Alternative Energien
Pilotprojekt solargestützte Nahwärme Eichwiese
1989/90 entschloss sich das Siedlungswerk gemeinsam mit der Stadt und den Stadtwerken zum Bau einer teilweise mit solar versorgten Wohnanlage, „Eichwiese“. 136 Wohneinheiten, darunter Reihenhäuser, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen, werden hier mit warmen Wasser und Wärme, teils durch Erdgas und teils durch die Sonne versorgt. Zu diesem Zweck wurden Solarkollektoren installiert. Mit einer Leistung von etwas 128.000 kWh deckt die Solaranlage einen großen Teil des Energiebedarfs für warmes Wasser. Die solarunterstützte zentrale Warmwasserbereitung war in dieser Form eine der ersten in Deutschland. Nähere Informationen zur Anlage erhalten Sie bei der TWS.
Heizungsanlagen mit Vorbildcharakter
1998 wurde die Holzhackschnitzelanlage in der Uferstraße in Betrieb genommen. Vorausgegangen war der Wunsch der Stadt Ravensburg 330 Wohnungen in der Grünlandsiedlung und der Gartenstraße energiesparend zu sanieren. Für die Art der Sanierung und die Entwicklung des Heizkonzeptes übernahm der Bau- und Sparverein Ravensburg die Projektsteuerung. Passend zur energiesparenden Sanierung fiel die Wahl bei der Heizungsanlage auf eine CO2-neutrale Holzhackschnitzelanlage. Die Idee zu der innovativen Art der Wärmeversorgung mittels Holzhackschnitzel basiert auf den guten Erfahrung,en aus der Schweiz und aus Österreich.
Das in der Anlage verfeuerte Holz stammt fast ausschließlich aus dem Stadtwald. Verwendet werden in erster Linie die dort anfallende Alt- und Restholzbestände, was wiederum zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung beiträgt. Das damals vorbildliche Pilotprojekt erweist sich heute mehr denn je als richtiger Weg. Holzhackschnitzelanlagen sind auch jetzt mit die erste Wahl, geht es um die Frage des Klimaschutzes und der Energieeffizienz bei der Wärmeversorgung. In der Grünlandsiedlung konnten so 50% der zuvor benötigten Energie eingespart werden. Gleichzeitig war es Impuls für eine Vielzahl weiterer nachhaltiger und ökologische sinnvoller Aktivitäten.
2001 folgte zum Beispiel der Einbau einer Holzpelletheizung im Kindergarten in Bavendorf.
2003 wurden rund 260.000 € in eine Holzhackschnitzelheizung für das Schulzentrum investiert.
1,8 Mio. Kilowattstunden im Jahr der in den städtischen Gymnasien benötigten Wärme werden hier jetzt aus regenerativen Brennstoffen gewonnen. Diese Investition war ein großer Schritt in die richtige Richtung. Denn von November 2003 bis Ende 2007 wurden durch den Einsatz der Holzhackschnitzel bereits 329.000 € an Kosten und 1.642Tonnen CO2 eingespart.
Photovoltaik
100 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr weniger in Ravensburg: das ist der positive Umweltbeitrag, den die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Eissporthalle leistet. Die 800 Solarmodule auf dem Dach der Eissporthalle produziert die Anlage rund 100.000 Kilowattstunden im Jahr.
Rund 160 Tonnen CO2 im Jahr sparen die Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden des Betriebshofes bei der Stromproduktion. Sowohl auf dem Gebäude in Mariatal als auch auf dem Gebäude in der Goethestraße wurden im Jahr 2009 großflächig Module mit einer Gesamtleistung von 235.000 Kilowattstunden installiert. Innerhalb der nächsten 20 Jahre werden die genannten Photovoltaikanlagen von privaten Investorengemeinschaften betrieben.