Wie muss die ideale Innenstadt aussehen? Wie der optimale Straßenraum, der vorbildliche Spielplatz oder Parkplatz? Die Meinungen gehen da auseinander. Es sind die unterschiedlichen Lebenssituationen (z.B. Geschlecht, Alter, gesundheitlicher Zustand), die einen die Dinge unterschiedlich wahrnehmen lassen.
Unter dem Begriff „Gender Mainstreaming“ wird diese unterschiedliche Sichtweise seit mehreren Jahren untersucht und über Lösungen nachgedacht. Die konkreten Planungsschritte zur Verwirklichung des Gender Mainstreamings nennt man „Gender Planning“.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Städtebau und ist ein erster Schritt in dieser Diskussion, die
- so das übergeordnete Ziel des „Gender Mainstreamings“ - in alle Lebens- und Arbeitsbereiche Einzug finden soll.
Das englische Wort „Gender“ heißt so viel wie „Geschlecht“ – und zwar lediglich auf den kulturellen und nicht auf den biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau bezogen. Erreicht werden soll eine gerechte Berücksichtigung („Mainstreaming“) beider Geschlechter bzw. der Bedürfnisse, die sich aus den unterschiedlichen sozialen Rollen von Frauen und Männern in ihren verschiedenen Lebensphasen (als Kinder, Jugendliche, Eltern, Berufstätige, Senioren usw.) ergeben. Mit „Gender Planning“ - der „geschlechtergerechten“ Planung – soll also die jeweiligen Lebenssituationen, in denen sich Männer und Frauen typischerweise befinden, Berücksichtigung finden.
Nähere Informationen zum Gender-Begriff und zum Thema Gender Planning finden Sie hier.
Das Projektteam der Stadt unter der Leitung von Bürgermeisterin Stephanie Utz ist sich einig: Dieses spannende und gleichzeitig umfangreiche Thema ist wichtig – zumal die geschlechtergerechte Planung künftig zu den Vergabekriterien für EU-Fördermittel gehören wird.