus der Bürgerschaft leistet der Kulturkreis hier einen nachhaltigen Beitrag zur Bewahrung eines einzigartigen Kulturguts.

Einen besonderen Stellwert im Vereinsgeschehen hat auch die große Denkmalorgel von Holzhey (1787). Konzerte mit internationalen Künstlern sowie thematische Führungen machen dieses musikalische Erbe für eine breite Öffentlichkeit erlebbar.

Geschichte versteht der Kulturkreis Eschach nicht als Rückblick, sondern als Auftrag. Dies zeigte sich im Engagement rund um den Bauernkrieg von 1525. Mit dem Bauernkriegsdenkmal (Stelenpark nördlich des Münsters) und mit begleitenden Vorträgen, werden historische Zusammenhänge anschaulich vermittelt.

Ein weiteres Beispiel für den Einsatz des Kulturkreises ist die Mitwirkung am Theaterprojekt der Stefan-Rahl-Grundschule Obereschach, bei dem Kinder Geschichte kreativ und altersgerecht erschließen konnten.

Angebote des Kulturkreises Eschach

Ein weiteres Stück Vereinsarbeit, das unsere Geschichte für alle erlebbar macht, ist der historische Rundweg durch die Klosteranlage Weißenau, der Besucherinnen und Besucher anhand von Informationstafeln durch Historie, Architektur und Nutzung des Areals führt. Der Kulturkreis begleitet diesen Rundweg inhaltlich und nutzt ihn als Grundlage für Führungen. Ergänzt wird das Programm durch jährliche Kulturfahrten, die gezielt zu Orten mit Bezug zur Weißenauer Geschichte, zur Barockkultur, zu den Prämonstratensern sowie zu ehemaligen Besitzungen des Klosters Weißenau führen. Diese Fahrten stellen regionale Geschichte in einen größeren kulturellen Zusammenhang und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Besonderen Wert legt der Kulturkreis Eschach e. V. auf ein gutes Miteinander der Vereine und Institutionen der Ortschaft. In enger Zusammenarbeit und gegenseitiger Unterstützung entstehen viele Projekte gemeinsam.

Der Kulturkreis als Bestandteil der Ortschaft Eschach

Veranstaltung auf dem Münsterplatz / Foto: Kulturkreis Eschach e. V.
Veranstaltung auf dem Münsterplatz / Foto: Kulturkreis Eschach e. V.

Für die Ortschaft bedeutet die Arbeit des Kulturkreises eine spürbare Bereicherung des gemeinschaftlichen Lebens. Kultur wird nicht konsumiert, sondern gemeinsam gestaltet. Veranstaltungen des Kulturkreises laden ein, stehen zu bleiben, zuzuhören, mitzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie stärken die Identifikation mit dem Ort und machen deutlich, wie vielfältig und lebendig Eschach ist. 
Der Kulturkreis Eschach e. V. lebt vom Mitmachen. Wer sich für Kultur, Geschichte, Organisation oder Projektarbeit interessiert – ob regelmäßig oder punktuell – ist herzlich willkommen. Auch neue Ideen und Impulse sind ausdrücklich erwünscht. Interessierte wenden sich an die Ortschaftsrätin Julia Nordmann, Vorsitzende des Vereins, oder Dr. Ulrich Höflacher, den Programmchef des Kulturkreises.

Treffpunkt 60+ Gornhofen

Die Seniorengemeinschaft Gornhofen wurde 1994 von Pfarrpensionär Karl Mohn ins Leben gerufen. Es war für ihn an der Zeit, auch für die Gornhofener Senioren einen Treffpunkt zu etablieren.

Seither gestalten die Verantwortlichen ein abwechslungsreiches Programm.

Einmal im Monat findet ein Nachmittag im Dorfgemeinschaftshaus Gornhofen

mit Vorträgen, Musik und vielem mehr statt. Das leibliche Wohl kommt dabei natürlich nicht zu kurz. Außerdem gibt es hin und wieder auch Wanderungen und Ausflüge.

Die Flyer mit dem jeweiligen Jahresprogramm liegen im Rathaus Oberhofen und in der Kirche in Gornhofen aus. Ebenso werden sie im Veranstaltungskalender der Ortschaft und im WIR veröffentlicht.


Seit 2016 wurde die Seniorengemeinschaft in Treffpunkt 60+ Gornhofen umbenannt. Nach wie vor handelt es sich um eine Gemeinschaft, die seit Jahrzehnten Begegnung, Austausch und Lebensfreude verbindet. Interessierte Senioren und Seniorinnen sowie Gäste aus der gesamten Ortschaft sind jederzeit herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen.


Wenn Sie sich gerne in unserem Organisations-Team engagieren möchten,

sprechen Sie uns gerne bei einer Veranstaltung an oder nutzen Sie die Kontaktdaten auf unserem Flyer.

Seniorenausflug Treffpunkt 60+ Gornhofen
Seniorenausflug Treffpunkt 60+ Gornhofen
Adventsfeier Treffpunkt 60+ Gornhofen
Adventsfeier Treffpunkt 60+ Gornhofen

Landjugend Gornhofen

Gruppenbild Landjugend Gornhofen
Gruppenbild Landjugend Gornhofen

Seit jeher lebt das Dorf von engagierten Menschen und von einer aktiven Jugend. Im Jubiläumsjahr 2026 erinnert eine Serie im Amtsblatt bis zu den Feierlichkeiten im Juli an Vereine, die das Miteinander in den Ortsteilen stärken. Die Landjugend Gornhofen ist ein gutes Beispiel dafür.


Die Landjugend Gornhofen, wurden im Jahr 1976 gegründet und ist seitdem ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Gornhofen. Aktuell zählen sie rund 40 Mitglieder im Alter zwischen 15 und 30 Jahren.


Sie treffen sich jeden Mittwoch, um gemeinsam Zeit zu verbringen und verschiedene Aktivitäten zu unternehmen. Dazu gehören unter anderem Spieleabende, gemeinsame Ausflüge wie Thermenbesuche, Firmenführungen sowie weitere Freizeitangebote. Darüber hinaus besuchen sie an den Wochenenden gemeinsam Veranstaltungen in der näheren Umgebung. Im Mittelpunkt stehen für die Landjugend stets die Gemeinschaft und der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.


Ein besonderes Anliegen ist ihnen die aktive Mitgestaltung des Dorflebens. Jedes Jahr organisieren sie den Funken, stellen traditionell den Maibaum auf und veranstalten im Sommer ihr Fest „Yes We Peng“ in Obersulgen. Außerdem gehört ein gemeinsamer Hüttenaufenthalt und eine Weihnachtsfeier zu ihren festen Programmpunkten im Jahresverlauf.


Über ihr Vereinsleben informieren Sie regelmäßig über Instagram sowie im Amtsblatt der Gemeinde. Kontakt kann jederzeit über Instagram @lj.gornhofen oder per E-Mail vorstandljgornhofen(at)gmail.com aufgenommen werden.


Die Landjugend Gornhofen freut sich über Interesse an ihrem Verein und über neue Gesichter in Ihrer Gemeinschaft.


Schützenverein Edelweiß Oberhofen e.V.

Treffsicher und gesellig geht es in Oberhofen zu: Der Schützenverein Edelweiß Oberhofen e. V. wurde 1958 gegründet und hat aktuell 79 Mitglieder. Das Schützenhaus befindet sich in Kemmerlang. Die Vereinsmitglieder treffen sich dort von September bis Mitte Mai immer am Mittwoch ab 19.30 Uhr. Auf einem zehn Meter langen Innen- und Außenschießstand kann ausschließlich mit Luftdruckwaffen trainiert werden. Anschließend trifft man sich im Aufenthaltsraum zum gemütlichen Austausch und zum Karten spielen. Über den Sommer findet der wöchentliche Vereinsabend jeden Mittwoch auf dem ebenfalls in Kemmerlang befindlichen Bogengelände statt. Wie der Name schon sagt, kann hier mit Pfeil und Bogen auf Zielscheiben geübt werden. Der gemütliche Teil des Abends findet im Anschluss bei einem gemeinsamen Grillen auf dem Bogengelände in wunderschöner Umgebung statt.


Das Engagement der Mitglieder geht weit über das eigene Vereinsleben hinaus. Regelmäßig beteiligt sich der Verein an den Veranstaltungen der Ortschaft Eschach wie die Dorfputzete im Frühjahr, mit dem Blumenschießwagen am Rettichfest in Oberhofen und dem Kinderfest in Obereschach sowie dem Martinimarkt der Dorfgemeinschaft Oberhofen. Auch bei der Feier 200 Jahre Eschach sind die Mitglieder des Schützenvereins Edelweiß vertreten. 

Am Sonntag, den 5. Juli 2026 wird eine Wiese in Oberhofen oberhalb des Festgeländes zum Bogenschießareal. Als Teil des umfangreichen Mitmachangebots kann hier unter Anleitung der Vereinsmitglieder Bogenschießen ausprobiert werden.

Fahne des Schützenvereins Edelweiß mit Logo der Ortschaft Eschach
Fahne des Schützenvereins Edelweiß mit Logo der Ortschaft Eschach
Gründungsscheibe des Schützenvereins Edelweiß mit den Namen aller Gründungsmitglieder
Gründungsscheibe des Schützenvereins Edelweiß mit den Namen aller Gründungsmitglieder

Münsterchor St. Peter und Paul Weißenau – gemeinsam singen, Gemeinschaft erleben

Gruppenbild Münsterchor St. Peter und Paul Weißenau
Gruppenbild Münsterchor St. Peter und Paul Weißenau

Singen verbindet – das erlebt der Münsterchor St. Peter und Paul Weißenau seit vielen Jahren. Mit ihren Sängerinnen und Sängern gestalten sie regelmäßig die Gottesdienste im Kirchenjahr musikalisch mit und tragen so zu einer lebendigen und feierlichen Liturgie bei. Dabei ist es ihnen besonders wichtig, die Gemeinde aktiv einzubeziehen und Musik als gemeinsames Erlebnis erfahrbar zu machen.


Ihr Repertoire ist vielfältig und reicht von klassischen kirchenmusikalischen Werken über mehrstimmige Gesänge bis hin zum Neuen Geistlichen Liedgut. Ein besonderer Höhepunkt im Chorjahr ist der Festgottesdienst zum Magdalenenfest im Juli, bei dem sie regelmäßig größere Werke mit Solisten und Orchester zur Aufführung bringen.


Seit 2015 wird der Münsterchor von Erhard Andlauer aus Bad Waldsee-Reute geleitet. Im Jahr 2024 wurde er für sein über 50-jähriges Wirken in der Kirchenmusik zum Chordirektor DCV ernannt. Mit seiner Begeisterung für Musik und Liturgie bereichert er ihre Proben und Auftritte und inspiriert den Chor immer wieder neu.


Geprobt wird jeden Donnerstag von 20 bis 21.30 Uhr im Magdalenensaal in Weißenau. Neben der musikalischen Arbeit ist dem Chor die Gemeinschaft sehr wichtig – neue Sängerinnen und Sänger sind jederzeit herzlich willkommen. Notenkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Entscheidend ist die Freude am gemeinsamen Singen.

Wer Lust hat, Teil der Chorgemeinschaft zu werden, ist herzlich eingeladen, unverbindlich bei einer Probe vorbeizuschauen.


Kontakt:
Andrea Burkhardt, 1. Vorsitzende
Tel. 0751 61332
Instagram: muensterchor.weissenau

Jenny’s Tanzgarde Ravensburg

Jenny´s Tanzgarde in ihren selbstgenähten Can-Can Röcken
Jenny´s Tanzgarde in ihren selbstgenähten Can-Can Röcken

Eine Gruppe mit Wurzeln in Weißenau ist Jenny´s Tanzgarde. Die Garde wurde 1968 von Jenny Koch gegründet, damals als kleine Prinzengarde des Karnevalsvereins Weißenau. Im Jahr 1984 lösten Sie sich vom Verein und wurden zur privaten Gruppe. Seitdem tritt sie unter dem Namen Jenny’s Tanzgarde auf und ist in der Fasnetszeit bei zahlreichen Auftritten und Umzügen unterwegs. Auch unter dem Jahr sind sie an Jubiläen, Geburtstagen, Hochzeiten und Sommerfesten sehr gefragt.


Ein besonderer Meilenstein in der Geschichte der Tanzgarde war das Jahr 2000: Mit der Aufnahme des Can-Can-Tanzes ins Repertoire gelang der Gruppe ein großer Publikumserfolg. Die farbenprächtigen Röcke wurden damals von Gründerin Jenny Koch mit viel Herzblut und unzähligen Arbeitsstunden selbst genäht und sind bis heute ein Markenzeichen der Gruppe.


Die Gruppe unterscheidet sich von anderen Garden, da sie auch heute noch traditionsgemäß auf klassische Marschmusik tanzen. Zusätzlich werden von den großen Mädels aber auch modernere Showtänze getanzt. Im vergangenen Jahr begeisterte beispielsweise ein aufwendig inszenierter Zombie-Tanz mit viel Akrobatik, Schwarzlicht und Nebel das Publikum.


Bereits ab vier Jahren können Mädchen in der kleinen Garde und ab zwölf Jahren in der großen Garde mit dem Tanzen starten. Mit viel Geduld und Humor werden die Tänze der großen Garde ab Ostern und die der kleinen Garde ab September mit den Mädchen einstudiert. Heute wird die Tanzgarde von Tanja Wolf geleitet, der Tochter der Gründerin Jenny Koch. Mit viel Engagement führt sie die Tradition der Gruppe weiter und sorgt dafür, dass die Begeisterung für Gardetanz auch in der nächsten Generation lebendig bleibt.


Kontakt:

Tanja Wolf

Tel. 0151 58120306

E-Mail: tanja(at)jennys-tanzgarde.de

Homepage:jennys-tanzgarde.de

Instagram: jennys.tanzgarde


 Jenny´s Tanzgarde bei einem ihrer Sommerauftritte
Jenny´s Tanzgarde bei einem ihrer Sommerauftritte
 Jenny´s Tanzgarde beim Fasnetsumzug
Jenny´s Tanzgarde beim Fasnetsumzug

Musikverein Gornhofen e. V.

Gruppenbild Musikverein Gornhofen e. V.

Eschach feiert 2026 sein 200-jähriges Jubiläum. Bis zu den Feierlichkeiten im Juli zeigt eine Serie im Amtsblatt, wie Vereine und Gemeinschaften das Dorfleben über Generationen geprägt haben, darunter der Musikverein Gornhofen, der seit über 100 Jahren für Musik, Feste und lebendige Dorfgemeinschaft sorgt.


Der Musikverein Gornhofen e. V. wurde bereits im Jahr 1913 gegründet und blickt damit auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. Heute musizieren rund 50 engagierte Musikerinnen und Musiker gemeinsam im Verein. Diese lange Tradition, verbunden mit einer lebendigen Gemeinschaft, macht den Musikverein so besonders.


Was den Verein auszeichnet, ist die enge Verbindung zwischen musikalischer Leidenschaft und gelebter Dorfgemeinschaft. Ob feierliche Umrahmung kirchlicher Anlässe, schwungvolle Unterhaltung bei Festen oder stimmungsvolle Konzerte – der Musikverein sorgt das ganze Jahr über für musikalische Höhepunkte und gute Laune. Besonders stolz sind sie darauf, dass sie viele junge Menschen für die Blasmusik begeistern und ihnen einen festen Platz im Gemeindeleben bieten. Die Nachwuchsarbeit ist ein zentraler Bestandteil ihrer Vereinsphilosophie.


Zu den Höhepunkten im Vereinsjahr zählen das traditionelle Musikfest am Christi-Himmelfahrts-Wochenende sowie das Wunschkonzert am 5. Januar. Diese Veranstaltungen bringen die Menschen im Ort zusammen und stärken das Gemeinschaftsgefühl – genau dafür steht der Musikverein Gornhofen.


Die musikalische Ausbildung liegt ihnen besonders am Herzen. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die ein Instrument erlernen oder wieder einsteigen möchten, sind bei ihnen jederzeit herzlich willkommen!

Wer mehr über den Verein, die Ausbildungsmöglichkeiten, Auftritte oder Termine erfahren möchte, findet ausführliche Informationen auf der Website des Vereins www.mv-gornhofen.de. Dort gibt es auch Hinweise dazu, wie man Mitglied werden oder sich aktiv im Verein engagieren kann.

Bühnenauftritt Musikverein Gornhofen

Blutreitergruppe Weißenau e. V.

Die Blutreitergruppe Weißenau beim Jubiläumsritt zum 100-jährigen Bestehen am 25. Juni 2023. Links vorne im Bild Simon Burkhardt, der seit März 2024 als Gruppenführer fungiert, rechts daneben sein Vorgänger Manfred Marschall, der dieses Amt von 2003 bis März 2024 innehatte. Foto: Bernhard Rückgauer.
Die Blutreitergruppe Weißenau beim Jubiläumsritt zum 100-jährigen Bestehen am 25. Juni 2023. Links vorne im Bild Simon Burkhardt, der seit März 2024 als Gruppenführer fungiert, rechts daneben sein Vorgänger Manfred Marschall, der dieses Amt von 2003 bis März 2024 innehatte. Foto: Bernhard Rückgauer.

Die Blutreitergruppe Weißenau ist ein traditionsreicher Verein, der seit über einem Jahrhundert fest im kulturellen und kirchlichen Leben der Ortschaft Eschach sowie der katholischen Kirchengemeinde Weißenau verankert ist. Initiiert wurde die Gruppe im Winter 1923 vom damaligen Weißenauer Pfarrer Max Notz (1873–1958) und dem Landwirt Max Leibinger (1886–1930), der den Voglerhof im Südwesten Ravensburgs bewirtschaftete. Den beiden gelang es, zehn weitere, überwiegend junge Männer für ihre Idee zu begeistern. Die formelle Gründung der Blutreitergruppe erfolgte im März 1924. Seit dem Jahr 1988 sind die Blutreiter als eingetragener Verein organisiert.

Glaube, Tradition und die Liebe zu den Pferden

Die Weißenauer Blutreiter verbindet der gemeinsame christliche Glaube, die bewusste Pflege überlieferter Traditionen sowie ihre Liebe zu den Pferden. Im Mittelpunkt ihres religiösen Selbstverständnisses steht die Verehrung des Heiligen Blutes Christi, das im Schussental in Form zweier Reliquien in der Basilika St. Martin in Weingarten sowie in der Münsterkirche St. Peter und Paul in Weißenau aufbewahrt wird.


Mit ihrem Wirken bereichern die Blutreiter das kirchliche und kulturelle Leben der Region auf vielfältige Weise: Einen besonderen Höhepunkt stellt die alljährliche Teilnahme am Blutritt in Weingarten dar. Weitere feste Bestandteile des Jahresprogramms sind der Blutritt in Bad Wurzach, der Georgiritt in Untereschach sowie seit einigen Jahren die Reiterprozession zum Heilig-Kreuz-Fest in Ulm-Wiblingen. Zu besonderen Anlässen richtet die Blutreitergruppe auch eigene Reiterprozessionen aus: So wurde 2023 das 100-jährige Bestehen der Blutreitergruppe mit einem feierlichen Blutritt durch die Fluren rund um Weißenau begangen, an dem rund 120 Reiterinnen und Reiter aus der Region teilnahmen. Darüber hinaus wirken die Blutreiter bei zahlreichen feierlichen Anlässen der Kirchengemeinde Weißenau mit, darunter die Fronleichnamsprozession, das Magdalenenfest sowie weitere Festgottesdienste. Auch regelmäßige Ausritte, Ausflüge, gesellige Zusammenkünfte und Feste sind fester Bestandteil des abwechslungsreichen Vereinslebens.

Generationenübergreifende Verbundenheit

Derzeit zählt die Blutreitergruppe Weißenau rund 70 Mitglieder, von denen etwa 35 aktive Reiterinnen und Reiter sind. Die Leitung des Vereins obliegt einem Ausschuss mit rund einem Dutzend gewählter Mitglieder, an dessen Spitze der Gruppenführer und sein Stellvertreter stehen. Die Zugehörigkeit zur Blutreitergruppe stiftet eine starke generationsübergreifende Verbundenheit: Zahlreiche Familien sind dem Verein bereits seit Jahrzehnten eng verbunden.

Kontakt

Blutreitergruppe Weißenau e.V.
Simon Burkhardt - Gruppenführer
Ravensburger Straße 4
88214 Ravensburg-Weißenau
Telefon: 0160 8407576
E-Mail: blutreitergruppe.weissenau(at)se-rv-sued.de

Das älteste Bilddokument der Blutreitergruppe Weißenau stammt aus dem Jahr 1925 oder 1926 und zeigt die Blutreiter während der Blutfreitagsprozession in Weingarten. Foto: Archiv der Blutreitergruppe Weißenau e. V.
Das älteste Bilddokument der Blutreitergruppe Weißenau stammt aus dem Jahr 1925 oder 1926 und zeigt die Blutreiter während der Blutfreitagsprozession in Weingarten. Foto: Archiv der Blutreitergruppe Weißenau e. V.

Heimat- und Kinderfestkommission Weißenau e.V.

Kinder auf dem Festwagen beim Heimat- und Kinderfests Weißenau Foto: Siegfried Heiss
Kinder auf dem Festwagen beim Heimat- und Kinderfests Weißenau Foto: Siegfried Heiss

Die Ortschaft Eschach begeht 2026 ihr 200-jähriges Jubiläum. Im Amtsblatt erscheint bis zu den Feierlichkeiten am 4. und 5. Juli eine Serie, welche die vielfältigen Institutionen Eschachs vorstellt. Das Heimat- und Kinderfest Weißenau ist bereits seit 1911 eine Veranstaltung für die ganze Familie mit einem bunten Programm und vielen Höhepunkten. Möglich gemacht werden diese besonderen Tage nicht zuletzt durch die Festkommission.

Highlights des Heimat- und Kinderfests Weißenau

Am zweiten Juliwochenende ist es wieder soweit: Auf dem Festgelände befindet sich ein bunter Rummelplatz mit aufregenden Fahrgeschäften, unterhaltsamen Spielen und tollen Attraktionen für Groß und Klein. Der traditionelle Flohmarkt unter schattigen Bäumen lädt zum Stöbern ein, während Sportbegeisterte beim beliebten Fußballturnier auf ihre Kosten kommen. Musikalische Unterhaltung und der Auftritt zahlreicher Fanfarenzüge sorgen für beste Stimmung auf dem Festplatz. Das spektakuläre Feuerwerk mit musikalischer Begleitung vor der beeindruckenden Kulisse der Klosterkirche verspricht ein unvergessliches Erlebnis. Ein Höhepunkt ist der große Festzug mit Hunderten von Mitwirkenden, historischen Figuren und eindrucksvollen Darstellungen.

Heimat- und Kinderfests Weißenau Foto: Sigfried Heiss
Heimat- und Kinderfests Weißenau Foto: Sigfried Heiss

Unterstützung für strahlende Kinderaugen

Genau wie die Feier 200 Jahre Eschach lebt auch das Heimat- und Kinderfest Weißenau vom tatkräftigen Anpacken zahlreicher helfender Hände. Schule, Vereine, Kindergärten und viele weitere Helfer tragen jährlich mit großem Engagement zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Mit dem Kauf eines Festabzeichens, einem jährlich neu gestalteten Button, wird die Finanzierung des Heimatfestes unterstützt – außerdem gibt es die Chance großartige Preise zu gewinnen! Aber auch die Festkommission freut sich über Mithilfe. Die Aufgaben sind hier so vielfältig wie das Fest selbst, vom Ändern der Kostüme bis hin zur Instandsetzung der Wagen. Wer als Sponsor oder Helfer unterstützen möchte, darf sich jederzeit beim Vorstand der Festkommission melden: vorstand.kinderfest(at)gmail.com Strahlende Kinderaugen garantiert!

Narrenzunft Narrenau Weißenau 1960 e. V.

Gruppenfoto Narrenzunft Weißenau

2026 ist ein Jahr der Jubiläen! Die Ortschaft Eschach feiert ihr 200-jähriges Bestehen. Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Narrenzunft Narren-Au Weißenau Grund zur Freude: 66 Jahre Narrenzunft wurden mit einem großen Jubiläumsumzug und allerlei Rahmenprogramm zelebriert. 


Die Narrenzunft Weißenau 1960 e. V. darf dieses Jahr folglich auf stolze 66 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Es begann alles als Karnevalsverein mit einem Elferrat. Jahr für Jahr nahmen die Mitglieder zu. Mittlerweile hat die Narrenzunft vier Häsergruppen und einen stolzen Narrensamen. Besonders bekannt ist das Häs der Feuermarie, welches auf Erzählungen über eine Magd zurückgeht, die in der Gegen um Weißenau Hütten, Höfe und Schuppen angezündet haben soll, wenn sie für ihre Dienste nicht entsprechend entlohnt wurde.


Die Zeit eines Narrs beginnt am 11.11. und endet am Dienstag vor dem Aschermittwoch. Ein echter Narr verbringt jedes Wochenende auf Umzügen in und außerhalb der Region. Die Mitglieder haben sehr viel Spaß dabei und erleben in der fünften Jahreszeit eine ganz besondere Form der Gemeinschaft. Auch außerhalb der närrischen Zeit zeichnet sich der Verein durch gemeinsame Aktionen aus. Jährliche Veranstaltungen sind der Boxenstop am 1. Mai, der Flohmarkt und das Moka-Fest. Bei Aktionen der Ortschaft ist die Narrenzunft Weißenau engagiert – beispielsweise bei der Dorfputzete. Natürlich sind die "Weißenauer Narren" auch bei der Feier 200 Jahre Eschach mit von der Partie.


Das Herzsstück ist das eigen erbaute Zunftheim. Im Jahr 2002 wurde der Bau fertig gestellt, nicht zuletzt aufgrund von viel Eigenarbeit zahlreicher Mitglieder und Helfer. Dort finden alle Veranstaltungen und Sitzungen statt. Zusätzlich wird der Saal vermietet und ist aufgrund seiner idealen Lage am Ortsrand von Weißenau für private Veranstaltungen und Fest beliebt.



Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf der Homepage www.narrenzunft-weissenau.de
Weitere Einblicke in das lebendige Vereinsleben gibt es auf dem offiziellen Instagram-Account



Fanfarenzug Weißenau

Gruppenbild Fanfarenzug Weißenau

Seit seiner Gründung im Jahr 1974 besteht der Fanfarenzug Weißenau aus durchschnittlich rund 40 aktiven Mitgliedern. Erweitert wird dieser Kreis durch zahlreiche Ehemalige und passive Mitglieder sowie deren Familien, die sich der Gemeinschaft weiterhin verbunden fühlen.

Seit 1989 gehört auch die Ausbildung der Weißenauer Schülertrommler fest zum Verein. Ebenso prägen die Marketenderinnen, welche die Auftritte regelmäßig begleiten, sowie der Ehemaligenzug – die „Legenden“ – das Vereinsleben, welches von einer Vielzahl unterschiedlichster Charaktere geprägt ist. Jung und Alt bringen sich bei Kompositionen, Projekten und Auftritten ein. Das daraus entstehende starke Gemeinschaftsgefühl bildet die Basis des Vereinslebens.


Ziel des Fanfarenzuges ist die musikalische und kulturelle Pflege der mittelalterlichen Landsknechtskultur – mit Naturfanfaren, selbst gebauten Trommeln und synchronem Fahnenschwung. Dass der Schwerpunkt vor allem im historischen Sommerprogramm liegt, hat sich über die Jahre entwickelt und unterscheidet den Verein ein Stück weit von den meisten Fanfarenzügen der Region. Das musikalische Repertoire umfasst daher überwiegend historische Stücke. Ein großer Teil davon stammt aus Eigenkompositionen der Mitglieder.

Das Vereinsheim in Mariatal ist der zentrale Ankerpunkt des Vereinslebens. Hier, in Weißenau und Ravensburg, sind die Vereinsmitglieder fest verwurzelt. Es ist dem Fanfarenzug daher eine besondere Ehre, beim Heimat- und Kinderfest Weißenau, sowie beim Rutenfest, für Freunde, Familien, Betriebe und Gönner aus der Region aufzutreten und ihr Können zu präsentieren. Auch im Rahmen der Feier 200 Jahre Eschach wird der Fanfarenzug Weißenau auf der Bühne sein und für Stimmung sorgen.

Auch über die Region hinaus ist der Weißenauer Fanfarenzug gerne unterwegs – wie z.B. beim Kaltenberger Ritterturnier, beim Oktoberfest in München, beim Ruethenfest in Landsberg, beim Kivelingsfest in Lingen an der Ems oder bei Auftritten in Spanien (Malgrat, Calella), sowie bei der Raber Fjera in Kroatien.

Wer Lust hat, Teil dieser Gemeinschaft zu werden, ist herzlich eingeladen, die Proben montags und freitags ab 19.30 Uhr im Vereinsheim zu besuchen oder erreicht den Weißenauer Fanfarenzug unter:

www.fz-weissenau.de
www.instagram.com/fanfarenzugweissenau

2009 wurden erstmals die selbst gebauten Trommeln präsentiert
2009 wurden erstmals die selbst gebauten Trommeln präsentiert

Dorfgemeinschaft Oberhofen e. V.

Der Vereinssitz der Dorfgemeinschaft Oberhofen
Der Vereinssitz der Dorfgemeinschaft Oberhofen

Seit seiner Gründung im Jahr 1997 dreht sich bei der Dorfgemeinschaft Oberhofen e. V. alles um ein lebendiges Miteinander und die Förderung der Heimatpflege sowie der Heimatkunde in unserer Ortschaft. Mittlerweile zählt der Verein über 200 Mitglieder. Ihm ist es wichtig, regionale Traditionen zu bewahren, das historische Kulturgut unserer Ortschaft zu erhalten und aktiv an der baulichen, landschaftlichen und kulturellen Entwicklung von Oberhofen mitzuwirken.


Der Verein ist stolz darauf, ein eigens erbautes Vereinsheim zu haben. Sein Dorfgemeinschaftshaus steht mitten im Ortskern (direkt hinter dem Rathaus) und ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für alle Aktivitäten. Jeden Donnerstag ab 19:00 Uhr trifft man sich hier zu einem regelmäßigen Stammtisch. Egal ob für gute Gespräche, ein geselliges Beisammensein oder um neue Pläne für das Dorf zu schmieden – hier ist jeder aus der Ortschaft jederzeit herzlich willkommen.

Gelebte Geschichte: dorfeigenes Museum & Kulturgut

Tradition bedeutet für die Dorfgemeinschaft, die Wurzeln von Oberhofen nicht zu vergessen und das Bewusstsein für die Heimatgeschichte zu wecken. Der Verein sammelt historische Unterlagen, pflegt das dorfeigene Museum im 1. OG des Dorfgemeinschaftshauses mit viel Herzblut und macht dieses historische Kulturgut in regelmäßigen Führungen der Öffentlichkeit zugänglich.

Ein Jahr voller Leben – Aktivitäten & Feste

Um seine Vereinsziele mit Leben zu füllen, veranstaltet der Verein im jährlichen Rhythmus fest verankerte Bräuche und Aktionen in Oberhofen. Vom traditionellen Funken, über das gemeinsame Maibaumstellen, dem Martinimarkt und der traditionellen Martinirechnung, bis hin zum Christbaumsammeln hält der Verein die Dorfgeschichte lebendig. Außerdem organisiert der Verein das beliebte Dorffest und veranstaltet für seine Mitglieder und Freunde abwechslungsreiche Backtage (wie Pizza- und Plätzchenbacken), Grillabende, die gemeinsame Apfelernte und Traubenlese sowie das beliebte Funkenringwürfeln.


Für wen ist der Verein da?

Kurz gesagt: Für alle Einwohner rund um Oberhofen! Die Zielgruppe kennt keine Grenzen. Ob Jung oder Alt, Frauen oder Männer, Alteingesessene oder Neuzugezogene – die Dorfgemeinschaft Oberhofen e.V. verbindet Generationen, stärkt das Verantwortungsgefühl für unsere Heimat und schafft Raum für ein echtes Miteinander.


Mach mit und sprich die Dorfgemeinschaft Oberhofen an!

Ein lebendiges Dorf lebt vom Engagement. Du möchtest die Dorfgemeinschaft unterstützen, Mitglied werden, dich einbringen oder einfach mal unverbindlich reinschnuppern?


Schreib eine E-Mail: Du erreichst die Vorstände Robert Arnegger und Helmut Simon unter vorstand(at)dg-oberhofen.de


Triff den Verein persönlich: Komm einfach donnerstags ab 19 Uhr zum Stammtisch im Dorfgemeinschaftshaus vorbei oder sprich seine Mitglieder direkt auf den Festen an – du findest sie meistens dort, wo es die leckersten Essensstände oder erfrischende Getränke gibt!

Logo Dorfgemeinschaft Oberhofen

Narrenzunft Oberhofen

Die Narrenzunft Oberhofen
Die Narrenzunft Oberhofen

Die Narrenzunft Oberhofen ist ein noch vergleichsweise junger, aber umso lebendigerer Bestandteil des örtlichen Vereinslebens, der inzwischen nicht mehr wegzudenken ist. Gegründet wurde die Zunft am 19. März 2011 mit dem Ziel, die Fasnet aktiv mitzugestalten, Traditionen zu pflegen und gleichzeitig Raum für Gemeinschaft und neue Ideen zu schaffen. Seitdem hat sich die Narrenzunft zu einer festen Größe im Ort entwickelt und begeistert mit viel Engagement, Kreativität und starkem Zusammenhalt.


Besonders auszeichnend für die Narrenzunft Oberhofen ist die große Zahl an jungen Mitgliedern, darunter viele Familien mit Kindern. Diese lebendige Mischung sorgt für frischen Wind und eine offene, herzliche Atmosphäre. Gemeinschaft wird nicht nur während der Fasnetszeit gelebt, sondern das ganze Jahr über. Ob ein gemeinsamer Bowlingtag, ein Ausflug in den Kletterpark, das beliebte Osterbacken, die Nikolaussause oder ein gemütliches Sommergrillen – die Narrenzunft bietet ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein.


Auch die Häser tragen maßgeblich zur Vielfalt der Zunft bei. Insgesamt vier unterschiedliche Figuren prägen das Erscheinungsbild und spiegeln die Geschichte sowie die Traditionen von Oberhofen wider. Der „Dorfmauser“ erinnert an einen früheren Mäuse- und Rattenfänger, der bereits um 1840 auf den Feldern und Wiesen Oberhofens unterwegs gewesen sein soll. Der Überlieferung nach sammelte er die Schwänze der gefangenen Tiere und legte sie täglich im Rathaus zur Kontrolle vor, bevor er einmal im Jahr für seine Arbeit entlohnt wurde. Ergänzt wird diese Figur durch die „Maus“, die die einstige Mäuse- und Rattenplage symbolisiert, welche früher Felder, Wiesen und Dörfer heimsuchte.


Mit dem „Torkelweible“ greift die Narrenzunft eine weitere historische Erzählung auf. Die Figur stellt eine arme, aber auch verschlagene Magd dar, die sich abends am Oberhofener Torkel aufhielt, wenn die Weinbauern von ihren Weinbergen heimkehrten. Dort bat sie um Essen und Geld – nicht selten nutzte sie jedoch die Gelegenheit, sich selbst an der frischen Ernte zu bedienen. Als Einzelfigur ergänzt seit dem Jahr 2013 der „Nachtwächter“ die Narrenzunft. Er erinnert an die früheren Nachtwächter, die in den Abendstunden durch die Straßen zogen, für Ruhe und Sicherheit sorgten und aufmerksam über das Dorf wachten

Darüber hinaus versteht sich die Narrenzunft Oberhofen als aktiver Teil der Dorfgemeinschaft. Sie unterstützt örtliche Veranstaltungen und hilft dort mit, wo Unterstützung gebraucht wird – sei es beim Putztag, beim Kirchen- und Gemeindefest, beim Martinimarkt oder bei zahlreichen Veranstaltungen in den umliegenden Gemeinden. So ist die Narrenzunft unter anderem beim Eschacher Kinderfest, beim Kinderfest in Weißenau oder bei Veranstaltungen im Bauernhausmuseum in Wolfegg vertreten.


Zusätzlich organisiert die Narrenzunft Oberhofen zwei eigene Veranstaltungen, die inzwischen fest zum Jahreskalender gehören: das traditionelle Narrenbaumstellen sowie den Kinderball, der jedes Jahr viele kleine und große Besucher begeistert. Damit leistet die Zunft einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Ortschaft und schafft Begegnungsmöglichkeiten für alle Generationen.


Wer Interesse an der Narrenzunft Oberhofen hat, ist jederzeit herzlich willkommen. Egal ob als aktives Mitglied, Helfer oder Unterstützer – die Zunft freut sich über jede neue Persönlichkeit, die die Gemeinschaft bereichert. Kontakt kann ganz unkompliziert per E-Mail an schreiberling(at)nz-oberhofen.de. de aufgenommen werden.


Auf der Homepage steht außerdem ein Mitgliedsantrag zum Download bereit. Aktuelle Einblicke in das Vereinsleben bietet zudem der Instagram-Kanal der Narrenzunft. Natürlich freut sich die Narrenzunft Oberhofen auch über persönliche Begegnungen bei ihren Veranstaltungen – neue Gesichter sind jederzeit herzlich willkommen.


Freiwillige Feuerwehr Ravensburg Abteilung Eschach

Die Freiwillige Feuerwehr ist als Teil der BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) kein Verein, sondern zählt zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde - in diesem Fall der Stadt Ravensburg. Die Gründung der damals noch selbstständigen Gemeindefeuerwehr Eschach datiert auf das Jahr 1863.


Freiwillige (ehrenamtliche) Feuerwehr

Überraschenderweise gibt es in ganz Baden-Württemberg nur neun größere Städte mit rund 2.000 Berufsfeuerwehrleuten. Alle anderen Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg sind Freiwillige Feuerwehren mit rund 110.000 freiwilligen Feuerwehrangehörigen. Folglich gehen die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen in Eschach, Ravensburg und ganz Baden-Württemberg einem anderen Hauptberuf nach, zum Beispiel als Bäcker, Maler, Ingenieur, Landwirt, Lehrer oder Heilerziehungspfleger. Wenn zu einem Einsatz alarmiert wird, werden wir die Ehrenamtlichen zu Feuerwehrleuten. Dies regelt das Feuerwehrgesetz in Baden-Württemberg.


„Bunt und vielfältig sind wir im Inneren, ein großes Ganzes nach außen" - Feuerwehr

Die Feuerwehrleute sind hier zu Hause, kennen sich gut aus und sind hervorragend vernetzt. Das hilft sehr, die Einsätze zu bewältigen. Die Vielfalt der Feuerwehrangehörigen in Bezug auf Nationalität, Geschlecht, Alter und Beruf macht die Feuerwehr sehr bunt. Die identische Uniform, die gemeinsamen Übungen und Ausbildungen formen ein großes Ganzes. Mit dieser Einheit kann der Schutz der Bevölkerung als Pflichtaufgabe der Gemeinde sichergestellt werden. Der direkte und vielfältige Austausch auf Gemeinde- und Ortschaftsebene den Bürgern, den Vereinen und Institutionen ist Teil unserer DNA. „Wir sind mittendrin" - Feuerwehr.


Wer neugierig geworden ist, sich einfach nur interessiert oder die Feuerwehr sogar verstärken möchte, kann sich sehr gerne über Telefon / Whatsapp 0751 65278285 melden. In Notfällen immer die Telefonnummer 112 wählen. „Wir sind immer da" – Feuerwehr.


Bild: Freiwillige Feuerwehr Ravensburg Abteilung Eschach
Bild: Freiwillige Feuerwehr Ravensburg Abteilung Eschach

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Kontakt

Ortsverwaltung Eschach
Thomas Faigle
Ortsvorsteher

Telefon: 0751 7608-30
Thomas Faigle

Rathaus Eschach in Oberhofen

Tettnanger Straße 363

88214 Ravensburg

 

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Mo bis Mi14 - 16 Uhr
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