Seit 1998 begehen das Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau (ZfP) und die Stadt Ravensburg den 27. Januar als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Im Wechsel gestalten Stadt und ZfP die Feier: Der Schwerpunkt des ZfP liegt auf der Erinnerung an die Opfer der „Euthanasie-Aktion“. Die Stadt gedenkt auch anderer Opfergruppen. Mit Konzerten, Lesungen, Vorträgen oder auch Exkursionen, wie zum Beispiel in die ehemalige Vernichtungsanstalt Grafeneck auf der Schwäbischen Alb, wird an die Opfer des beispiellos totalitären Regimes erinnert. Als fester Bestandteil des Gedenktages wird zu 691 Glockenschlägen am Denkmal der grauen Busse in der alten Pforte des ZfP ein Kranz niedergelegt.
Der Gedenktag orientiert sich am 27. Januar 1945, dem Tag, an dem das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde.
| Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: 27. Januar 2013 Seit 1996 wird in der Bundesrepublik Deutschland der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Anlässlich dieses nationalen Gedenktages, den Bundespräsident Roman Herzog durch Proklamation Anfang 1996 einführte, wird an die Millionen von Menschen erinnert, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Das Datum an sich erinnert an die Befreiung der Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945. Programm zum Gedenktag im ZfP Südwürttemberg in Ravensburg-Weißenau: 14 Uhr Grußwort Prof. Dr. Paul-Otto Schmidt-Michel 14.10 – 14.45 Uhr Zur Geschichte der so genannten Kinder-Euthanasie: Stand der Forschung PD Dr. Thomas Beddies, Charité Berlin 14.45 – 15.10 Uhr Der Umgang mit der so genannten Kinder-Euthanasie in der kinder- und jugendpsychiatrischen Fachwelt. Prof. Dr. Renate Schepker, ZfP Südwürttemberg 15.15 Uhr Glockenläuten und Gang zum Mahnmal der Grauen Busse 15.30 Uhr Ansprache des Oberbürgermeisters der Stadt Ravensburg Dr. Daniel Rapp |