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Im mittleren Schussental werden Luftschadstoffe gemessen

An sechs Standorten im mittleren Schussental wurden Stationen zur Luftschadstoffmessung aufgestellt. Ein Jahr lang werden Daten über die Belastung der Luft gesammelt und ausgewertet.

Am Donnerstag, 15. Juli 2010  wurden in den fünf Städten und Gemeinden des mittleren Schussentals Stationen zur Luftschadstoffmessung aufgestellt. In Ravensburg, Weingarten, Berg, Baienfurt und Baindt werden damit ein Jahr lang Daten über die Belastung der Luft durch Stickoxid und Feinstaub PM10 gesammelt und ausgewertet.

Stickoxid und Feinstaub PM10 – also Staub mit einer Partikelgröße unter zehn Mikrometer - entstehen in erster Linie durch Verbrennungsprozesse in Fahrzeugen, aber auch beim Betrieb von Heizungen und insbesondere Holzöfen in den Häusern. Nachdem über die Luftbelastung für das mittlere Schussental flächendeckend keine neueren Erkenntnisse vorliegen, beauftragte der Gemeindeverband Mittleres Schussental (GMS) Prof. Dr. Wolfgang Speckle vom Steinbeis-Transfer-Zentrum für Automotive Systems an der Hochschule Ravensburg-Weingarten mit der Untersuchung.

Im Vorfeld zu jetzigen Messungen wurde zunächst das gesamte Gebiet hinsichtlich der Durchlüftungssituation untersucht. Darauf aufbauend wurden die Standorte für die Messstationen gezielt so gewählt, dass die einzelnen Stationen die größtmögliche Aussagekraft haben.



Die sechs Stationen sind über das gesamte mittlere Schussental verteilt und sammeln an unterschiedlichsten Standorten Daten: in Ravensburg an verkehrsreichen Orten wie beim Frauentor und Nähe der Kauflandkreuzung, in Weingarten an der Waldseer Straße und in Baienfurt im Bereich der Kreuzung. Sie sollen Werte über die Stickstoff- und Feinstaubbelastung durch den Verkehr liefern. Die Station in Baindt misst dagegen die durch Hausheizungen verursachte Belastung im Wohngebiet.

Und etwas abseits und damit weitgehend unbeeinflusst von Verkehrs- und Heizungsemmissionen steht bei Berg die Referenz-Messstation. Hier sollen die Messungen auf dem Wasserhochbehälter in Atzenreute die Grundbelastung mit beiden Schadstoffen im gesamten Gebiet zeigen. Insgesamt besteht damit die Möglichkeit zu analysieren, wie sich die Schadstoffsituation im Schussental tatsächlich darstellt.

Über ein ganzes Jahr wird die Schadstoffkonzentration ermittelt. Nach Beendigung der Messung und der Analyse der Daten durch die Fachhochschule Ravensburg-Weingarten, sollen die Ergebnisse in die konkreten Planungen des GMS mit einfließen.

Ravensburg, 15.7.2010

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