Hans Georg Kraus in den Ruhestand verabschiedet

01.10.2015 | 27 Jahre lang war der Verwaltungswissenschaftler Erster Bürgermeister der Stadt Ravensburg. Zum Abschied wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Ravensburg verliehen.

 

Vor 200 Gästen - Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Sozialverbänden und engagierten Bürgern - wurde Hans Georg Kraus am Mittwoch, 30. September 2015 mit einem Festakt im Heilig-Geist-Spital in den Ruhestand verabschiedet. Für sein überragendes Engagement in den vergangenen 27 Jahren verlieh ihm Oberbürgermeister Daniel Rapp auf einstimmigen Wunsch aller Fraktionen des Gemeinderats als höchste Auszeichnung der Stadt die Ehrenbürgerwürde.

Kurzweilig und fröhlich gestaltete sich die Abschiedsfeier, die musikalisch umrahmt wurde vom "Bobby-Guttenberger-Trio". Drei Redner würdigten die Verdienste von Hans Georg Kraus.
Oberbürgermeister Daniel Rapp dankte seinem Dezernenten für dessen unermüdlichen Einsatz. Er sei nicht nur für die Stadt, sondern auch für ihn persönlich ein "Glücksfall" gewesen. Als guter Ratgeber sei der stets an der Sache orientierte, zuverlässige, standhafte und humorvolle Kommunalpolitiker ihm in den letzten fünf Jahren zum väterlichen Freund geworden. Der Verwaltungswissenschaftler, der nicht nur im Rathaus und im Gemeinderat ein großes Ansehen genoss, hat in seiner Amtszeit jedes Amt geführt - bis auf die Kämmerei, denn, so Rapp schmunzelnd, "das muss immer OB-Sache sein".

Kraus habe die positive Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte ganz wesentlich mitgeprägt, so der OB. Dies bestätigte ihm auch Stadtrat August Schuler, der stellvertretend für den gesamten Ravensburger Gemeinderat Kraus für dessen "engagiertes und menschliches Wirken" dankte. Für den Gemeinderat sei Kraus stets ein ehrlicher und offener Partner gewesen, dem er aber auch die Attribute "diszipliniert, streng, gerecht, durchsetzungsstark und loyal" zuwies. Kraus sei immer ein Vordenker für den sozialen Frieden in der Stadt gewesen. Wesentlich geprägt habe er die Gründung der Stiftungen Heilig Geist Spital und Bruderhaus in den 90-er Jahren, die Gründung des Oberschwabenklinik-Verbundes und der Technischen Werke Schussental (TWS).

Stellvertretend für die freien Träger der Wohlfahrtspflege würdigte Pfarrer Friedemann Manz den scheidenden Ersten Bürgermeister auf äußerst humorvolle Weise. Die freien Träger schätzten an Hans Georg Kraus vor allem dessen Menschlichkeit, Fachlichkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, sein offenes Ohr und seine Sympathie für die freien Träger sowie sein Interesse an ausgegrenzten Menschen. "Wir wussten uns bei Ihnen gut aufgehoben", sagte Manz. Er hoffe, dass Kraus während seines Ruhestands "das eine oder andere Ehrenamt" übernehme.

"Es war ein Glücksfall für mich, dass ich so lange mitwirken konnte", sagte Hans Georg Kraus in seiner Abschiedsrede. Trotz hoher Belastung habe ihm seine Aufgabe immer Freude gemacht. Viele Vorhaben seien gelungen. Ihm sei das soziale Klima in der Stadt immer ein besonderes Anliegen gewesen: Weit vorangekommen sei die Stadt beim Kita-Ausbau ebenso wie bei den Themen Integration, Bedürftige und der Altenhilfe. Er lobte die "vielfältige Zivilgesellschaft in der Stadt" und dankte allen für die gute Zusammenarbeit: dem Gemeinderat ebenso wie den freien Trägern, den Unternehmen und der "qualifizierten und schlanken" Verwaltung. Sein Dank galt OB Rapp und dessen Vorgänger Hermann Vogler "für die guten Jahre" - und nicht zuletzt auch seiner anwesenden Familie.

Überraschungsgast Bernd Kohlhepp leitete mit seiner kabarettistischen Einlage als "Hämmerle von Bempflingen" humoristisch zum gemütlichen Teil der Verabschiedung über.

Impressionen

 
 
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8

Fotos: Kim Enderle, www.enderle-medien.de

Suche