21.09.2021 | Ravensburg punktete unter anderem mit der Schussenrenaturierung und mit dem vom Gemeinderat beschlossenen Konzept zur Förderung der Streuobstwiesen

Blühwiesen für Wildbienen statt kurz geschorener Vielschnittrasen und eintöniger Bodendeckerflächen. Stadtbäume, die so gepflegt werden, dass sie altern können statt gefällt und ersetzt zu werden. Dies sind nur einige von vielen Maßnahmen, mit denen Städte und Gemeinden Punkte für das Label „StadtGrün naturnah“ sammeln können. Die begehrte Auszeichnung wird seit vier Jahren vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ und der Deutschen Umwelthilfe im Rahmen des Projektes „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ vergeben. Am 15. September wurden die 15 neu gelabelten Kommunen bekannt gegeben. Die Zahl der zertifizierten Städte und Gemeinden steigt damit auf insgesamt 49 – mit zusammen rund 6,5 Mio. Einwohnenden. Die Stadt Ravensburg wurde mit dem Label "StadtGrün naturnah" in Gold ausgezeichnet.
Einen würdigeren Ort kann man sich kaum vorstellen: Im Plenarsaal des Düsseldorfer Rathauses erfolgte am Mittwoch, den 15. September vor rund 80 Teilnehmenden in feierlichem Rahmen und unter Einhaltung der Abstandsregeln die offizielle Übergabe der „StadtGrün naturnah“-Labels an die anwesenden Delegierten der frisch zertifizierten Städte und Gemeinden.
„Diese 15 Kommunen haben eines
gemeinsam: Sie sind ganz vorne mit dabei, wenn es um naturnahes Stadtgrün geht.“,
sagt Janos Wieland von der Deutschen Umwelthilfe. „Dass dies kein Selbstzweck
ist, hat sich gerade in Zeiten von Corona wieder gezeigt: Während der Pandemie
waren wohnortnahe Parks und Grünflächen für viele Menschen die einzige
Möglichkeit, sich draußen aufzuhalten. Und naturnahes städtisches Grün kann
noch mehr: Es ist ein wichtiger Baustein für die Anpassung an den Klimawandel
und beherbergt zudem zahlreiche Tiere und Pflanzen.“
„Viele Städte und Gemeinden
erkennen gerade, dass sie naturnahes Stadtgrün brauchen, um zukunftsfähig zu
werden.“ sagt auch Gerold Rechle, Vorsitzender des Bündnisses „Kommunen für
biologische Vielfalt“ und Bürgermeister der Stadt Laupheim. „Der Prozess, der
während des Labelverfahrens durchlaufen wird, trägt dazu bei, Flächen zu
identifizieren und aktive Personen in den Kommunen zusammenzubringen. Die
Kommunen berichten uns immer wieder begeistert davon, wie positiv die Effekte
durch die Teilnahme sind."
Ravensburg punktete unter anderem mit der Schussenrenaturierung und mit dem vom Gemeinderat beschlossenen Konzept zur Förderung der Streuobstwiesen. In der Laudatio wurde außerdem die ökologische Aufwertung des Hauptfriedhofs und der vorbildliche Umgang mit Straßen- und Stadtbäumen hervorgehoben.
Das Projekt „Stadtgrün – Artenreich und Vielfältig“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

Weitere Informationen:
Label „StadtGrün naturnah“: www.stadtgruen-naturnah.de
Bundesprogramm Biologische Vielfalt: www.biologischevielfalt.de/bundesprogramm
Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“: www.kommbio.de
Deutsche Umwelthilfe: www.duh.de
Kontakt
Blanka Rundel und Martin Goes, Umweltamt, umwelt@ravensburg.de
Dr. Uwe Messer
Bündnis „Kommunen für biologische
Vielfalt“, messer@kommbio.de