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Ravensburg ist deutsche "Hauptstadt der Biodiversität"

Auszeichnung der Deutschen Umwelthilfe: Ökologische Modellstadt, artenreiche Streuobstwiesen, das BUND-Apfelsaftprojekt und vieles mehr – für viele Ravensburgerinnen und Ravensburger ist es normal, dass sich die Stadt und ihre Bürger nachhaltig in Sachen Ökologie und Artenvielfalt engagieren.

Doch selbstverständlich ist das nicht, im Gegenteil: Für die besonderen Bemühungen der Stadt und ihrer Bürger um Erhalt und Neuschaffung von natürlichen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen und Naturerlebnis- und Erholungsräumen für die Menschen wurde Ravensburg am Mittwoch, den 6. April 2011in Köln von der Deutschen Umwelthilfe mit einem Ersten Preis als Hauptstadt der Biodiversität" in der Städteklasse 30.000 bis 100.000 Einwohner ausgezeichnet.
 
Die Deutsche Umwelthilfe rief im Internationalen Jahr der Biodiversität 2010 die deutschen Städte und Gemeinden auf, sich um den Titel „Bundeshauptstadt der Biodiversität“ zu bewerben. Unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen waren Kommunen aller Größenkategorien eingeladen, ihre Maßnahmen und Strategien zu präsentieren. In einem umfassenden Fragebogen konnten die Teilnehmer überprüfen, wo ihre Stärken und Schwächen im Schutz der Biodiversität sind. Am vergangenen Mittwoch wurden die Gewinnerkommunen im Rahmen einer Auszeichnungsfeier besonders geehrt.


Hier von rechts nach links: Blanka Rundel (Tiefbauamt Grün), OB Dr. Daniel Rapp, Bürgermeisterin Stephanie Utz, Steffi Rosentreter (Tiefbauamt, Grün) und Ulfried Miller vom BUND Ravensburg.
 



Deshalb wurde Ravensburg "Hauptstadt der Biodiversität": Schon 1996 wurde Ravensburg von der Landesregierung zur „Modellstadt ökologische Stadtentwicklung“ auserkoren. Seither wird hier der Biodiversität, aber auch anderen Umweltthemen ein hoher Stellenwert beigemessen. Ein prägendes Element der Landschaft in und um Ravensburg ist die Streuobstwiese. Die Bürger nutzen rege das Angebot der Stadt, neu zu pflanzende Hochstämme über die Stadt zu bestellen und so günstig alte, regionale Obstbaumsorten zu erhalten. Aktive Schülerfirmen kümmern sich um die Pflege von Streuobstwiesen und die Vermarktung des Apfelsaftes.

"Doch auch abseits der Streuobstwiesen ist Vielfalt in Ravensburg leicht zu finden. Blühende Wiesen entlang von Rad- und Wanderwegen, sowie an wichtigen Verkehrsknotenpunkten bieten einen bunten Augenschmaus und den Bienen ein Schlemmerfeld. Durch die Renaturierung der Schussen, sowie ihrer Auen und Zuflüsse wird nicht nur natürlicher Hochwasserschutz betrieben. Hier entstehen unzählige natürliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen und ein besonderer Naturerlebnis- und Erholungsraum für die Menschen", so lautete die Laudatio für den Wettbewerbsgewinner Ravensburg bei der Preisübergabe.
 
Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp und Bürgermeisterin Stephanie Utz sagten am Tag nach der Preisverleihung bei der Pressekonferenz in Ravensburg: "Wir freuen uns sehr für die ganze Stadt über diese wichtige Auszeichnung. Gemeinsam mit dem BUND und dem Nabu wollen wir die 5.000 Euro Preisgeld für eine Naturschutzaktion zur Biotopvernetzung verwenden. Dank gebührt unseren örtlichen Naturschutzorganisationen für die gute Zusammenarbeit über Jahre hinweg. Ohne dies wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Gerade die Jugendarbeit von BUND und Nabu sind uns besonders wichtig".

Mehr Informationen:
Deutsche Umwelthilfe - Biodiversität
http://www.duh.de/uploads/media/Kurzportraet_Ravensburg.pdf

Weitere Informationen auch unter 
 
Ravensburg, den 11.04.2011
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