In Ravensburg treffen sich seit 1998 Vertreter aus Schulen, kirchlichen und privaten Initiativen, um sich gemeinsam für Projekte in der Entwicklungspolitik einzusetzen. Diese Gruppen sind in der Agenda „Eine Welt“ vernetzt. Zu einem jährlich wechselnden Aktionsthema werden gemeinsam Ausstellungen, Vorträge, Aktionstage, Wettbewerbe, Lernrallyes… organisiert und durchgeführt. Ein besonderes Anliegen der Gruppe ist die nachhaltige Bewusstseinsbildung für Eine-Welt-Themen bei Kindern und Jugendlichen. In den vergangenen Jahren standen unter anderem die Themen Kinderprostitution, Aids, Klima, Fairer Handel, Straßenkinder und Flucht im Mittelpunkt. Durch den direkten Kontakt der Eine-Welt-Gruppen mit Lehrern und Schülern im Unterricht und bei außerunterrichtlichen Angeboten werden sie zu eigenen Projekten in ihren Schulen angeregt. Ferner entstehen gemeinsame Initiativen in der Stadt, z. B. 2008 eine Demonstration von 2000 Schülern und Schülerinnen Ravensburger Schulen für die Kinderrechte in aller Welt.
Ausgezeichnet – Agendagruppe Eine Welt ist Unesco-Dekadeprojekt 2012/2013
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich das eigene Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt.
Der einzelne erfährt durch Bildung für nachhaltige Entwicklung: Mein Handeln hat Konsequenzen. Nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern. Ein solches Denken ist dringend notwendig, um Veränderungen anzustoßen und drängende globale Probleme wie den Raubbau an der Natur oder die ungleiche Verteilung von Reichtum anzugehen. Regierungen, Organisationen und Unternehmen müssen Nachhaltigkeit lernen und umsetzen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Wissen über:
- globale Zusammenhänge und Herausforderungen wie den Klimawandel oder globale Gerechtigkeit;
- die komplexen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Ursachen dieser Probleme
Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kompetenzen:
Mit Gestaltungskompetenz wird die Fähigkeit bezeichnet, Wissen über nachhaltige Entwicklung anwenden und Probleme nicht nachhaltiger Entwicklung erkennen zu können. Sie umfasst zum Beispiel folgende Fähigkeiten:
- vorausschauendes Denken;
- interdisziplinäres Wissen;
- autonomes Handeln;
- Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.
Hintergrund: Gestaltungskompetenz
Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005 - 2014)“ haben sich die Staaten der UN verpflichtet, dieses Konzept zu stärken – vom Kindergarten, Schule, beruflicher Ausbildung, Universität über Forschungs-institute, außerschulische Weiterbildungseinrichtungen bis zum informellen Lernen außerhalb von Bildungseinrichtungen. Die Agenda 21, das internationale politische Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung, nennt in Artikel 36 Bildung als Schlüsselfaktor auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.
Mehr Informationen zu den Aktionen in Ravensburg hier
www.bne-portal.de
Infos UN-Dekade
Presse
INFO vom 02.05.12
Stadtkurier vom 03.05.12
SZ vom 08.05.12
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Das Jahresthema 2012 hat den Titel: „Das Geschäft mit der ´Ware´ Mensch“.
Das Jahresprogramm "Das Geschäft mit der Ware Mensch" wird von der "Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)" gefördert. |
9. März – 30. März Dreifaltigkeitskirche – Weststadt
Ausstellung zur Kinderarbeit von Misereor: Der Skandal hat viele Gesichter,
Donnerstag, 22. März, 19.30 Uhr, Kleiner Sitzungssaal (Rathaus)
Vortrag von Dekan a.D. Dr. Jochen Tolk: Das Geschäft mit der Ware Mensch – Kinderarmut und Kinderarbeit – in Tansania erlebt.
Montag, 7. Mai, 19.30 Uhr, Kornhaussaal (dwp)
Vortrag "Mangos für Kinderrechte", Shay Cullen, Preda; muskalische Umrahmung
Mittwoch, 19. September, 19.30 Uhr, Kleiner Sitzungssaal (Rathaus)? Oder?
Podiumsdiskussion zum Jahresthema: „Das Geschäft mit der Ware Mensch“
MdB a.D. Rudolf Bindig, Dekan a.D. Dr. Jochen Tolk, Frau Vogler-Rieger (SZ-Nothilfe), Thomas Hoyer (dwp), Lopez-Diaz (Kriminalhauptkommisar).
Theaterstück: „Land des Lächelns“ (Bodo Klose)
Moderation: Kurt Dangel (ai)
Samstag, 22. September, 10 – 24 Uhr, Aktionstag vor dem Lederhaus
Schuhputzaktion mit Info (Misereor, UNICEF), Steineklopfen (Kinder) mit Info (Misereor, missio). Globalisierungskritischer Stadtrundgang (attac), Die „Kakadus“ Schülerchor; „The Einsteins“ (Schülerchor des Albert-Einstein-Gymnasiums); Theaterstück: „Land des Lächelns“
Sonntag, 23. September, 11.15 Uhr, Heilig Kreuz
Ökumenischer Gottesdienst mit Pfr. Manz (ev.), Pastoralreferent Hermann Schoch (kath.) ; Musik: Kantor Udo Rüdinger; Ökumenischer Chor „Lib Briscoe“; Theaterstück: „Land des Lächelns“
17. Oktober – 8. November, Spital Ravensburg (UNICEF)
Ausstellung „Kinderarbeit“. Vernissage: Donnerstag, 18. Oktober, 18.30 Uhr
19. November,
19 Uhr, Heilig Geist Spital (Café) (ai);
Vortrag "Frauenhandel und Sexsklaverei - gleich nebenan?"
Referent: Manfred Paulus, Kriminalkommissar.
18. November, 18.30 Uhr, St. Jodok
Gottesdienst „Offene Mitte“ zu „Kinderrechte“ (UNICEF, Frau Vogler-Rieger)
Ab April im Laufe des Jahres
Die „Linse“ zeigt
Filme zu unserem Jahresprogramm.
Ab 24. März, vormittags, Bauernhausmuseum Wolfegg
Einladung von Schulen zum „Schwabenkinderprojekt“ über das Schulamt . Mitglieder unseres Aktionskreises werden über „Kinderarbeit heute – in der Dritten Welt und hier“ berichten.
Sonstige Veranstaltung:
Benefizveranstaltung Sibiti am 28./29.04.2012
Programm
Thema 2011: „Heimatlos – weltweit auf der Flucht“
Das Jahresprogramm 2011 "Heimatlos – weltweit auf der Flucht" wurde gefördert aus Mitteln der Glücksspirale des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.
Presse/Berichterstattung
Vom 4. - 8. Juli 2011 haben fast 400 Schüler die Ausstellung im Großraumtruck "Labyrinth Fluchtweg" erlebt. Wo führt unser Weg hin, gibt es Hoffnung auf Asyl, werden wir bleiben können oder müssen wir zurück? Diese und viele andere Fragen werden täglich gestellt: Von Menschen, die aus Angst vor Folter und Verfolgung in ihrem Land nur noch den Ausweg "Flucht" und Hoffnung auf Asyl in Deutschland sehen. Die Erlebnisausstellung "Labyrinth Fluchtweg" machte Station in Ravensburg und informierte und sensibilisierte zu diesem Thema.
Die Ausstellung im Großraumtruck "Labyrinth Fluchtweg" führte den Schülern vor Augen, wie es sich anfühlt, auf der Flucht zu sein - immer in der Angst, zurückgeschickt und weiterhin verfolgt zu sein.
SWR-Beitrag "Labyrinth Fluchtweg"
Erlebnisausstellung im Großraumtruck "Labyrinth Fluchtweg"
Schwäbische Zeitung vom 15.06.2011
Interview
Risiko: „Die Sicherheitslage ist bedenklich“
Der gebürtige Afghane Wahid Akbarzada schildert Reiseeindrücke aus seinem Heimatland:
Schwäbische Zeitung vom 18.07.2011
Themen der vergangenen Jahre: 2011 "Heimatlos - weltweit auf der Flucht"
2010 "Eine Welt - Ein Klima" 2009 Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen
2008 "Kinder wollen leben, Kinder brauchen Zukunft"
2007 "Fair handeln"
2006 "Kinder und AIDS"
2005 "Viele Kulturen – Eine Welt. Kulturelle Identität in Zeiten der Globalisierung"
2004 „Kinderprostitution und Kinderhandel“
2003 „Straßenkinder“
2002 „Aids“
2001 "Gewalt gegen Kinder"
2000 "Entwicklung braucht Entschuldung"
1999 "Unteilbare Eine Welt"
1998 Entwicklungspolitischer Tag zu Bangladesch