15.08.2024 | Derzeit werden einige Bäume im Stadtbild als "Habitatbäume" beschildert, um auf ihren wichtigen Beitrag als natürlicher Lebensraum für Tiere und Pflanzen hinzuweisen.

Bäume wachsen und verändern sich über die Jahrzehnte.
Insbesondere in den späteren Lebensphasen eines Baumes bilden sich mehr und
mehr Strukturen wie Höhlungen, Faulstellen, Nischen, Risse oder Totholz. Diese
Strukturen können zahlreichen Säugetieren, Vögeln, Pilzen, Pflanzen und
Insekten als Lebensraum dienen.
Gefährdet ein
Baum im Stadtbereich die Verkehrssicherheit, so muss er nicht zwangsläufig
vollständig gefällt werden. Die Stadtverwaltung bemüht sich, wo immer das
möglich ist, diese Bäume als Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten und
gezielt zu fördern. Solche Bäume werden häufig nur teilweise gefällt. In der
Regel bleiben der Stamm und manchmal auch Teile der Krone erhalten. Ein solcher
Rumpfbaum, auch als "Habitatbaum" bezeichnet, zersetzt sich im Lauf
der Zeit im natürlichen Prozess. Während er über die Jahre verrottet, bietet er
gleichzeitig Rückzugsmöglichkeiten für viele Arten und trägt mit seinen
besonderen Holzstrukturen zu mehr Artenvielfalt und Biodiversität bei.
Jüngst wurden bestehende, exponiert gelegene Habitatbäume
auf dem Veitsburgplateau, am Locherhofbach und am Weiher am Hofgut zur
öffentlichen Information mit Schildern ausgestattet. Die Markierung weiterer
Habitate folgt.

