Großes Interesse an Frauen-Netzwerk in Ravensburg

04.12.2018 | Frauenforum Ulm stellt bei der Auftaktveranstaltung seine Arbeit vor.

 

Die Auftaktveranstaltung zur Gründung eines Frauen-Netzwerks in Ravensburg am 3. Dezember 2018 im Theater Ravensburg ist auf überwältigendes Interesse gestoßen. Eva Komprecht, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ravensburg, hatte dazu Frauen aus Vereinen, Verbänden, Politik und Kirche sowie einzelne engagierte Bürgerinnen eingeladen. Vertreterinnen des Frauenforums Ulm stellten dabei ihre erfolgreiche Arbeit vor.

Eva Komprecht rief die rund 100 anwesenden Frauen dazu auf, ihre Kompetenz und ihre Ideen aktiv einzubringen, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und eine Plattform zu gründen, um sich dort über Themen, die Frauen in Ravensburg beschäftigen, auszutauschen und sich in die Politik einzumischen. "Wir sollten unsere Kräfte bündeln, uns vernetzen und uns dadurch bestärken", betonte sie.


Eva-Maria Komprecht, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ravensburg

Eva Komprecht, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ravensburg, konnte rund 100 Frauen begrüßen.


Ulmer Frauen stellen Frauenforum Ulm vor

Dass ein solches Frauen-Netzwerk erfolgreich sein kann, demonstrierten drei Referentinnen aus Ulm: Diana Bayer, seit 2000 Leiterin des Frauenbüros der Stadt Ulm, sowie Gudrun Schmid und Gülay Cekmeci, zwei von fünf ehrenamtlichen Sprecherinnen des Frauenforums Ulm, das bereits 1989 gegründet wurde. Mehr als 60 Organisationen, Vereine und Gruppierungen setzen sich dabei mit frauenspezifischen Themen auseinander und bringen ihre Themen in die Politik ein.

Vier Mal im Jahr treffen sie sich zu Sitzungen im Ulmer Rathaus, daneben bilden sie Arbeitskreise zu unterschiedlichen Themen und beteiligen sich an Aktionstagen wie etwa dem "Equal Pay Day". Auf Briefe und Anträge an Politik und Verwaltung erhalten sie nach Aussagen von Gudrun Schmid sehr schnell Antwort: "Nach langer Vorarbeit werden wir ernst genommen", sagte die Sprecherin des Frauenforums, die den "direkten Draht" zu den Ulmer Stadträtinnen als "wichtiges Bindeglied" sehr schätzt.

Über Jahre hinweg hat das Frauenforum Ulm das politische Engagement von Frauen in der Kommunalpolitik forciert – mit Erfolg: Mittlerweile weist der Ulmer Stadtrat eine Frauenquote von 45 Prozent auf. In Ravensburg liegt der Frauenanteil im Gemeinderat bei 25,6 Prozent.

Dass Frauen sich mit ihrer fachlichen Kompetenz und mit ihrem frauenspezifischen Blick in Politik und Gesellschaft einbringen, sei eine "Verbesserung für die gesamte Gesellschaft" und sorge für eine "bürgernahe Politik", fasste Diana Bayer das Engagement der vielen unterschiedlichen Frauen des Ulmer Netzwerks zusammen.


Nächstes Treffen in Ravensburg Anfang 2019
Anfang nächsten Jahres lädt Ravensburgs Gleichstellungsbeauftragte Eva Komprecht alle interessierten Frauen zu einem nächsten Treffen ein, die sich in einem Frauen-Netzwerk in Ravensburg engagieren und sich mit gesellschaftspolitischen Frauenthemen auseinandersetzen wollen. Wer am Montagabend keine Zeit hatte, aber im Netzwerk mitmachen möchte, kann sich gerne bei ihr melden unter gleichstellung@ravensburg.de oder Telefon 075182-586.

Der informative Abend wurde humoristisch von dem kecken Kabarett "Frauengold" aus Herrenberg umrahmt. Es warf einen satirischen Blick auf die Meilensteine der Frauenbewegung und die Rolle der Frauen früher und heute.

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Ravensburgs Gleichstellungsbeauftragte Eva Komprecht (rechts) hat Referentinnen des Frauenforums Ulm zur Auftaktveranstaltung des Ravensburger Frauen-Netzwerks eingeladen (v. li.) Gudrun Schmid, Diana Bayer, Gülay Cekmeci.
Ravensburgs Gleichstellungsbeauftragte Eva Komprecht (rechts) hat Referentinnen des Frauenforums Ulm zur Auftaktveranstaltung des Ravensburger Frauen-Netzwerks eingeladen (v. li.) Gudrun Schmid, Diana Bayer, Gülay Cekmeci.

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