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Natur & Wandern

Natur für Liebhaber
Wanderer, Jogger und Radfahrer kennen die reizvolle Umgebung von Schmalegg. Hier finden sie teilweise unberührte und wildromantische Natur. Bäche schlängeln sich durch Wald- und Tobelgebiete, Fliehwälle ragen plötzlich aus der Erde heraus. An steilen Abhängen und tiefen Schluchten vorbei führen idyllische Wege mit lauschigen Plätzen.

 

Gerade die Wanderungen durch den Glastobel oder zum Schloßbüchel sind sehr reizvoll; dort kann man Orchideen bewundern und auf einer Tafel nachlesen, dass dies Schmaleggs historischer Ursprung ist. Eindrucksvoll sind auch Ausflüge zu dem acht Meter hohen Wasserfall und zur 200 Jahre alten Königstanne. Orkan Lothar hat der stolzen Tanne zwar die Spitze weggefegt, aber mit einer Höhe von 42 Metern gehört sie immer noch zu den größten weit und breit.

 

Der Schmalegger Wald
Der Schmalegger Bannwald wird nicht bewirtschaftet, anfallendes Holz darf nicht entnommen werden. Daher kann sich der Wald auf einer Fläche von 120 Hektar so entwickeln, wie es Klima und Bodenbeschaffenheit erlauben. Wer hier wandert, erlebt die pure Natur. Das war nicht immer so. Seit dem 17. Jahrhundert sind Eingriffe nachweisbar. Flurnamen wie „Kohlsteig“, „Schwarzensteig“ und „Schwarzhäusle“ erinnern an die „Kohlebrenner“, die Pottasche und Holzkohle für die Glasherstellung erzeugten. Auch Harz wurde bis Mitte des 20. Jahrhunderts gewonnen. Nur die Erzeugung von Brennholz war wegen der Geländebeschaffenheit immer schwierig. Ein nachhaltiger Ertrag ließ sich nicht erwirtschaften. Erst die Erschließung durch Waldwege und Brücken ermöglichte eine eingeschränkte Nutzung. 1990 wurde dann der Bannwald ausgewiesen. Seither hat der Schutz dieses Ökosystems höchste Priorität.

 



Flora und Fauna
Weil der Wald immer schon schwer zugänglich und für forstwirtschaftliche Nutzung kaum geeignet war, konnte sich eine Fauna und Flora entwickeln, die Botaniker und Naturfreunde gleichermaßen fasziniert: mehr als 200 Pflanzenarten sind in den Waldgebieten von Schmalegg nachgewiesen, darunter so seltene Orchideenarten wie Frauenschuh oder Purpurknabenkraut. Zwischen Wildsträuchern sieht man klebrigen Salbei blühen, und wer genau hinschaut, kann auch die wundersamen Blüten der Schwarzen Akelei oder des Seidelbasts entdecken. Das Klopfen der Bunt- und Schwarzspechte lässt Spaziergänger aufhorchen und erinnert sie daran, dass viele Vogelarten in den Waldgebieten wohnen. 32 sind es an der Zahl, darunter die Wasseramsel und der Eisvogel. An den Bächen huschen Amphibien vorüber, hin und wieder sind auch  Feuersalamander und Bergmolche darunter.

 

Schmalegger Tobel

Die Schmalegger Tobel sind vor mehr als 15000 Jahren durch Gletscherbewegungen entstanden und gehören heute zu den größten und schönsten der oberschwäbischen Hügellandschaft.

Besonders der acht Meter hohe Wasserfall des Buttenmühlebaches, der sich im Laufe der Jahrtausende durch rückschreitende Erosion immer weiter bachaufwärts verlagert, fasziniert die Wanderer. Die Wanderwege durch Wald und Tobel sind gut erschlossen. Es gibt dazu eine Wanderkarte mit Routenvorschlägen (erhältlich in der Ortsverwaltung Schmalegg, Schenkenstraße 10.) Möglichkeiten zu Rast und Stärkung gibt es in gemütlichen Gaststätten am Mühlsteig, beim Golfplatz oder in Schlegel. 

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Wanderkarte

Die Wanderkarte ist für 3 Euro bei der Ortsverwaltung Schmalegg, den Tourist-Informationen der Städte und Gemeinden im Landschaftspark Bodensee-Oberschwaben und im örtlichen Buchhandel erhältlich.